[WestG] [AKT] Herford: Einladung zu Vortrag und Fahrt im Begleitprogramm zur Ausstellung „Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime“

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mi Mai 8 09:32:03 CEST 2019


Von: "Christoph Laue" <c.laue at kreis-herford.de> 
Datum: 02.05.2019, 11:35


AKTUELL
 
Im Begleitprogramm zur Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung - Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime" laden wir herzlich ein zu:
 
Zeugen Jehovas im KZ Wewelsburg: Vortrag von Kirsten John-Stucke (Leiterin des Kreismuseums und der Gedenkstätte Wewelsburg)
 
Donnerstag, 23. Mai 2019
19:30 Uhr Elsbach-Haus,
Goebenstr. 3 - 7, 32052 Herford
 
Die Zeugen Jehovas wurden 1933 als erste Glaubensgemeinschaft im Dritten Reich verboten. Mitglieder, die ihre Arbeit in der Illegalität fortsetzten, waren einer konsequenten Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Viele von ihnen wurden verhaftet und in Konzentrationslager eingewiesen.
 
Im Konzentrationslager in Wewelsburg (Kreis Paderborn) bildeten die Zeugen Jehovas nicht die größte Häftlingsgruppe, aber sie übernahmen eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Lagers. Mehrere Jahre stellten die Häftlinge mit dem lila Winkel fast die gesamte Häftlingsbelegschaft und besetzten Funktionsstellen wie Lagerältester oder Blockältester. Ihr Verhalten im Lager war sehr durch Solidarität und ihren standhaften Glauben geprägt. Aus diesem religiös motivierten Widerstand heraus gelang es ihnen in Wewelsburg, religiöse Schriften illegal zu drucken und aus dem Lager zu schmuggeln, um sie im gesamten norddeutschen Bereich heimlich verteilen zu lassen.
 

Biografisches:
 
Kirsten John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg
 
Jg. 1966, geb. in Unna, wohnhaft in Paderborn
 
Studium der Neueren Geschichte, Germanistik und Publizistik an der WWU Münster, wissenschaftliches Volontariat am Morgenstern-Museum in Bremerhaven, seit 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kreismuseum Wewelsburg, seit 2011 Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg
 
Mitglied in wiss. Fachbeiräten der Gedenkstätte Flossenbürg, Stiftungsbeirat Topographie des Terrors, Berlin; Neukonzeption Bückeberg, Hameln sowie für die Sonderausstellung "Verschwörungstheorien" in Stiftung Kloster Dalheim
 
Vorstandsmitglied der Vereine Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW, der Museumsinitiative in Ostwestfalen-Lippe e.V.; der Vereinigung Westfälischer Museen e.V.  sowie der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und dem Altertumsverein, Abtl. Paderborn.
 
 
Publikationen zur Geschichte der Wewelsburg und zur Geschichte des Konzentrationslagers Niederhagen (Auswahl):
 
Kirsten John [-Stucke]: "Mein Vater wird gesucht…" Häftlinge des Konzentrationslagers in Wewelsburg, 4. Auflage Essen 2001 (Historische Schriften des Kreismuseums Wewelsburg 2)
 
Kirsten John-Stucke: Die Zeugen Jehovas im Konzentrationslager in Wewelsburg und ihre Geheimdruckerei, in: Jan Erik Schulte (Hg.): Die SS, Himmler und die Wewelsburg, Paderborn u.a. 2009 (Schriftenreihe des Kreismuseums Wewelsburg 7), S. 337-354
 
Wulff E. Brebeck, Frank Huismann, Kirsten John-Stucke, Jörg Piron (Hg.): Endzeitkämpfer. Ideologie und Terror der SS, Berlin München 2011 (Schriftenreihe des Kreismuseums Wewelsburg 8)
 
Kirsten John-Stucke, Daniela Siepe (Hg.): Mythos Wewelsburg, Fakten und Legende, Paderborn 2015  (Schriftenreihe des Kreismuseums Wewelsburg 10)
 
Kirsten John-Stucke: Mythos Wewelsburg? Legenden und Mythenbildung rund um ein Schloss in Ostwestfalen, in: Christiane Cantauw, Michael Kamp, Elisabeth Timm (Hg.): Figurationen des Laien zwischen Forschung, Leidenschaft und politischer Mobilisierung (= Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland 127), Münster, New York 2017, S. 95-103
 
 
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten 
 


Fahrt zur Gedenkstätte Wewelsburg
 
Samstag, 29. Juni 2019
 
Abfahrt mit Reisebus 10:30 Uhr am Parkplatz der WWE an der Bielefelder Straße, 
Rückkehr ca. 17:30 Uhr.
 
12 - 16 Uhr Führungen in der Gedenkstätte Wewelsburg inkl. Kaffeepause
 
Teilnahmebetrag 20,00 Euro + eigene Verpflegungskosten
 
Anmeldung unter:
05221-189257, FAX 05221-131902, info at zellentrakt.de


INFO

Die Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung - Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime" in der Gedenkstätte Zellentrakt Rathausplatz 1, 32052 Herford ist noch bis 14. Juli 2019 samstags und sonntags von 14 - 16 Uhr sehen.


Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Rathausplatz 1
32052 Herford 

Tel.: 0 52 21 / 18 92 57

URL: www.zellentrakt.de
E-Mail: info at zellentrakt.de


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