[WestG] [AKT] Entwicklung der Besucherzahlen der Museen des Maerkischen Kreises 2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jan 12 11:49:51 CET 2012


Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 05.01.2012, 11:54


AKTUELL

Entwicklung der Besucherzahlen der Museen des Märkischen 
Kreises 2011

Die Museen des Märkischen Kreises erlebten 2011 einen 
Besucherandrang wie seit Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden 
83.439 Besuche in den Museen Burg Altena, im Deutschen 
Drahtmuseum und in der Luisenhütte Wocklum gezählt. Das sind 
8.845 oder fast 12 Prozent mehr als 2010. Der Anteil der 
museumspädagogisch betreuten Personen erhöhte sich von 22 auf 
24 Prozent. Es fanden 1.528 Führungen mit 20.327 geführten 
Personen statt – 25 bzw. 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Besucherzahl der Museen Burg Altena stieg 2011 gegenüber 
dem Vorjahr deutlich um 7.590 Besuche oder 13 Prozent auf 
65.033 Besuche. Die Mitte 2000 eröffnete neue Dauerausstellung 
kann nun auf insgesamt 742.840 Besuche zurückblicken. "Die 
Dauerausstellung, die Sonderausstellungen, die 
museumspädagogischen Angebote und die Veranstaltungen werden 
von den Besuchern nach wie vor als attraktiv empfunden. Die 
museale Angebotspalette zeigt, dass ein hoher Bildungsanspruch 
und eine publikumswirksame Aufbereitung der Inhalte sich nicht 
ausschließen. So konnte die Burg Altena ihre Spitzenposition 
unter den Museen Südwestfalens klar behaupten", freut sich 
Museumsleiter Stephan Sensen.

Großen Anteil an diesem Erfolg hatte die Sonderausstellung „Vom 
Burgfräulein zum Punk – Frisuren im Wandel der Zeit. Die 
Sammlung Rofkar-Wende“, die bis Mai 2011 lief. Das 
museumspädagogische Begleitprogramm zu dieser Präsentation 
wurde ebenfalls sehr gut angenommen. Auch die Events, also das 
zusammen mit der Stadt Altena veranstaltete große 
Mittelalterspektakel sowie im kleineren Rahmen der 
mittelalterliche Weihnachtmarkt trugen zu den guten Ergebnissen 
bei: Während dieser Veranstaltungen besichtigten 6.498 Menschen 
auch die Dauerausstellung, was fast 10 Prozent der gesamten 
Besuchszahlen ausmacht.

Trotz des demografischen Wandels stieg auch die Frequentierung 
durch Schulklassen wieder deutlich an. In den Museen Burg 
Altena fanden 1.288 Führungen mit 16.605 Personen statt – das 
sind fast 29 Prozent bzw. 24 Prozent mehr als 2010. Der Anteil 
der museumspädagogisch betreuten Besuche lag mit nahezu 26 
Prozent über dem Vorjahresniveau von rund 23 Prozent. Nach wie 
vor zählen die museumspädagogischen Programme der Museen des 
Märkischen Kreises zu den am intensivsten nachgefragten 
Angeboten aller Museen in Westfalen.

Da das Drahtmuseum vor allem über die Kombikarte an die Museen 
Burg Altena angebunden ist, entwickelten sich dort die 
Besuchszahlen ähnlich positiv. Mit 13.201 Besuchen hatte es 984 
bzw. 8 Prozent Besuche mehr als 2010 zu ver-zeichnen. Die Ende 
April 1999 eröffnete neue Dauerausstellung zählte bislang 
insgesamt 162.591 Besuche. Der Jahrestrend machte sich auch bei 
der Nachfrage der museumspädagogischen Programme des Deutschen 
Drahtmuseums bemerkbar. Es fanden 151 Führungen mit zusammen 
2.272 Personen statt, also rund 33 Prozent mehr Führungen bzw. 
52 Prozent mehr geführte Personen als 2010. Der Anteil der 
museumspädagogisch betreuten Besuche stieg ebenfalls stark auf 
17 Prozent gegenüber 12 Prozent im Vorjahr. Auch dieses 
branchenspezifische Spezialmuseum profitierte von der 
Wechselausstellung zu den Frisuren, da diese in den beiden 
Sonderausstellungsräumen auf der Burg und im Drahtmuseum 
präsentiert wurde.

Die Zahlen der Luisenhütte Wocklum stiegen 2011 auf 5.205 
Besuche; das sind 271 oder knapp 6 Prozent mehr als im Vorjahr. 
Seit der Neueröffnung im Mai 2006 wurden mittlerweile 42.587 
Besuche verbucht. Doch der Zuwachs lag vor allem an der guten 
Frequentierung des Industriekultur-Festivals "Luise heizt ein", 
das 2010 rund 2.000 Gäste und damit etwa 700 Besucher mehr als 
im Jahr davor hatte. Die Zahlen ohne die Museumsbesucher 
während dieses Events hingegen entwickelten sich rückläufig. 
Dies betraf auch die Museumspädagogik: 2011 fanden 89 Führungen 
mit insgesamt 1.450 Personen statt. Das waren 16 Prozent 
weniger Führungen bzw. rund 10 Prozent weniger geführte 
Personen als 2010. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten 
Besuche sank von rund 33 auf 28 Prozent. Nach wie vor gilt die 
Feststellung, dass das Potenzial der sehr abseits gelegenen 
Luisenhütte noch nicht voll ausgeschöpft ist: Zwar geben die 
Besucher ausschließlich begeisterte Kommentare ab, äußern aber 
häufig, dass sie dieses Ausflugsziel eher zufällig entdeckt 
haben.


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