[WestG] [AKT] Große Mehrheit fuer Burg-Vorschlaege
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Mär 1 10:54:43 CET 2012
Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 29.02.2012, 12:05
AKTUELL
Große Mehrheit für Burg-Vorschläge
Mit den Stimmen von CDU, SPD, UWG sowie Die Linke und gegen das
Votum von FDP und Bündnis90/Die Grünen beschlossen die
Mitglieder des Kreiskulturausschusses die von der Verwaltung
vorgeschlagenen organisatorischen Änderungen bei den Museen des
Kreises auf der Burg Altena nach der Inbetriebnahme des
Erlebnisaufzuges. Die Politiker beauftragten die Verwaltung
zudem mit deren Umsetzung und den notwendigen
Abstimmungsgesprächen mit der Stadt Altena.
Auf insgesamt 21 Seiten hatte eine Arbeitsgruppe des Kreises
ihre Vorschläge für Zeit "mit dem Burgaufzug" formuliert und 16
Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Nicht alle fanden die
uneingeschränkte Zustimmung der Kulturpolitiker bei deren
Sitzung im Festsaal der Burg. So forderte CDU-Fraktionschef
Detlef Seidel die Betriebszeiten des Aufzuges nicht an die
Öffnungszeiten der Museen zu koppeln. "Wir müssen den Aufzug
auslasten, auch wenn die Museen geschlossen sind." Seidel
forderte dazu eine Absprache mit der Gastronomie. Die
Zusammenarbeit mit der Gastronomie müsse verbessert werden.
Seidel: "Das muss fluppen."
Wie alle Ausschuss-Mitglieder zeigte sich auch der CDU-Mann
erfreut darüber, dass der Zugang zum oberen Burghof künftig
generell kostenfrei sein soll. Damit sei ein ewiges Streitthema
endgültig vom Tisch. Dass man noch mehr hätte vorschlagen
können, sah Udo Böhme (SPD) so. "Aber das hier ist schon in
Ordnung. Man muss ja auch die Kosten im Auge behalten." Und die,
so listete die Verwaltung auf, werden sich voraussichtlich auf
270.000 Euro belaufen. Kreisdirektorin und
KulturFachbereichsleiterin Barbara Dienstel-Kümper legte Wert
auf die Feststellung, dass nicht alle Haushaltsmittel aus dem
Kulturetat aufgebracht werden müssen. "Die 70.000 Euro teure
Sanierung der Toilettenanlage ist ohnehin nötig. Die Mittel
sind im Haushalt des Gebäudemanagements für dieses Jahr
eingeplant."
Kritik an den Vorschlägen der Verwaltung kam von der FDP und
den Bündnisgrünen. "Die Einzelbeschreibungen sind ja ganz nett
- aber uns fehlt das große Ganze. Ich hätte mir gewünscht, wir
hätten darüber mal mit Fachleuten gesprochen, mit Leuten, die
sich auskennen", so FDP-Fraktionsvorsitzender Axel Hoffmann. Er
sah noch reichlich offene Fragen: "Wie ist die Gastronomie
eingebunden? Wie sieht das Erlebnis-Konzept aus? Gibt es
touristische Fragestellungen und wen ja, welche sind das?" Auch
Geza Lang kritisierte für die Bündnisgrünen: "Mit einem Konzept
hat das nichts zu tun." Die Grünen störten sich vor allem an
den 40.000 Euro zusätzlichen Personalkosten für einen
Mitarbeiter, der die Burggäste begrüßen und ihnen Hilfestellung
bei der Orientierung geben soll.
Gute Nachrichten von den Besucherzahlen hatte Museumsleiter
Stephan Sensen in die Ausschusssitzung mitgebracht. Sie stieg
auf der Burg Altena im vergangenen Jahr um 7.590 (13,2 Prozent)
auf 65.033 gegenüber 2010. Auch das Deutsche Drahtmuseum konnte
zulegen, um 984 Besucher auf 13.201 - ein Zuwachs um 8,1
Prozent. Die Luisenhütte in Balve-Wocklum besichtigten 5.205
Ausflügler - 271 (5,5 Prozent) mehr als noch ein Jahr zuvor.
Auf einem guten Weg ist auch die Patenschaft der Philharmonie
Südwestfalen für das Märkische Jugendsinfonieorchester. Die
Kreisdirektorin berichtete, der Landrat des Kreises
Siegen-Wittgenstein stehe dem positiv gegenüber und habe
Kontakt zum Intendanten sowie dem Dirigenten der Philharmonie
aufgenommen.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte