[WestG] [AUS] "Wir fuer Westfalen", Muenster, 01.-16.03.2012
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Mär 2 11:40:24 CET 2012
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 02.03.2012, 09:02
AUSSTELLUNG
"Wir für Westfalen"
Die sechs LWL-Kommissionen für Landeskunde zeigen mit einer
Ausstellung in Münster ihre Themenvielfalt
Sie packen Themen an, die aktuell viel diskutiert werden, wie
zum Beispiel Straßennamen als Instrumente der Geschichtspolitik
oder die verschiedenen Facetten von Kirchenumnutzungen. Sie
forschen zu den Wegen der Jakobspilger in Westfalen, zu
westfälischen Prominenten und zu Familiennamen: Vom 1. bis zum
16. März zeigen die sechs westfälischen Kommissionen für
Landeskunde beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im
LWL-Landeshaus in Münster die Ausstellung "Wir für Westfalen"
erstmals die Bandbreite der Themen, von Altertumskunde,
Mundart- und Namenforschung, über Literatur, Geografie,
westfälische Geschichte bis hin zu Volkskunde, aufbereitet
unter anderem in Hörstationen, Film und Fotos.
"Mich persönlich beeindruckt immer wieder, dass die
wissenschaftlichen Kommissionen des LWL mit ihrer Mitgliedern
und Projekten in ganz Westfalen präsent sind. Wissenschaft
findet bei uns nicht im Elfenbeinturm statt - im Gegenteil:
eine moderne Medienvielfalt wird genutzt, um den Menschen in
Westfalen die neuesten Erkenntnisse aus sechs
wissenschaftlichen Disziplinen nahezubringen", betonte
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der Ausstellungseröffnung
am Donnerstag (01.03.). "Die wissenschaftlichen Kommissionen
des LWL zeigen mustergültig, wie spannend und bürgernah
Wissenschaft aussehen kann, und das Beste ist: Rund 450
Wissenschaftler arbeiten in den Kommissionen ehrenamtlich mit.
Eine enorme Bereicherung, die mir anhand der großen
Westfalenkarte in der Ausstellung, in die alle Mitglieder mit
ihren Wohnorten eingetragen wurden, erst so richtig klar
geworden ist", freut sich der Vorsitzende des
LWL-Landschaftsversammlung Dieter Gebhardt.
"Die vielfältigen Angebote sind in der Bevölkerung, bei unseren
Partnern in den Städten und Gemeinden sowie bei den
LWL-Beschäftigten viel zu wenig bekannt", sagt Dr. Rudolf
Grothues von der Geographischen Kommission. "Wir wünschen uns
mit der Ausstellung, noch mehr Menschen für spannende Themen
der Kulturgeschichte in Westfalen zu begeistern", ergänzt
Christiane Cantauw von der Volkskundlichen Kommission.
Gartenkultur und Abiturfeiern, das Droste-Portal, ein
Internet-ABC der westfälischen Literatur, Flurnamen, die
Landesgeschichte erzählen und Funde des Mittelalters, die im
Computertomografen untersucht wurden: Diese und mehr Themen
zeigt die Ausstellung auch für wissenschaftliche Laien
verständlich. "Wir möchten in dieser Ausstellung ebenso auf
unsere Serviceleistungen für jeden Interessierten aufmerksamen
machen", sagt Dr. Anna Grabkowsky, von der Historischen
Kommission. So betreuen die 21 hauptamtlichen gemeinsam mit den
ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Kommissionen zum Beispiel
das Literaturportal Westfalen, das Volkslied- und Tonarchiv,
das Internetportal Familiennamengeografie oder das
Onlinelexikon westfälischer Autoren.
Die Schau bietet unterschiedlichste Möglichkeiten zur
Information: "Wir haben dafür gesorgt, dass während der
gesamten Ausstellungsdauer Ansprechpartner vor Ort sind, die
auf die Fragen der Besucher kompetent Auskunft geben können.
Sie stehen auf Anfrage mit Zusatzinformationen oder Anregungen
gern zur Verfügung", betont Dr. Markus Denkler von der
LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung.
Hintergrund
Forschen, vernetzen und präsentieren - mit diesen Schlagwörtern
lässt sich die Arbeit der Altertumskommission, der
Geographischen Kommission, der Literaturkommission, der
Kommission für Mundart- und Namenforschung, der Historischen
Kommission und der Volkskundlichen Kommission beschreiben. Dr.
Walter Gödden von der Literaturkommission: "Die sechs
Kommission, die zwischen 1896 (Historische Kommission) und 1998
(Literaturkommission) gegründet wurden, haben alle ihre ganz
eigene Geschichte und Struktur. Das zeigt sich auch in der
Ausstellung". So sieht es auch Dr. Vera Brieske von der
Altertumskommission: "Organisatorisch gibt es viele
Gemeinsamkeiten, aber die Ausstellungsbesucher werden schnell
feststellen, dass die Herangehensweise und auch die Ergebnisse
der Arbeit im einzelnen ausgesprochen facettenreich sind. Genau
das ist unsere Stärke: Aus der Sicht von sechs verschiedenen
Fachrichtungen wird Westfalen-Lippe erforscht und dokumentiert."
Die sechs wissenschaftlichen Kommissionen im LWL bilden seit
Jahrzehnten ein Instrument der regionalen Landesforschung auf
den Gebieten Archäologie, Geographie, Geschichte, Literatur,
Mundart- und Namenforschung sowie Volkskunde. Die vom LWL
unterhaltenen Geschäftsstellen der Kommissionen koordinieren
und kanalisieren einen produktiven Forschungstransfer, der in
Europa einzigartig ist. Dadurch werden Forschungsimpulse in die
Kommunen und Kreise Westfalens getragen.
INFO
Wir für Westfalen Ausstellung über die Arbeit der sechs
Kommissionen für Landeskunde beim LWL
Gefördert von der LWL-Kulturstiftung
1. bis 16. März, montags bis freitags, 9 bis 17 Uhr
Führungen nach Vereinbarung
Bürgerhalle des LWL-Landeshauses
Freiherr-vom-Stein Platz 1
Münster
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte