[WestG] [AUS] Nur noch drei Wochen "Goldene Pracht", Muenster, bis 28.05.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mai 9 10:08:26 CEST 2012
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 07.05.2012, 14:25
AUSSTELLUNG
Nur noch drei Wochen "Goldene Pracht" in Münster
Zum Besuch der großen Mittelalter-Ausstellung bleibt bis
Pfingstmontag Zeit
Drei Wochen noch, dann schließt die
große Mittelalter-Ausstellung "Goldene Pracht" in Münster ihre
Pforten. "Wer rund 300 herausragende Goldschmiedewerke von
internationalem Rang sehen möchte, hat dazu noch bis zum
Pfingstmontag Gelegenheit", kündigt Projektleiter und
Kunsthistoriker Dr. Olaf Siart an. "Eine Verlängerung der Schau
über den 28. Mai 2012 hinaus ist leider nicht möglich."
Die Präsentation in der Domkammer der Kathedralkirche St.
Paulus und im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte,
die in Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Religion und
Politik" der Uni Münster entstanden ist, zeigt prachtvolle
Schreine und Kelche, kostbare Kreuze und Schmuckstücke des 10.
bis 16. Jahrhunderts. Interessierte, die die Schau nicht an
einem Stück sehen können, haben die Möglichkeit, die zwei
Ausstellungsorte mit demselben Ticket an verschiedenen Tagen zu
besuchen. Am Internationalen Museumstag (Sonntag, 20. Mai) ist
der Eintritt in die Ausstellung frei.
Nach Pfingsten werden die rund 240 nationalen und
internationalen Leihgaben - wie der Marienschrein aus Tournai
in Belgien, der seit Jahrzehnten nicht mehr in Deutschland zu
sehen war, und der Sifridus-Kelch aus dem finnischen Borga - zu
ihren Leihgebern in ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich,
Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien
zurückkehren. Münsterische Stücke werden in ihre
Kirchengemeinden zurückgebracht, die Apostelfiguren des
Domschatzes werden nach Abschluss der Dom-Sanierung wieder am
Zelebrationsaltar des Domes aufgestellt, die Domkammer soll im
Oktober wieder eröffnen. Die Dauer der Ausstellung ist auf drei
Monate begrenzt, weil danach der Altbau des LWL-Landesmuseums
bis zur Neueröffnung des gesamten Hauses 2014 schließen muss,
wie Dr. Siart erläutert. Außerdem dürften viele Archivalien
nicht länger als drei Monate dem Licht ausgesetzt sein.
"Man kann sich nicht sattsehen"
Die Begeisterung der Ausstellungsbesucher lässt sich im
Besucherbuch am Eingang des LWL-Landesmuseums ablesen: "Man
kann sich nicht sattsehen", heißt es darin. "Nicht nur die
Exponate sind wundervoll! Herzlichen Glückwunsch für die
außergewöhnlich gute Präsentation. Das hat Stil!", schreibt ein
weiterer Gast. "Es ist ja eine unglaubliche Fülle von
wertvollen Exponaten zusammengetragen worden. Lohnenswert, sich
die Ausstellung anzusehen!", lautet ein weiterer Eintrag. Und:
"Eine sehr ansprechende und ausführliche Ausstellung. Die Fülle
an Details sowie an Informationen ist eine Bereicherung für das
Münsterland." Schließlich: "Eine sehr gelungene Ausstellung,
die auch unseren Kindern Spaß bereitete."
Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Kooperationsprojekt
des Bistums Münster, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) und des Exzellenzclusters. Der Rundgang durch zwölf Räume
auf 1.500 Quadratmetern bietet die Gelegenheit, die
Goldschmiedekunst Westfalens an einem Ort vereint zu sehen. Die
Gegenüberstellung dieser Exponate, die lange im Verborgenen
blieben, mit internationalen Spitzenwerken zeigt das hohe
Niveau der westfälischen Kunst.
Kennzeichen des Projektes ist die interdisziplinäre
Herangehensweise: "Durch die Zusammenarbeit der Museen mit dem
Exzellenzcluster ist es gelungen, den kunsthistorischen
Blickwinkel mit historischen und theologischen Perspektiven zu
vereinen", sagt der Direktor der Domkammer, Dr. Udo Grote. "So
verdeutlicht die Schau den besonderen künstlerischen Rang der
Werke genauso wie das historische und soziale Umfeld, in dem
sie entstanden."
INFO
Weitere Informationen unter
URL: http://www.goldene-pracht.de
"Religion und Politik" - Der Exzellenzcluster der WWU Münster
Im Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen rund 200
Wissenschaftler aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen
Fächern und elf Ländern. Sie untersuchen das komplexe
Verhältnis zwischen Religion und Politik von der Antike bis zur
Gegenwart und von Lateinamerika über Europa bis in die
arabische und asiatische Welt. Es ist der bundesweit größte
Forschungsverbund dieser Art und von den deutschlandweit 37
Exzellenzclustern der einzige zum Thema Religionen. Bund und
Länder fördern das Vorhaben im Rahmen der Exzellenzinitiative
bis 2012 mit 37 Millionen Euro.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte