[WestG] [AKT] Marienfigur ein Fall für Metallbauer und Steinmetze - Votivsaeule am Marienplatz in Muenster: Sanierung sorgt für Standsicherheit

Pöpken, Christian Christian.Poepken at lwl.org
Do Sep 1 14:41:51 CEST 2016


Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 01.09.2016, 13:06


AKTUELL

Marienfigur ein Fall für Metallbauer und Steinmetze - Votivsäule am Marienplatz: Sanierung sorgt für Standsicherheit

Seit 1899 ziert das Kunstwerk, bestehend aus einem Sockel und einer Rundsäule aus Granit und der aufgesetzten Marienfigur mit Kind, den Platz unweit der Ludgerikirche. Doch der Zahn der Zeit macht auch vor der Mariensäule nicht Halt. In Teilen zuletzt 1980 restauriert, ist die rund 15 Meter hohe Votivsäule jetzt wieder ein Fall für die Steinmetze und Metallbauer.

Die denkmalgeschützte Mariensäule aus dunkelrotem schwedischem Granit gilt zwar als sehr widerstandsfähig. Eine turnusmäßige Überprüfung offenbarte indes einige Schäden. Die Fugen  an Säule und Sockel sind durch Algen, Moose und Flechten angegriffen. "Wasser dringt durch die großen Zwischenräume ein, übt hohen Druck auf die Steinblöcke aus und kann bei Frost  zu Sprengungen führen", informiert Reiner Bertling, Projektleiter beim Amt für Immobilienmanagement. Vor allem  ist die bronzene Figur  nicht mehr standsicher, wie sich zuletzt bei einem Detail-Check in zwölf Metern Höhe zeigte. Kurzfristig wird  sie nun  in einer Metallbau-Werkstatt überarbeitet, ehe sie wieder an ihrem gewohnten Platz sicher verschraubt wird.

Passanten sehen zurzeit das 13 Meter hohe Gerüst und Fachleute, die in den nächsten Tagen  reinigen, Fugen schließen und Risse im Stein schließen. 13 000 Euro sind für die Sanierung kalkuliert, zuzüglich 3500 Euro für die Marienfigur. In sechs Wochen sind die Arbeiten in enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalbehörde beendet.

Zur Geschichte: Gutsbesitzer Josef Hötte gab kurz vor der Jahrhundertwende die Nachbildung der Mariensäule vor dem Münchener Rathaus bei dem münsterschen Architekten Karl Meyer in Auftrag (Kosten damals 75 000 Mark) und stiftete sie mit Emilie Primavesi der Stadt Münster.


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