[WestG] [AKT] Muensters Stadtarchaeologin Dr. Aurelia Dickers ist neue Vorsitzende der Altertumskommission fuer Westfalen beim LWL

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Mai 23 11:14:57 CEST 2011


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 20.05.2011, 15:14


AKTUELL

Münsters Stadtarchäologin Dr. Aurelia Dickers ist neue 
Vorsitzende der Altertumskommission für Westfalen beim LWL

Die Altertumskommission für Westfalen beim Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe (LWL) hat erstmals eine Frau an ihrer Spitze. 
Die Mitglieder wählten bei ihrer Jahreshauptversammlung in 
Höxter Dr. Aurelia Dickers zur neuen Vorsitzenden. Der 
bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Torsten Capelle, gab 
den Vorsitz aus Altersgründen ab. Er bleibt der Kommission 
jedoch als stellvertretender Vorsitzer weiterhin erhalten. Dr. 
Walter Melzer, bisheriger stellvertretender Vorsitzender, und 
Prof. Dr. Wolfgang Ebel-Zepezauer wurden zu wissenschaftlichen 
Beisitzern gewählt. Zum Vorstand gehören außerdem der Direktor 
der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael M. Rind, 
sowie LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale.

Dr. Aurelia Dickers studierte Ur- und Frühgeschichte, 
Klassische Archäologie und Alte Geschichte an den Universitäten 
Münster, Tübingen, Köln, Salzburg und Marburg. Im Jahr 1992 
wurde sie in Marburg promoviert. 1993 übernahm sie die Leitung 
der neu eingerichteten Kreisarchäologie in der 
Weltkulturerbestadt Quedlinburg. Seit 2001 ist sie 
Stadtarchäologin von Münster.

Als Stadtarchäologin in einer geschichtsträchtigen Stadt wie 
Münster steht Dickers für die Verbindung von praktischer 
Bodendenkmalpflege und Forschung. Dabei liegt ihr die 
Vermittlung des Vergangenen besonders am Herzen. "Durch 
Forschung lebendig gemachte Geschichte macht Orte lebenswerter",
sagt sie, "gerade in unserer schnelllebigen Zeit wird das 
Wissen um ein historisch gewachsenes Umfeld als verlässlicher 
Gegenpol immer wichtiger." Für sie gehören Forschung und 
öffentliche Information eng zusammen. Dies ist ganz im Sinne 
der Altertumskommission, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, 
die Menschen für die archäologischen Kulturschätze unter ihren 
Füßen zu sensibilisieren.

Hintergrund
Der LWL unterhält sechs landeskundliche Kommissionen, bei denen 
mehr als 400 Wissenschaftler ehrenamtlich zu den Themen 
Archäologie, Geografie, Geschichte, Literatur, Mundart- und 
Namensforschung und Volkskunde forschen. Die im Jahr 1897 
gegründete Altertumskommission untersucht übergreifende 
Fragestellungen zur Archäologie in Westfalen. Zu den 
wichtigsten Projekten gehört zurzeit die Erforschung und 
Ausschilderung alter Fernwege, auf denen auch die Jakobspilger 
seit dem Mittelalter nach Santiago de Compostela gezogen sind.


Der LWL im Überblick:  
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als
Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen
in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 17
Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit
Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der
Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die
sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien
Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie
tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 101
Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.   
 
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