[WestG] [KONF] "Funktion und Gebrauch mittelalterlicher Goldschmiedekunst", Koeln, 16./17.06.2011

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Mai 25 11:00:35 CEST 2011


 Von: "Petra Marx" <petra.marx at lwl.org>
Datum: 23.05.2011, 11:48 
 

TAGUNG
 
Mittelalterliche Goldschmiedekunst in Westfalen 
Expertentreffen in Köln zur Vorbereitung der Ausstellung 
"Goldene Pracht"

Zur Vorbereitung der münsterischen Ausstellung "Goldene Pracht" 
2012 treffen sich Mitte Juni Kunst- und Mittelalter-Historiker 
aus Deutschland, Österreich und Frankreich an der Universität 
Köln. Die Tagung "Funktion und Gebrauch mittelalterlicher 
Goldschmiedekunst" untersucht eine breitgefächerte Auswahl von 
Schreinen und Reliquiaren sowie Chormantelschließen und 
Buchdeckel in ihrer vielfältigen Verwendung vom 
Gebrauchsgegenstand bis zum Andachtsobjekt. Die Konferenz ist 
dritter Teil der Reihe "Kunst und Liturgie". Sie tagt vom 16. 
bis 17. Juni in Hörsaal XXIII im WiSo-Gebäude der Universität 
zu Köln, Universitätsstraße 24.

Im Mittelalter genoss Goldschmiedekunst eine große 
Wertschätzung, zum einen wegen der kostbaren Materialien und 
der hohen Kunstfertigkeit der Objekte, zum anderen wegen ihrer 
bedeutenden Rolle im kirchlichen und weltlichen Zeremoniell. 
Für das Allerheiligste, den Altar, das Sakrament und die 
Reliquien der Heiligen, erschien nur edles Material angemessen, 
ebenso für die Insignien der Herrscher, Fürsten und Städte. 
Auch im privaten Bereich fand Goldschmiedekunst Verwendung für 
Schmuck, Gefäße und Siegel.

Die Ausstellung "Goldene Pracht - Mittelalterliche Schatzkunst 
in Westfalen" ist vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 im 
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und in der 
Domschatzkammer in Münster zu sehen. Sie widmet sich dem Thema 
erstmals mit einem breiten interdisziplinären Ansatz. 
Initiatoren und Kooperationspartner der Ausstellung sind der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), das Bistum Münster 
sowie der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der 
Universität Münster.

 
Programm 
Donnerstag 16.6.2011 
14.00 - 14.15 Marx/ Kempkens/ Wittekind/ Seeberg: Begrüßung

14.15 - 15.00 Albert Gerhards/ Bonn: "Würdig und schön" - 
Goldschmiedekunst im Dienst der Liturgie

15.00 - 15.45 Birgitta Falk/ Essen: Das Essener Kapitelskreuz

16.15 - 17.00 Ulrike Surmann/ Köln: Die Reliquienkreuze aus dem 
Schatz der Dominikanerkirche in Lüttich - Zum Stand der 
Forschung

17.00 - 17.45 Hildegard Schäfer/ Münster: Der 
Suitbertus-Schrein in Kaiserswerth und seine 
liturgische-funktionale Einbindung

17.45 - 18.15 Dorothee Kemper/ Hildesheim: Der 
Dreikönigenschrein im Kölner Dom unter funktionalen Aspekten

Fahrt zum Kölner Dom/Domschatzkammer

18.30 - 20.00 Leonie Becks/ Dorothee Kemper: Führung im Kölner 
Domschatz und Domchor


Freitag, 17.6.2011 
9.00 - 9.45 Pierre-Alain Mariaux/ Neuchâtel: Gebrauchs- und 
Geschichtsspuren an mittelalterlichen Reliquiaren. Beispiele 
aus dem Schatz von St. Maurice d‘ Agaune

9.45 - 10.30 Bernadette Burchard/ Münster: Westfälische 
Kirchenschätze im Mittelalter

11.00 - 11.45 Petra Marx/ Münster: Stifterbilder in der 
mittelalterlichen Goldschmiedekunst

11.45 - 12.30 Melanie Prange/ Rottenburg: Der Reliquienarm der 
Beatrix von Holte

14.00 - 14.45 Martina Junghans/ Köln: Körperteilreliquiare im 
liturgischen Gebrauch

14.45 - 15.30 Gia Toussaint/ Hamburg: Die Ästhetik des 
Fragments. Überlegungen zu Spolien und Reliquien in der 
mittelalterlichen Goldschmiedekunst

16.00 - 16.45 Evelin Wetter/ Leipzig-Riggisberg: 
Mittelalterliche Vasa Sacra im frühneuzeitlichen Ungarn und 
Siebenbürgen. Ihre Handhabung im konfessionellen Diskurs

16.45 - 17.05 Marina Cremer/ Köln: Niederrheinische 
Goldschmiedekunst im konfessionellen Spannungsfeld

17.20 - 17.40 Jitka Ehlers/ Köln: Intermediale 
Text-Bild-Verbindungen auf vasa sacra des Hochmittelalters

17.40 - 18.00 Marika Halbach/ Wien-Köln: Das Triptychon von 
Alton Towers: Form und Funktion

18.00 - 18.20 Birgitta Falk, Anke Freund/ Essen: 
Werkstattbericht zum Theophanueinband
 
 
Veranstalter: 
Prof. Dr. Susanne Wittekind und Dr. Stefanie Seeberg/ 
Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln

Dr. Petra Marx / LWL-Landesmuseum für Kunst und 
Kulturgeschichte (Westfälisches Landesmuseum), Münster;

Holger Kempkens M.A. / Generalkapitel des Bistums Münster, 
Gruppe Kunstpflege
 
Förderer und Kooperationspartner: 
Zentrum für Mittelalterstudien der Universität zu Köln  
LWL-Landesmuseum Münster 
Bistum Münster  
Exzellenzcluster "Religion und Politik"  
 

INFO
 
Veranstaltungsdaten: 
Tagung "Funktion und Gebrauch mittelalterlicher 
Goldschmiedekunst" zur Vorbereitung der Ausstellung "Goldene 
Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen" 2012
Datum: 16./17. Juni 2011
Universität zu Köln
WiSo-Gebäude, Hörsaal XXIII
 
Kontakt:
Prof. Dr. Suanne Wittekind
Institut für Kunstgeschichte der Universität Köln
An St. Laurentius 8 
50931 Köln
E-Mail: susanne.wittekind at uni-koeln.de 


Der LWL im Überblick:  
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als
Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen
in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17
Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit
Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der
Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die
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