[WestG] [AUS] "Spuren in Riga", Bocholt, bis 15.12.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Nov 7 10:46:11 CET 2011


Von: "Stadt Bocholt" <info at presse-service.de>
Datum: 03.11.2011, 14:10


AUSSTELLUNG

"Spuren in Riga"
Ausstellung ist noch bis zum 15. Dezember 2011 zu sehen

"Spuren in Riga" ist eine Fotoausstellung überschrieben, die 
noch bis Mitte Dezember im Medienzentrum zu sehen ist. Sie 
verbindet Fotos, die Schüler der Hohe-Giethorst-Schule 2010 in 
der Gedenkstätte Riga-Biekerniki gemacht haben mit einer 
Ausstellung von Pax Christi Münster in den Vernichtungslagern 
um Riga.

Dort wurden über 30.000 Juden aus Deutschland, Österreich, der 
Slowakei und Tschechien ermordet. Der Volksbund deutscher 
Kriegsgräberfürsorge hat die Gedenkstätte in Riga-Biekerniki 
geschaffen. Anlass für die Ausstellung ist die Deportation von 
25 Bocholterinnen und Bocholtern jüdischen Glaubens am 10. 
Dezember 1941 nach Riga, nur zwei überlebten: Henny Hochheimer 
und Meta Metzger konnten 1945 in das kriegszerstörte Bocholt 
zurückkommen.

Der Volksbund, Bezirksverband Bocholt, hat den VHS-Arbeitskreis 
Synagogenlandschaft gebeten, diese Ausstellung anlässlich der 
70. Wiederkehr der Deportationen zu zeigen.

Während der Abschlussveranstaltung zur Ausstellung am 15. 
Dezember 2011 werden neben den damaligen Schülern Marie 
Nientimp, Mirco Essingholt, Darwin Buckermann sowie Marvin Raab 
auch Klaus Held, Lehrer an der Hohe-Giethorst-Schule, sowie als 
Vertreter des Volksbundes, Jochen Methling, über diese Reise 
nach Riga berichten.

Daneben bietet der Arbeitskreis, der für Bocholt die Aufgaben 
des Riga-Komitees wahrnimmt, zwei Veranstaltungen an, mit denen 
an das Unrecht der Deportation vor siebzig Jahren erinnert 
wird: Nach der Kranzniederlegung an der Synagogengedenkstätte 
am 9. November um 19.30 Uhr werden Hermann Oechtering und Josef 
Niebur um 20 Uhr im Pfarrheim St. Georg, St. Georg-Platz 1, 
Bocholt unter dem Titel "In der Nacht vom 9. November 1938 
wurde uns die Wohnung kaputt geschlagen" über die Bocholter 
Familie Hochheimer berichten, die am 10. Dezember 1941 nach 
Riga deportiert wurde.

Mit "Verdeckte Spuren entdecken" ist ein Stadtgang zu Orten 
dieser Deportationen in Bocholt überschrieben. Auf einem 
geführten Gang durch Bocholt werden die Stolpersteine vor den 
Häusern der Innenstadt aufgesucht, in denen BocholterInnen 
jüdischen Glaubens ursprünglich wohnten. Treffpunkt für den 
Stadtrundgang ist am Donnerstag, 17. November 2011, 16.30 Uhr 
neben dem Gebäude der ehemaligen Clemens-Dülmer-Schule, Im 
Bollwerk.


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