[WestG] [AKT] Herausragender Mittelalterforscher: Historiker Prof. Dr. Hagen Keller feiert seinen 75. Geburtstag
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mai 2 11:55:18 CEST 2012
Von: "Pressestelle der WWU Münster" <pressestelle at uni-muenster.de>
Datum: 30.04.2012, 17:30
AKTUELL
Herausragender Mittelalterforscher
Historiker Prof. Dr. Hagen Keller feiert seinen 75. Geburtstag
Prof. Dr. Hagen Keller, von 1982 bis zu seiner Emeritierung
2002 Inhaber des Lehrstuhls Mittelalterliche Geschichte I an
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), feiert am
Mittwoch, 2. Mai, seinen 75. Geburtstag.
Der Historiker war Lehrstuhlinhaber, Direktor des Instituts für
Frühmittelalterforschung an der WWU und Hauptherausgeber der
renommierten "Frühmittelalterlichen Studien". Zudem war er
Mitinitiator und Sprecher eines Sonderforschungsbereichs und
eines Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft
zum interdisziplinären Forschungsfeld der mittelalterlichen
Schriftkultur. In Münster prägte er so nicht nur die
international herausragende Geltung der münsterschen
Mediävistik. Auch die von ihm in einer großen Breite deutsch-
und italienischsprachiger Veröffentlichungen profilierten
Forschungsschwerpunkte - insbesondere zum ottonischen Königtum,
zu den oberitalienischen Kommunen und zur pragmatischen
Schriftlichkeit – gelten heute als prägende Richtungen
innerhalb der historischen Mittelalterforschung.
Hagen Keller hatte Gastprofessuren in Neapel, Florenz und Paris
inne. Er war Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten des
Deutschen Historischen Instituts Rom, des italienisch-deutschen
historischen Instituts Trient sowie in der Royal Historical
Society und in der British Academy. Diese internationale
Vernetzung, so schätzen es Fachkollegen an der WWU ein, ist
"richtungweisend". Hagen Kellers Autorschaft grundlegender
Handbücher insbesondere zur Ottonenzeit gelten als
Standardwerke. Als geschätzter akademischer Lehrer und hoch
angesehener Forscher ist Hagen Keller nach wie vor auf
wissenschaftlichen Veranstaltungen und Kolloquien in- und
außerhalb Münsters präsent und als Ratgeber und Gutachter
gefragt.
Seit 1962 und zuletzt bis 1972 war Hagen Keller Assistent an
der Universität Freiburg, zwischenzeitlich von 1963 bis 1969
und nochmals 1972/73 wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Deutschen Historischen Institut in Rom. Er promovierte 1962 bei
Gerd Tellenbach mit einer Arbeit über das Kloster Einsiedeln
und habilitierte sich 1972 mit einer Studie über die
Führungsschicht der lombardischen Städte im Hochmittelalter.
Seit 1976 und bis zu seinem Wechsel nach Münster arbeitete
Hagen Keller als Professor an der Universität Freiburg.
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