[WestG] [AKT] Sitzung: Auftakt für Kulturplanungsprozess, Lippstadt, 23.01.2013
Pascal Pawlitta
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Fr Jan 18 09:51:01 CET 2013
Von: "Stadt Lippstadt" <info at presse-service.de>
Datum: 16.01.2013, 17:16
AKTUELL
Auftakt für Kulturplanungsprozess
Lippstädter sind zur aktiven Teilnahme aufgerufen
Offenheit, Kreativität und Lust auf Zusammenarbeit - mehr brauchen die Lippstädter, die sich an der Kulturentwicklungsplanung in ihrer Stadt beteiligen wollen, nicht mitzubringen. Die Planung, die im Oktober vergangenen Jahres angestoßen wurde als Lippstadt als eine von sieben Pilotkommunen in Westfalen-Lippe ausgewählt wurde, um im Rahmen der "Kulturagenda Westfalen" strategische Kulturplanung zu betreiben, läuft jetzt unter Beteiligung der Öffentlichkeit an. Am kommenden Mittwoch, 23.1.2013, findet um 18 Uhr in der Volkshochschule Lippstadt mit einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Kulturausschuss und Stadtentwicklungsausschuss der Auftakt statt.
In diesem ersten von fünf Terminen, die Kulturberater Reinhart Richter, der das Projekt begleitet, bis zum Sommer 2013 angesetzt hat, wird es um gesellschaftliche Entwicklungstrends und deren Einfluss auf die Kulturarbeit gehen. Dabei soll die Sitzung unter aktiver Einbeziehung der Zuhörer stattfinden. "Es gibt 13 Themenblöcke, die im Laufe der Sitzung abgearbeitet und mit den anwesenden Zuhörern diskutiert werden. Als Basis dienen dabei die Ergebnisse der Westfälischen Kulturkonferenz im vergangenen Jahr in Bielefeld", erklärt Wolfgang Streblow. Die definierten Themengebiete Digitale Welt, Kindheit/ Jugend und Bildungswesen, Tourismus, Freizeit, Globalisierung, Älter werdende Gesellschaft, Multikulturelle Gesellschaft, Bevölkerungsverlust in ländlichen Räumen, Klimawandel/ Umwelt, Verkehr/ Mobilität, Bürgerschaftliches Engagement, Armutsentwicklung und Kunst im öffentlichen Raum sollen auf die Lippstädter Ebene heruntergebrochen werden.
Im Fachdienst Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt steigt derweil die Spannung. "Das Thema Kulturentwicklungsplanung hat uns vorher schon stark beschäftigt und dass wir durch die Teilnahme an diesem Pilotprojekt nun die Möglichkeit bekommen, mit professioneller Unterstützung und Begleitung die Kulturarbeit in Lippstadt strategisch und organisatorisch weiterzuentwickeln, ist richtig gut", so Fachdienstleiter Wolfgang Streblow. Und eines liegt ihm dabei besonders am Herzen: "Wir wollen diese Kulturplanung mit möglichst vielen Lippstädtern gemeinsam machen." Kulturelles Wissen sei deshalb keine Grundvoraussetzung für ein Mitwirken. "Alle, die ein Interesse an der Weiterentwicklung der Kultur und der Kulturszene in Lippstadt haben, sollen mitmachen", ruft Streblow auf. Und zeigt auch gleich das breite Spektrum auf, in dem Kulturentwicklung in Lippstadt stattfinden kann: "Ob nun eine Band einen Probenraum sucht, sich ältere Menschen Gedanken darüber machen, ob und wie sie in Zukunft ins Stadttheater kommen werden oder wie es zum Beispiel mit dem Stadtmuseum weitergehen soll - jeder, der ein Anliegen oder ein Interesse hat, kann sich an diesem Entwicklungsprozess beteiligen."
Und auch wenn es dem ein oder anderen angesichts der zahlreichen Einzelinteressen kaum vorstellbar erscheint, eine gemeinsame Planung zu entwickeln, sind Kulturberater Reinhart Richter und die Beteiligten aus dem Fachbereich Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt positiv gestimmt: "Die gemeinsame Analyse der Ausgangssituation, die Entwicklung einer gemeinsamen Vision und gemeinsamer Ideen und Umsetzungsziele können dazu führen, dass das, was man gemeinsam will, wichtiger wird als das Einzelinteresse", so Richter.
Nach der gemeinsamen Sitzung der beiden Fachausschüsse in der kommenden Woche geht es mit der Kulturplanung bis Ende Juni an vier Terminen weiter:
- 16.2.2013: Stärken-Schwächen-Analyse - Wo läuft's, wo hakt's?
- 27.4.2013: Visionskonferenz - Wo wollen wir hin?
- 5.6.2013: Von der Vision zur Idee - Was brauchen wir dazu?
- 22.6.2013: Von der Idee zur Wirklichkeit - Wie gehen wir's an?
Alle Treffen finden in der Volkshochschule statt und sind, wie Wolfgang Streblow, betont "immer für jeden offen". Dabei hoffen er und seine Mitstreiter auch auf den so genannten "Schneeballeffekt": "Jeder der kommen will, überzeugt am besten direkt einen weiteren Freund, Arbeitskollegen oder Nachbarn zum Mitkommen, sodass wir dann am Ende eine richtig kreative Mischung aus vielen Lippstädtern haben, die ihre Ideen in die Kulturentwicklung einbringen."
INFORMATION
Fachdienst Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt
Tel.: 02941/ 980-284
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