[WestG] [AKT] Newsletter Westfalen-Initiative 04/2016

Pattberg, Julia Julia.Pattberg at lwl.org
Mi Aug 10 09:26:46 CEST 2016


Von: "Westfalen-Initiative" <info at westfalen-initiative.de> 
Datum: 26.07.2016, 11:00


AKTUELL

Newsletter Westfalen-Initiative 04/2016

Flüchtlingshilfe: Ehrenamtler und Kommunen im Dialog

Ehrenamtler auf der einen sowie Städte und Gemeinden auf der anderen Seite müssen eng kooperieren, wenn die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge gelingen soll. In diesem Punkt waren sich Referenten und Teilnehmer der Veranstaltung "Kommunale Koordination in der Flüchtlingshilfe - An der Schnittstelle zwischen Kommune und Ehrenamt" im Heinrich-von-Kleist-Forum in Hamm einig. Mehr als 150 Teilnehmer waren der Einladung der Stiftung Westfalen-Initiative gefolgt. Deren Vorstandsvorsitzender Dr. Karl-Heinrich Sümmermann hatte eingangs ebenso wie Andreas Kersting, Leiter des Referates Bürgerschaftliches Engagement im NRW-Familienministerium, darauf verwiesen, dass die vielfach erlebbare Willkommenskultur zeige, "welch enormes Potenzial für bürgerschaftliches Engagement vorhanden ist". Um handfeste Fragen der Abstimmung und Zusammenarbeit ging es anschließend in den Vorträgen der Praktiker. Vier Arbeitskreise boten zudem die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. 


Wissenschaft I:  Gute Ergebnisse in globalem Hochschulranking

Neun westfälische Hochschulen sind im jüngsten globalen Hochschulranking U-Multirank vertreten. Darin vergleicht das CGE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh mehr als 1.300 Hochschulen weltweit und zeigt deren Stärken und Schwächen auf. Unter dem Aspekt Internationalität erreichte die private Hochschule BiTS in Iserlohn überdurchschnittliche Werte bei der Mobilität, also beim internationalen Studienplatztausch. Besonders die Universität Siegen stach beim Punkt regionales Engagement hervor. Studierende können über die Internetseite www.umultirank.org individuelle Ranglisten erstellen und die Hochschulen anhand vorgegebener Kriterien verglei-chen. Weitere Informationen gibt es unter www.che.de.


Wissenschaft II:  Zahl der Habilitationen leicht gestiegen

90 Wissenschaftler haben an den acht westfälischen Universitäten im Jahr 2015 ihr Habilitationsverfahren erfolgreich beendet. Das sind zwei mehr als im Vorjahr, wobei der Frauenanteil mit 23 Prozent leicht zurück-gegangen ist. Die Wissenschaftler, von denen mit 39 die höchste Zahl von der Universität Münster kommt, können sich nun um eine Professur bewerben. 


Wissenschaft III:  Aufholen bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Nur jeder neunte Arbeitsplatz in den nordrhein-westfälischen Forschungseinrichtungen, nämlich weniger als 2.000 von knapp 18.000,  ist in Westfalen angesiedelt. Das hat die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von zwei Abgeordneten geantwortet.  Demnach gibt es im Rheinland etwa dreimal so viele außeruniversitäre Einrichtungen der wichtigsten Forschungsorganisationen. Da zählen Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft, Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft sowie die Johannes-Rau-Forschungsinstitute. Allerdings hat Westfalen aufgeholt. Vor drei Jahren boten die Forschungseinrichtungen im Rheinland noch elfmal so viele Arbeitsplätze wie in Westfalen. 


Wirtschaft: 1,6 Prozent weniger Auszubildende

Die Zahl der Auszubildenden in Westfalen ist weiter zurückgegangen: Ende vergangenen Jahres befanden sich 149.880 Menschen in einer dualen Berufsausbildung. Das sind 1,6 Prozent weniger als 2014 und 3,6 Prozent weniger als 2013. Zwar stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge leicht um 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2013 ist aber auch in diesem Punkt die Entwicklung mit minus 2,5 Prozent negativ.


Kirchenmusik: Witten erhält evangelische Pop-Akademie

Die Evangelische Kirche von Westfalen eröffnet ihre Pop-Akademie in der ehemaligen Stadtbücherei Witten. Dies wird neben Herford der zweite Standort ihrer Hochschule für Kirchenmusik. Ab Oktober beginnen die ersten von bis zu 60 Studierenden mit der in Deutschland einmaligen, v ierjährigen Ausbildung im Fach "Kirchenmusik Popular". Dem Bachelor-Abschluss soll ein Master-Studiengang folgen. Neben dem Hochschulbetrieb wird es ein Fortbildungsangebot geben, etwa für Erzieher und Jugendmitarbeiter. Insgesamt waren mehr als 20 mögliche Standorte geprüft worden. Die ehemalige Stadtbücherei Witten hat den Zuschlag erhalten, weil sie auch größere Unterrichtsräume und einen Veranstaltungsraum für bis zu 200 Besucher hat.


Umwelt: Spitze bei erneuerbaren Heizenergien

Die Bauherren im Kreis Siegen-Wittgenstein liegen bei der Nutzung erneuerbarer Energien fürs Heizen NRW-weit an der Spitze. Bei 58.7 Prozent ihrer Bauvorhaben haben sie 2015 Heizungsanlagen mit Solartechnik, Wärmepumpen, Holz-, Biomasse- oder Biogas-Nutzung installiert. Der Anteil der Bauvorhaben mit umwelt-schonenden Heizenergien ist damit fast doppelt so hoch wie im westfälischen Durchschnitt: Denn von den im vergangenen Jahr genehmigten 10.061 Wohnhäusern wurden nur 3.059 (30,4 Prozent) mit erneuerbaren Energien geplant. Hohe Quoten erreichten Bottrop (57,3 Prozent), der Kreis OIpe (56,7 Prozent) und Hagen (51,3 Prozent). Am Ende der Skala rangieren der Kreis Steinfurt und Herne mit 16,7 und 12,7 Prozent.


Westfalen bewegt: Jury wählt Preisträger aus 55 Ehrenamtsprojekten aus

Langsam wird es spannend: Im Wettbewerb "Westfalen bewegt" 2016 sind die Bewertungsmappen für die Jury zusammengestellt. 55 Ehrenamtsprojekte haben die Teilnahmebedingungen erfüllt. Noch deutlich mehr Interessenten hatten ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. Die Jurymitglieder haben jedenfalls keine leichte Aufgabe, aus dem vielfältigen bürgerschaftlichen Engagement die Preisträger auszuwählen. Vergeben werden insgesamt 40.000 Euro. Dabei sind die von der Westfalen-Initiative ausgelobten Preise mit bis zu 10.000 Euro dotiert, darunter ein Sonderpreis für besonderen Einsatz in der Flüchtlingshilfe.


Kultur: Möglichkeiten der Kooperation und Förderung regionaler Identität erörtert

Die westfälische Identität und deren Stärkung durch westfalenweite Kulturprojekte sowie Möglichkeiten der Kooperation standen im Mittelpunkt eines Gedankenaustausches zwischen Prof. Kasper König und Imke Itzen sowie Vertretern der Westfalen-Initiative. Deren Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, sowie Geschäftsführer Dr. Eberhard Christ betonten gegenüber dem Künstlerischen Leiter und der Projektleiterin die herausragende Bedeutung der Skulptur Projekte 2017 in Münster für die gesamte westfälische Kultur und die internationale Wahrnehmung der Region.


Flächennutzung: Weniger Platz für die Bauern

Um 341 Quadratkilometer (3,1 Prozent) hat sich die Landwirtschaftsfläche in Westfalen seit 2006 verringert. Anfang dieses Jahres nutzten Bauern 10.773 Quadratkilometer und damit 55,2 Prozent der Fläche. Auf knapp 6.000 Quad-ratkilometer (28 Prozent) wächst Wald. 2.387 Quadratkilometer (11,1 Prozent) sind Gebäude- und zugehörige Freiflächen und 1.408 Quadratkilometer (6,6 Prozent) Verkehrsflächen. Mit 81,2 Prozent hat die Gemeinde Hopsten (Kreis Steinfurt) den höchsten Anteil landwirtschaftliche genutzter Fläche. Bei der Waldfläche liegt die Gemeinde Kirchhundem (Kreis Olpe) mit einem Anteil von 75 Prozent vorn. 


Landwirtschaft: 92 Betriebe bündeln Angebote in Broschüre

Regionale Angebote von landwirtschaftlichen Betrieben, die nach Nachhaltigkeit streben, präsentiert die Broschüre "Die echten Landerlebnisse in NRW - Münster und sein Umland". 92 Anbieter in einem Umkreis von 20 Kilometer um Münster stellen ihre Betriebe sowie die von ihnen angebotenen Produkte vor. Dazu zählen frische Produkte, Land- und Urlaubserlebnisse für Groß und Klein sowie Offerten der Bauernhofgastronomie. Die ansonsten recht unterschiedlichen Betriebe eint das Bestreben nach Nachhaltigkeit. Wie diese im Alltag gelebt wird, fasst jede(r) Betriebsleiter(in) in eigenen Worten zusammen. Die Broschüre ist im Internet auf www.landservice-nrw.de im Broschürenshop abrufbar. 


Westfalen-Initiative: Neue Aufgaben in Verein und Stiftung

Anja Böllhoff aus Bielefeld ist neues Mitglied im Stiftungsvorstand der Westfalen-Initiative. Das Kuratorium hat die 48-jährige Bielefelderin zur Nachfolgerin von Dr. Michael Brinkmeier ernannt. Die studierte Betriebswirtin und Mutter dreier Kinder bringt ihre umfangreiche Erfahrung aus Beruf und Stiftungswesen in die neue Tätigkeit ein, darunter die Leitung des Profit-Centers Spendenmarketing der Caritas der Diözese in Linz/Österreich. Sie war Vorstandsmitglied des Vereins "Bielefelder Konsens: Pro Bielefeld e.V.", ist Gründungsstifterin der Bielefelder Bürgerstiftung und ehrenamtliche Vorsitzende des Vorstands sowie Kuratoriumsmitglied des Vereins "Bielefelder Konsens: Pro Bielefeld" und Regionalkuratorin der Initiative Bürgerstiftungen. Anja Böllhoff übernimmt das Amt von Dr. Michael Brinkmeier, der sich noch intensiver seiner Arbeit als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe zuwenden möchte. Brinkmeier gehörte dem Stiftungsvorstand der Westfalen-Initiative seit Ende 2012 an. Zuvor engagierte er sich bereits acht Jahre im Kuratorium, davon vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Er wird der Westfalen-Initiative auch künftig als Mitglied des Vereins und dessen Beirats verbunden bleiben. Die Funktionsträger der Westfalen-Initiative danken ihm ebenso herzlich für die geleistete Arbeit wie Dr. Manfred Scholle, der nach vier Jahren aus dem Vorsitz des Beirates im Verein Westfalen-Initiative ausgeschieden ist. Sein Nachfolger ist Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick, der dem Gremium bereits zuvor kraft seines Amtes als Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen angehörte. Eine zusätzliche Aufgabe hat Dr. Hans-Ulrich Predeick, geschäftsführendes Mitglied im Vorstand des Vereins Westfalen-Initiative, übernommen. Er wurde in den Verwaltungsrat des Westfälischen Heimatbundes gewählt.


Termine

Bis 18. September 2016	Die dritte Emscherkunst-Ausstellung präsentiert zeitgenössi-sche Kunst. www.emscherkunst.de

12. September 2016		Auftakt der Jubiläumsspielzeit 2016/17 der Neuen Philharmonie Westfalen mit Gustav Mahlers "Sinfonie der Tausend. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr in der Emscher-				Lippe-Halle Gelsenkirchen.

Bis 3. Oktober 2016		Mit der Schau "Ich bin ein Gedicht" präsentiert das Museum für Westfälische Literatur - Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde das künstlerische Schaffen von Timm Ulrichs, S. J. 				Schmidt, Reinhard Döhl und Johannes Auer. www.kulturgut-nottbeck.de

28. - 30. Oktober 2016		Westfälischer Hansetag 2016 in Wesel mit Treffen und Bera-tungen der Delegierten des Westfälischen Hansebundes.


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