[WestG] [AKT] Vitrinengespraech: Fuer Kloster, Stift und Kirche - Archaeologie der Paderborner Bauhuetten des Hochmittelalters", Herne, 16.06.2011
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Jun 10 10:38:10 CEST 2011
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 10.06.2011, 09:32
AKTUELL
Zur Ausstellung "Fundgeschichten" im LWL-Museum für Archäologie
in Herne
Für Kloster, Stift und Kirche: "Vitrinengespräch" über neue
Erkenntnisse zu Großbauprojekten Paderborns im Mittelalter
Dr. Sven Spiong, LWL-Stadtarchäologe in Paderborn, berichtet am
Donnerstag (16.6.) um 18 Uhr im LWL-Museum für Archäologie in
Herne an aktuellen archäologischen Fundstücken aus dem
mittelalterlichen Steinbruch und den umliegenden Bauhütten von
den neuesten Erkenntnissen über die größten Paderborner
Bauprojekte des 8. bis 12. Jahrhunderts. Die Objekte sind noch
bis zum 20. November in der Ausstellung "Fundgeschichten" über
neueste Entdeckungen von Archäologen in NRW zu sehen.
Ohne ihn gäbe es die bedeutendsten mittelalterlichen Gebäude
Paderborns nicht - und doch hat man ihn vergessen: Ein
Steinbruch, mitten im Zentrum der Stadt - seit Jahrhunderten
verschüttet und erst im Jahr 2006 von Archäologen wieder
ausgegraben. Aus seinem Kalkstein entstanden Gebäude wie die
Kaiserpfalz, der Dom, die Domburgmauer und der Bischofspalast.
Wer heute die Paderborner Kaiserpfalz oder den Dom besucht, dem
bietet sich trotz mittelalterlicher Bausubstanz ein völlig
anderes Bild als dem Kirchengänger des frühen Mittelalters:
Zahlreiche Umbauten haben Innenausstattung und
Gebäudezuschnitte im Laufe der Jahrhunderte verändert.
Archäologische Grabungen in der Umgebung haben nun quasi auf
Umwegen neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Ausstattung
der Gebäude erbracht - und zwar hauptsächlich durch
ausgemustertes Baumaterial, welches die Archäologen in den
umliegenden mittelalterlichen Bauhütten gefunden haben.
Wie die Untersuchungen gezeigt haben, wurden in diesen
Bauhütten direkt im Umfeld der Großbaustellen kleinere
Ausstattungsgegenstände wie Bronze-Beschläge oder Bleifassungen
für Fenster angefertigt. Porphyrreste zeugen von der wertvollen
Ausgestaltung hervorgehobener sakraler Räume, den dieses
Baumaterial, gehörte seit der Antike zu einem der kostbarsten
und musste eigens aus Italien importiert werden.
Der Kurzvortrag gehört zur Veranstaltungsreihe der
"Vitrinengespräche", bei der einmal im Monat Archäologen,
Überraschungsfinder und Wissenschaftler exklusiv direkt an den
Ausstellungsstücken Ausgrabungsgeschichten aus erster Hand
erzählen. Zu entrichten ist nur der Museumseintritt, die
Teilnahme am Vitrinengespräch ist kostenfrei.
INFO
Mehr Infos:
URL: http://www.fundgeschichten.lwl.org
Termin und Kosten:
Donnerstag, 16.6.2011, 18 Uhr "Für Kloster, Stift und Kirche -
Archäologie der Paderborner Bauhütten des Hochmittelalters"
Vitrinengespräch mit Dr. Sven Spiong, LWL-Stadtarchäologe
Paderborn
Der Eintritt ist kostenfrei.
Ausstellungslaufzeit: 16.4. bis 20.11.2011
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
URL: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr
bis 18 Uhr
Eintritt:
- € 3,50 Erwachsene
- € 2,00 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen
und Schüler
- € 1,60 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
- € 8,00 Familien
- € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
- € 3,00 Erwachsene in Gruppen ab 16. Personen
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