[WestG] [AKT] Vom Residenzschloss ueber Hermann bis zu Leinenweberhaeusern: Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Jul 18 10:52:36 CEST 2011
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 15.07.2011, 12:01
AKTUELL
Vom Residenzschloss über Hermann bis zu Leinenweberhäusern
Mit der LWL-Denkmalrallye erleben Kinder Stadtgeschichte
Spielend können Kinder der Jahrgangsstufen vier bis sechs in
Detmold ab sofort Wichtiges aus der Stadtgeschichte lernen. Die
Stadtrallye, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
gemeinsam mit der Stadt Detmold im Auftrag des
NRW-Bauministeriums entwickelt hat, macht das möglich. Zusammen
mit der Comic-Figur "Willi Spürnase", der in Detmold verkleidet
als der Cheruskerfürst Hermann daher kommt, gehen die Kinder
auf Entdeckungstour zu etlichen Baudenkmälern. Indem sie die
kniffligen Fragen beantworten, erleben sie die Stadtgeschichte.
Die Kommunen und der LWL liefern das Wissen, das Land NRW
finanziert das "Geschichtsprojekt mit Pfiff": "Um Zukunft
gestalten zu können, muss man die Vergangenheit kennen. Wer als
Kind erfahren hat, auf welche spannende Art Häuser Geschichte
vermitteln und wie die Baukultur unser Heimatgefühl prägt, wird
als Erwachsener die Chancen nutzen, die Denkmalschutz und
Denkmalpflege bieten", so LWL-Denkmalpflegerin Dr. Bettina
Heine-Hippler.
Die Rallye führt die Kinder quer durch Detmolds historischen
Stadtkern. Unterwegs fragt Willi Spürnase sie beispielsweise
nach dem Wiederaufbau des Landestheaters, wann der älteste Teil
des Schmerimenhauses gebaut wurde und wann überall in
Deutschland die Synagogen in Brand gesteckt wurden. Am Beginn
des Friedrichstaler Kanals will er wissen, wie die Boote den
Höhenunterschied überwunden haben. "Wie heißt das
deutschlandweit bekannte Denkmal, das am 16. August 1875 auf
der Grotenburg eingeweiht wurde?", lautet eine weitere Frage.
Außerdem sollen die Kinder auf einem historischen Foto Dinge
ankreuzen, die sich seit 1850 am Hotel Detmolder Hof verändert
haben und ein bestimmtes Baudenkmal am Marktplatz finden.
Weitere Fragen führen die Kinder zum Residenzschloss, zum
Landesmuseum, zur ehemaligen Mädchenschule und zur Stadtmauer.
Außerdem erfahren die Kinder, dass die Fürstin Pauline sich für
Benachteiligte einsetzte und die erste Kita in Deutschland
gründete. Oder dass die verwitterten Fachwerkfassaden der
Häuser an der Krummen Straße 1875 zum Besuch von Kaiser Wilhelm
I. zur Verschönerung mit Schieferplatten behängt wurden.
"Die Rallyes eignen sich übrigens nicht nur für den Sachkunde-
oder Geschichtsunterricht sondern auch für andere Gruppen oder
für Kindergeburtstage", so Heine-Hippler,.
Je eine Klasse des Gymnasiums Leopoldinum, der Hauptschule
Heidenoldendorf und der Grundschule Hakedahl haben die
Denkmalrallye am Freitag (15. Juli) in einem Probelauf
getestet. Die Kinder waren begeistert und verwundert über die
vielen Zeugen aus der Vergangenheit in ihrem Ort. "Es ist
wichtig, dass sich die Schüler nicht nur im engsten Umfeld von
ihrer Wohnung und der Schule bewegen, sondern dass sie die
ganze Stadt mit ihrer Geschichte kennenlernen. Dazu bietet die
Denkmalrallye eine gute und kindgerechte Möglichkeit", sagte
Detmolds Bürgermeister Rainer Heller.
"Viele Kinder laufen einfach an den Denkmälern vorbei, ohne sie
wahrzunehmen. Mit der Denkmalrallye wollen wir ihnen die
Möglichkeit geben, sich intensiv mit der eigenen
Stadtgeschichte auseinander zu setzen und sie so unmittelbar zu
erleben", erklärt Clemens Heuger von der Unteren Denkmalbehörde,
die die Stadtrallye gemeinsam mit Heine-Hippler entwickelt hat.
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