[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletters 6/2016
Pattberg, Julia
Julia.Pattberg at lwl.org
Fr Jun 17 11:50:14 CEST 2016
Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 16.06.2016, 12:19
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletters 6/2016
Themen des Newsletters 6/2016
Ausblick
Öffentliche Führung am Sonntag 26.6., 15 Uhr
Radtour mit Stefan Querl zu Orten der NS-Vergangenheit am Mittwoch 3.8., 15 bis 20 Uhr
Hinweis zur Buchung unserer schulischen Angebote!
Rechtzeitig die neuen Schuljahre planen!
Rückblick
Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Thomas Großbölting
Dank aus Brüssel
Ausblick
Öffentliche Führung am Sonntag 26.6., 15 Uhr
Jeweils am letzten Sonntag im Monat, um 15 Uhr findet eine kostenlose öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt. Am 26.6. führt Peter Römer durch die Ausstellung.
Dauer: 60 Minuten
Eintritt frei, Spenden nützen unserem Förderverein
Radtour mit Stefan Querl zu Orten der NS-Vergangenheit am Mittwoch 3.8., 15 bis 20 Uhr
Vor 75 Jahren hielt Bischof von Galen in der Lambertikirche eine seiner berühmten Predigten gegen die Übergriffe des NS-Regimes auf kranke und behinderte Menschen. Die Mordaktionen in Heil- und Pflegeanstalten, die unter Tarnnamen wie "Aktion T4" als vermeintliche "Euthanasie" durchgeführt wurden, hatten Unruhe verursacht. Die Radtour im Innenstadtgebiet würdigt an ausgewählten Stationen Opfer der NS-Rassepolitik und des Holocaust. Sie fragt aber auch kritisch nach den Tätern, u.a. während einer Führung durch die Villa ten Hompel, die sich abends anschließt.
Tourenleiter: Stefan Querl. Treffpunkt: Domplatz vor dem Marktcafé um 15 Uhr.
Teilnehmerkosten: Für ADFC- sowie Fördervereinsmitglieder frei. Andere je 3 Euro pro Person.
Eine Kooperation zwischen des Geschichtsortes Villa ten Hompel mit ADFC-Kreisverband Münster-Münsterland und Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.
Hinweis zur Buchung unserer schulischen Angebote!
Rechtzeitig die neuen Schuljahre planen!
Hinweis in eigener Sache:
2016: Für das Jahr 2016 sind alle Projektvormittage für das pädagogische Programm "Demokratiedschungel" ausgebucht!
Buchungen für Thementage Euthanasie und Zwangsarbeit sind dagegen noch möglich. Näheres zu diesem Format finden Sie hier: www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/angebote/thementage.html
2017: Im September 2017 gibt es noch einige wenige freie Termine für Projektvormittage "Demokratiedschungel", Termine für alle angebotenen Thementage können noch gebucht werden.
2018: Ab Anfang November 2016 können Termine für unsere diversen Angebote vergeben werden. Rückfragen gerne bei Helga Pape unter Tel.: 0251-492 7101 oder tenhomp at stadt-muenster.de
Rückblick
Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Thomas Großbölting
Auf sehr großes Publikumsinteresse stieß der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Großbölting zum Thema "Der verlorene Himmel. Glauben in Deutschland nach 1945" in der Villa ten Hompel im Rahmen der "Mittwochsgespräche" zum Rahmenthema der doppelten deutschen Nachkriegsgeschichte.
Vor mehr als 90 Besucherinnen und Besuchern beleuchtete Münstersche Geschichtsprofessor zunächst den rasanten Rückgang der konfessionellen Bindung der Deutschen im 20. Jahrhundert. Waren 1912 fast alle Landkreise teilweise zu mehr als 70 Prozent evangelisch oder katholisch dominiert, so stellt hingegen aktuell mit 37 Prozent die Gruppe der Nicht-Konfessionsgebundenen, der sogenannten "Nons", die größte gesellschaftliche Gruppe in Deutschland.
Großbölting erklärte dies einerseits mit Auflösungstendenzen von klassischen gesellschaftlichen und politischen Milieus, andererseits aber auch mit einer zu engen Verzahnung vor allem der evangelischen und katholischen Kirche an den Staat und mit fehlenden Reformbewegungen innerhalb der Kirchen. Auch den Umgang staatlicher Strukturen, aber auch der Medien mit dem Thema Islam und Muslime in Deutschland kritisierte Großbölting als zu einseitig.
Wie aktuell und brisant das Thema des Glaubens aktuell ist, zeigte auch die mehr als einstündige sehr engagiert geführte Debatte des heterogen zusammengesetzten Publikums mit Prof. Thomas Großbölting nach dessen Vortrag.
Dank aus Brüssel
Am Mittwoch den 8.06. wurde die Präsentation des Nachlasses von Hilma Stolzberg in Anwesenheit ihrer Tochter Susana Rossberg im Kirchenfoyer am Lambertibrunnen in Münster für die Öffentlichkeit bereitgestellt. Die Objekte (Bilder und Skulpturen) der aus Münster geflohenen Künstlerin und Ärztin sind dort noch bis zum 2. Juli zu sehen. Ihre Tochter Susana Rossberg, die eigens aus Brüssel angereist war, hat sich bei den Kuratoren der Ausstellung (Gisela Möllenhoff und Rita Schlautmann-Obermeyer) und dem Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel herzlich bedankt. Hier einige Auszüge aus ihrem Dankesschreiben:
"Liebe Gisela und Rita, Lieber Herr Spieker, Ich möchte Euch nochmals herzlichst bedanken für die wunderschöne Ausstellung im Kirchenfoyer. (.) Ich bin toll glücklich mit allem, was Ihr für meine Mutter, und auch für mich, getan habt. Ihr seid wunderbare Leute.
Ich denke, dass meine Mutter auch glücklich gewesen wäre, wieder in Münster akzeptiert und geehrt zu werden. (.) . Wirklich, vielen Dank. (.) Ich grüße Euch herzlichst, Susana"
Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf der Homepage unter URL: http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte