[WestG] [AUS] Montanrevier. Bilder aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien, Bochum, 24.03.-09.06.2012

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Mär 23 10:42:50 CET 2012


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 22.03.2012, 12:31


AUSSTELLUNG

Montanrevier. Bilder aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien
Ausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Im Ruhrgebiet und in Oberschlesien haben Kohle und Stahl die 
Landschaft in ähnlicher Weise geprägt: Fördertürme und Hochöfen 
dominierten hier wie dort als neue Wahrzeichen des 
Fortschritts. Die Ausstellung "Montanrevier" stellt 
reviertypische Bauten aus beiden Regionen, darunter 
Fördergerüste und Bergarbeiterkolonien, einander gegenüber. Der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt die Schau mit 
Fotos von Martin Holtappels, Piotr Muschalik und Thomas 
Stachelhaus vom 24. März bis 9. Juni in seinem Bochumer 
Industriemuseum Zeche Hannover.

"Im Ruhrgebiet und in Oberschlesien weisen gründerzeitliche 
Zechen und Kolonien, aber auch Kirchen und Theatergebäude nicht 
selten die gleiche architektonische Handschrift auf", erklärte 
Kurator Dr. Thomas Parent, stellvertretender Leiter des 
LWL-Industriemuseums, am Donnerstag (22.3.) in Bochum. Die 
Parallelen gründen in der gemeinsamen Geschichte: Bis 1918 
gehörten die beiden Montanreviere komplett zum Deutschen 
Kaiserreich. Die gleichen Konzerne engagierten sich 
deutschland- und europaweit. Einzelne Architekten übernahmen 
Bauaufträge in unterschiedlichen Industrieregionen. So schuf 
Carl Moritz nicht nur das Hotel Handelshof am Essener 
Hauptbahnhof und die Nikolauskirche in Essen-Stoppenberg, 
sondern auch das Stadttheater in Kattowitz.

Obwohl nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche 
Plattenbau-Siedlungen errichtet wurden, konnte Oberschlesien 
vielerorts sein "reviertypisches" Erscheinungsbild bis heute 
bewahren. Das zeigen die Fotos von Piotr Muschalik.

"Die Fotos sollen zur Beschäftigung mit den beiden 
Montanrevieren anregen, mit ihrem typischen Landschaftsbild, 
ihrer Geschichte, ihrer aktuellen Umstrukturierung und ihren 
Zukunftsperspektiven", so Thomas Parent.

Deutsch-polnische Geschichte war schon mehrfach Thema von 
Ausstellungen auf der Zeche Hannover. "Wir freuen uns, dass wir 
in diesem Jahr hier weitere Akzente setzen können", erklärt 
Museumsleiter Dietmar Osses und verweist direkt auf das nächste 
Projekt: Ab 10. Juni geht es in der Ausstellung "Nach Westen", 
die das LWL-Industriemuseum in Kooperation mit der 
Ruhr-Universität Bochum erarbeitet, um Zuwanderung aus 
Osteuropa ins Ruhrgebiet.


Begleitprogramm zur Ausstellung:

So, 22.4. 15 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung mit 
Hintergrundinformationen zu Industriegeschichte und 
Industriekultur im Oberschlesischen Revier und im Ruhrgebiet.

Do, 26.4. 19 Uhr
"Alles ist hier schwarz!" Vortrag von Dr.Thomas Parent zur 
Entwicklung der Industrielandschaft im Ruhrgebiet und in 
Oberschlesien.

So, 17.6. 15 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung mit 
Hintergrundinformationen zu Industriegeschichte und 
Industriekultur im Oberschlesischen Revier und im Ruhrgebiet

Zur Ausstellung, die 2008 erstmals im LWL-Industriemuseum Zeche 
Zollern gezeigt wurde, ist ein zweisprachiger Bildband 
erschienen:

Thomas Parent (Hg.): Montanrevier. Bilder aus dem Ruhrgebiet 
und aus Oberschlesien (Okreg gorniczy. Obrazy z Zaglebia Ruhry 
i z Gornego Slaska), 128 Seiten, Klartext Verlag, Essen 2008 
LWL-Industriemuseum Quellen und Studien 16, ISBN 
978-3-89861-961-5,Preis: 19,80 Euro


Montanrevier. Bilder aus dem Ruhrgebiet und aus Oberschlesien
Fotos von Martin Holtappels, Piotr Muschalik und Thomas 
Stachelhaus sowie Ansichtskarten aus dem Archiv des 
LWL-Industriemuseums
24. März bis 9. Juni (Eröffnung Samstag, 24. März, 15 Uhr)
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
Geöffnet Mi-Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr
URL: http://www.lwl-industriemuseum.de


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte