[WestG] [AKT] Vortrag: Der "Schwarze Tod" auf Burg Altena, Altena, 26.10.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Okt 20 10:38:33 CEST 2011


Von: "Märkischer Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 19.10.2011, 15:40


AKTUELL

Der "Schwarze Tod" auf Burg Altena
Freunde der Burg laden zum Vortrag ein

"Der Schwarze Tod und sein Gefolge in Rheinland-Westfalen 
(1349/50-1600)", so lautet ein Vortrag des Augsburger 
Historikers Dr. Kay Peter Jankrift, zu dem die "Freunde der 
Burg Altena" am Mittwoch, 26. Oktober 2011, 19.00 Uhr, in den 
Festsaal der Burg Altena einladen.

Yersinia pestis lautet der Name des Pestbakteriums, das auch im 
21. Jahrhundert jedes Jahr Hunderte von Menschen in Asien, 
Afrika, Russland und den USA tötet. Wie die Pestwelle auf 
Madagaskar vom Frühjahr dieses Jahres zeigt, hat die Geißel des 
Mittelalters bis auf den heutigen Tag nichts von ihrem 
Schrecken verloren. In aktuellen Untersuchungen von Pestopfern 
aus dem 14. Jahrhundert stellten deutsche und kanadische 
Wissenschaftler fest, dass sich der Erreger seither kaum 
verändert hat.

Haben die Infizierten heute bei einer rechtzeitigen Behandlung 
mit Antibiotika gute Heiligungschancen, bedeuteten die 
schwarzblauen Pestbeulen früher den nahen und qualvollen Tod. 
Gegen das große Sterben, das vom Mittelalter bis ins 17. 
Jahrhundert in unregelmäßigen Abständen das Abendland 
heimsuchte, war kein Kraut gewachsen. In ihrer Not und 
Verzweiflung vertrauten die Menschen obskuren Wundermitteln, 
erflehten den Beistand der populären Pestheiligen Rochus oder 
St. Sebastian und begaben sich auf die fatale Suche nach den 
vermeintlichen "Brunnenvergiftern".

1347 war der schwarze Tod erstmals in Europa aufgetreten und 
hatte in einer ersten Welle bis 1351 die Gesamtbevölkerung um 
etwa ein Drittel dezimiert. Auch im Rheinland und in Westfalen 
hinterließ die Seuche in den Städten riesige Leichenberge und 
beeinflusste maßgeblich die soziale, wirtschaftliche und 
kulturelle Entwicklung der Region. Die Auswirkungen der 
zahlreichen Seuchenzüge und die Reaktion der Zeitgenossen auf 
das wiederkehrende Grauen untersucht der Augsburger Historiker 
Dr. Kay Peter Jankrift in seinem Vortrag. Der Eintritt ist frei.


INFO

Weitere Informationen im Internet unter 
URL: www.freunde-der-burg-altena.de 
Tel.: 02352/966-7055 
(Dr. Christiane Todrowski)

Freunde der Burg Altena e.V.
Südstraße 10
58762 Altena
Tel.: (02352) 958 10
Fax: (02352) 958 112
E-Mail: post at freunde-der-burg-altena.de


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