[WestG] [AKT] Start im Osten der Region: Westfalen schaerft sein Denkmal-Profil in Buchform

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jan 12 11:18:18 CET 2012


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 11.01.2012, 15:12


AKTUELL

Start im Osten der Region: Westfalen schärft sein 
Denkmal-Profil in Buchform

LWL und Stadt Warburg schließen Vertrag für ersten Band der 
neuen Publikationsreihe zum baulichen Erbe

Die Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 
(LWL), Dr. Barbara Rüschoff-Thale, und der Bürgermeister der 
Stadt Warburg, Michael Stickeln, tauschten am Mittwoch, 11. 
Januar, im historischen Rathaus der Stadt Warburg den Vertrag 
für die Erstellung des ersten Bandes der westfalenweiten 
Buchreihe DENKMÄLER IN WESTFALEN aus. Unter der fachlichen 
Leitung der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in 
Westfalen (LWL-DLBW) bringt sich die Stadt Warburg damit als 
erste Kommune in Westfalen-Lippe in die bundesdeutsche Reihe 
DENKMALTOPOGRAPHIE DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ein. Diese 
Reihe dokumentiert seit den frühen 1980er Jahren in bisher fast 
200 Bänden das bauliche Erbe der Bundesländer. "Es ist 
besonders erfreulich, dass die Stadt Warburg mit ihrem 
hervorragenden und vielfältigen Denkmalbestand am Anfang der 
vom LWL initiierten Buchreihe steht", unterstrich die 
LWL-Kulturdezernentin.

"Keine andere Publikationsform informiert in Texten, Bildern 
und Karten so umfassend, systematisch und vor allem 
flächendeckend über den gesamten Denkmalbestand einer Region", 
erläuterte Dr. Markus Harzenetter, Landeskonservator und Leiter 
der LWL-DLBW. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sei 
die Dokumentation und Erforschung von Denkmälern eine zentrale 
Aufgabe der Denkmalinventarisation in Westfalen. Ein über die 
Zeit erweiterter Denkmalbegriff schließe heute nicht nur 
Kunstdenkmäler, sondern auch andere Gattungen wie technische 
Kulturdenkmäler und bäuerliche Privatbauten ein. Daher sei in 
den 1970er Jahren der Wunsch nach einem umfassenden Überblick 
über den gewachsenen vielfältigen Denkmalbestand bei 
beschleunigter Bearbeitungsdauer entstanden.

Dr. Michael Huyer, Referatsleiter der LWL-Inventarisation und 
Bauforschung und selbst Autor von Denkmaltopographien, wies 
darauf hin, dass die nun begonnene westfälische 
Denkmaltopographie in den einzelnen Bänden jeweils einen 
Landkreis oder eine kreisfreie Stadt betrachtet. In einer reich 
bebilderten Einleitung, einem alphabetisch nach Straßennamen 
geordneten Katalogteil und einem abschließenden farbigen 
Kartenteil werden alle Bau- und Kunstdenkmäler wie auch 
Denkmalbereiche dokumentiert. Die einzelnen Bände dienen in 
allgemein verständlicher Sprache gleichermaßen als 
Nachschlagewerke für Heimatinteressierte wie auch als 
Planungshilfen für Gemeindevertreter, Behörden und 
Planungsbüros.

"Eine so umfassende Denkmaldokumentation hält auch unter 
touristischem Blickwinkel wertvolle Hinweise bereit", 
unterstrich Bürgermeister Michael Stickeln die Bedeutung des 
Buchprojektes für die Stadt Warburg. Der reiche Denkmalbestand 
mit rund 400 eingetragenen Denkmälern beschränke sich nicht nur 
auf Fachwerkbauten aus dem Spätmittelalter, sondern schließe 
auch Bauten des 20. Jahrhunderts ein.

Mit Dr. Gotthard Kießling konnte ein ausgewiesener 
Kunsthistoriker und erfahrener Autor von Denkmaltopographien 
gewonnen werden. Seit dem 2. Januar arbeitet er für zwei Jahre 
im Verwaltungsrathaus der Stadt Warburg in der Bahnhofstraße. 
Es sei mit vielen neuen Hinweisen auf die Bau- und 
Stadtgeschichte zu rechnen, freut sich Kießling auf die Arbeit 
am ersten Band der DENKMÄLER IN WESTFALEN.

Hintergrund
Die nun begonnene Reihe Denkmaltopographie hat das Ziel, alle 
Denkmäler eines Kreises oder einer Stadt flächendeckend, 
vollständig und kompakt darzustellen. Jeder Band gliedert sich 
in drei Teile. In der reich bebilderten Einleitung wird die 
betreffende Denkmallandschaft mit ihrer naturräumlichen 
Situation wie auch ihrer siedlungsgeschichtlichen, 
territorial-politischen und wirtschaftlichen Entwicklung usw. 
vorgestellt. Breiten Raum nimmt ein Abriss über die 
Gebäudetypologien, Stilformen und Baustoffe ein. Im 
anschließenden Katalogteil werden sämtliche Denkmäler mit Blick 
auf die Denkmalbegründung und mit mindestens einem Bild 
vorgestellt. Ergänzt wird die alphabetische Erfassung nach 
Straßennamen durch einen Kartenteil, der großräumliche 
Zusammenhänge mit farbigen Liegenschaftskarten, Baualtersplänen 
und Sonderkarten verdeutlicht.


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