[WestG] [AKT] Gedaechtnis und Erinnerung - Erinnerungsorte in Bochum und im Ruhrgebiet, Bochum, 23.10.2012-29.01.2013

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Okt 22 13:29:36 CEST 2012


Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 16.10.2012, 09:13 
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Gedächtnis und Erinnerung -
Erinnerungsorte in Bochum und im Ruhrgebiet
23. Oktober 2012 - 29. Januar 2013

Das Konzept der Erinnerungsorte ist seit Pierre Noras "lieux de 
mémoire"-Projekt aus den 1980er Jahren unglaublich populär. 
Dabei sind Erinnerungsorte mitnichten an Räume gebunden; auch 
Klassen haben Erinnerungsorte, ebenso Generationen, Religionen, 
Migranten und andere, nicht primär räumlich definierte Gruppen. 
Wie kommt es, dass Erinnerung und spezifische Erinnerungsorte 
gegenwärtig eine so rasante Konjunktur haben? Und wie ist das 
Verhältnis von konstruierter Erinnerung und ebenso 
konstruierter Identität?

In der neuen gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Instituts für 
soziale Bewegungen im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets und 
des Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte wollen 
wir versuchen, das theoretische und methodische Konzept der 
Erinnerungsorte auf Bochum und das Ruhrgebiet zu übertragen. 
Wir stellen Erinnerungsorte des Industriezeitalters vor und 
fragen danach, wie brauchbar diese Idee ist, um regionale 
Erinnerungshaushalte und Identitäten auszuloten.

Den Auftakt der Reihe bildet ein Projekt, das auch die Zukunft 
im Blick hat. Ein Jahr lang war Mirjam Strunk, Regisseurin von 
Dokuprojekten, "Auf der Suche nach dem Gedächtnis des 
Ruhrgebiets" unterwegs, sammelte Erinnerungen und Visionen. 
"Erfindet eine Gesellschaft sich neu, indem sie sich erinnert?",
 wollte sie wissen. Und: "Muss die Jugend in der Vergangenheit 
blättern, um ihre Zukunft lesen zu können?" Das "Gedächtnis des 
Ruhrgebiets" war ein Kulturhauptstadt- Projekt der 
Schauspielhäuser Bochum und Essen. Als Multimedia-Installation 
der Szenografin Cordula Körber macht es nun im Bochumer Zentrum 
für Stadtgeschichte an der Wittener Straße 47 Station.

Die Veranstaltungen zu "Gedächtnis und Erinnung" richten sich 
an Studierende und die außeruniversitäre Öffentlichkeit 
gleichermaßen. Sie sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Stefan Berger
Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum

Ingrid Wölk
Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte


INFO

Programm (die ersten beiden Termine)

Dienstag, 23. Oktober 2012, 18.00 Uhr
Das Gedächtnis des Ruhrgebiets
Lesung und Diskussion mit Mirjam Strunk
Ort: Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 18.00 Uhr
Opel in Bochum
Manfred Wannöffel (Ruhr-Universität Bochum)
Anschließend Filmdokumentation 30 Jahre Opel in Bochum
Ort: Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte


Veranstaltungsorte

Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47

Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
Institut für soziale Bewegungen
Clemensstr. 17-19



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