[WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals: LWL-Chefdenkmalpfleger ermoeglicht Einblicke und beantwortet Fragen, Muenster, 10.09.2017

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Do Sep 7 09:27:57 CEST 2017


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org> 
Datum: 06.09.2017, 16:05


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals: LWL-Chefdenkmalpfleger ermöglicht Einblicke und beantwortet Fragen

Am Sonntag (10.9.) öffnet das für Westfalen-Lippe zuständige Denkmal-pflegeamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) von 14 bis 17 Uhr seinen Dienstsitz im LWL-Landeshaus am Freiherr-vom-Stein-Platz 1 in Münster. "Wir möchte Interessierte einladen, die facettenreichen und spannenden Aufgaben der Denkmalpflege kennenzulernen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, dass es vielfältiger Fachkompetenzen bedarf, um ein Denkmal zu erkennen, zu erforschen, zu pflegen und seine Bedeutung zu vermitteln", sagte LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens. Die Gäste haben Gelegenheit, ihm und weiteren Experten der Denkmalpflege Fragen zu stellen, an einer Führung durch das Denkmal "LWL-Landeshaus" teilzunehmen oder die einzigartige Sammlung des Bildarchives sowie die wissenschaftliche Spezialbibliothek des Fachamtes zu besuchen.

Öffnung des Denkmals "LWL-Landeshaus" 
10. September, 14 bis 17 Uhr
Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48133 Münster

Führung durch das Denkmal
Dr. Marion Niemeyer
15 Uhr; Treffpunkt: Bürgerhalle des LWL-Landeshauses

Führungen durch die Bibliothek
14.15 und 15.15 Uhr
Fürstenbergstrasse 13


INFO

Hintergrund: 

Das LWL-Fachamt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen

Die LWL-Denkmalpflege blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits seit 1888 wird die westfälisch-lippische Denkmallandschaft inventarisiert, gepflegt und restauriert; wenige Jahre später entstand das Amt des Landeskonservators, das in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum hat. Die Kompetenzen aus dem Bereich der Denkmalpflege bündeln sich seit 2011 mit denen des ehemals eigenständigen LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur, das mit seinen Vorläufern über viele Jahrzehnte hinweg das heutige Bild der Landschaft sowie der Dörfer und Städte unserer Region aktiv mitgestaltet hat. Als Kulturdienstleister beraten die Experten der Denkmalpflege die 231 Städte und Gemeinden Westfalen-Lippes fachlich in allen Angelegenheiten des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege und unterstützen sie bei Projekten. Sie erstellen Fachgutachten, erforschen den Bestand denkmalwerter sowie landschafts- und baukulturell bedeutender Objekte und vermitteln ihr Wissen über das kulturelle Erbe Westfalen-Lippes.


Die Präsenzbibliothek

Die heutige wissenschaftliche Spezialbibliothek der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen ging aus der Büchersammlung der 1892 gegründeten "Provinzialkommission zum Schutze und zur Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Westfalen" des damaligen Provinzialverbandes hervor. Durch große Kriegsverluste minimiert, wurden die Bestände seit 1947 systematisch wieder aufgebaut. Hinzu kam im Jahr 2011 die Bibliothek des ehemaligen LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur. Die Bibliothek dient den Mitarbeitern als Arbeitsgrundlage. Derzeit besitzt sie etwa 68.500 Bände und ca. 300 laufend gehaltene Zeitschriften und Jahrbücher zu folgenden Sammlungsschwerpunkten: Theorie und Praxis der Denkmalpflege, Architektur- und Baugeschichte, Kunstgeschichte, Restaurierung, Bautechnik, Technikgeschichte, Städtebau, Gartenkunst und Gartendenkmalpflege, Landschaftspflege, Landschaftsökologie und Kulturlandschaftspflege sowie Westfalica. Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek mit Lesesaal, die allen interessierten Besucherzur Verfügung steht. 


Das Bildarchiv

Das Bildarchiv ist eine der wichtigsten Sammlungen der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und umfasst rund 200.000 Fotos zur westfälischen Bau-, Kunst- und Kulturgeschichte unter. "Das Bildarchiv stellt ein unersetzliches fotografisches Gedächtnis für ganz Westfalen-Lippe dar, das wissenschaftlicher Forschung und interessierter Öffentlichkeit für Recherche und fachliche Beratung zur Verfügung steht", so LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens. Die ältesten Fotoabzüge, die im Bildarchiv aufbewahrt werden, stammen aus den 1850er-Jahren. Das Bildarchiv gibt es als solches seit 1888, als Albert Ludorff, 1892 - 1915 Provinzialkonservator von Westfalen, im Auftrag des Provinziallandtages die Denkmälerinventarisation begann. Von da an besaß das Fachamt nicht nur die Fotoabzüge, die in den Archivschränken im Bildarchiv aufbewahrt werden, sondern auch die dazugehörenden Negative. Zunächst war es der Provinzialkonservator Ludorff selbst, der in ganz Westfalen fotografierte. Heute erstellen professionelle Amtsfotografen die Bilder für das Archiv. Damals und heute geht es darum, die westfälische Architektur von innen und außen zu dokumentieren, gegebenenfalls die Ausstattung zu erfassen und jegliche Art von Befunden fotografisch festzuhalten. Die Fotografen schließen noch vorhandene Lücken im Bildarchiv und erfassen neu hinzugekommene Denkmäler im Bild, so dass der Bestand des Bildarchivs kontinuierlich wächst. Neben den westfälischen Orten existieren auch hier einige kleinere Spezialsammlungen wie beispielsweise das Porträtarchiv, alte Postkarten sowie das Diaarchiv.


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