[WestG] [AKT] LWL-Industriemuseum bietet Fuehrung zu den ehemaligen Kleinzechen im suedlichen Ruhrgebiet an, 26.04.2015
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Apr 23 09:39:05 CEST 2015
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 22.04.2015, 09.16
AKTUELL
Eimer für Eimer - LWL-Industriemuseum bietet Führung zu den ehemaligen Kleinzechen im südlichen Ruhrgebiet an
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zwischen Dortmund und Essen über 1.000 Kleinzeichen - im Volksmund Liliput-Zechen, Kohlenzwerge oder Familienpütts genannt. Dieser kurzen und fast vergessenen Phase des Bergbaus widmet sich die Dauerausstellung "Zeche Eimerweise" im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Sonntag (26. 4.) um 14.30 Uhr zur Führung durch die Ausstellung auf dem Gelände seines Wittener Museums ein.
Als es nach dem Zweiten Weltkrieg zu dramatischen Engpässen in der Kohleversorgung kam, gruben sich Unternehmer und Privatleute zu den Lagerstätten in geringer Tiefe vor, die der Bergbau in früheren Jahren nicht abgebaut hatte. Einer von ihnen war der Unternehmer Karl Hopp. Er betrieb im Sommer 1957 im Wittener Ortsteil Durchholz mit nur zwei Arbeitern die Kleinzeche "Ingeborg" und förderte in wenigen Monaten 1.000 Tonnen Kohle aus dem zuletzt 15 Meter tiefen Schacht. Das LWL-Industriemuseum hat die Zeche mit Betriebsgebäude, Schacht, dreibeinigen Fördergerüst und Verladerampe nachgebaut. In Interviews kommen ehemalige Bergleute und Kleinzechenunternehmer zu Wort.
Die offene Sonntagsführung ist im Museumseintritt enthalten (Erwachsene: 3 Euro, Kinder: 1,50 Euro, Familienkarte: 7,50 Euro).
INFO
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten
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