[WestG] [AKT] LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 12. September
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Sep 10 11:06:57 CEST 2010
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 08.09.2010, 15:18
AKTUELL
Wieviel Geschichte steckt im Westfälischen Boden und Gebäuden
LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 12. September
Am Tag des offenen Denkmals (12.9.) öffnet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 16 Bau- und
Bodendenkmäler. Von Minden bis Meinerzhagen gewähren
archäologische Ausgrabungen, Burgruinen und Baudenkmäler einen
Einblick in die westfälische Geschichte. Unter das diesjährige
Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" fallen
unter anderem Stra-ßen, Autobahnmeistereien, Pilgerwege,
Bahnhöfe und Kleinbahnen. Das LWL-Amt für Denkmalpflege, das
LWL-Industriemuseum und die LWL-Archäologie für Westfalen
präsentieren von den Überresten einer germanischen Siedlung bis
hin zum barocken Festsaal und zum Schiffshebewerk Schmuckstücke
aus ihren Arbeitsbereichen.
Das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop zählt bundesweit
zu den prominentesten Denkmälern der Verkehrsgeschichte. Da
passt es nur zu gut, dass der diesjährige Tag des offenen
Denkmals offiziell im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk
Henrichenburg eröffnet wird. Dazu erwartet der
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den neuen
NRW-Bauminister Harry Kurt Voigtsberger in seinem Waltroper
Industriemuseum. Dieter Gebhard, Vorsitzender der
Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, hält um 10 Uhr die
Begrüßungsrede. Anschließend richtet die Waltroper
Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe ein Grußwort an die Gäste.
Darauf folgt die offizielle Eröffnung des landesweiten
Denkmaltages durch Minister Voigtsberger.
Den prominenten Besuch wollen die Initiatoren - inzwischen eine
breite Basis aus Vereinen und Politik - nutzen, um für
politische Unterstützung in ihrem Kampf zum Erhalt des Neuen
Schiffshebewerks und die Aufnahme des gesamten Schleusenparks
in die Liste der UNESCO-Weltkulturdenkmäler zu werben. Deshalb
werden Vertreter des LWL, des Vereins "Freunde und Förderer
Neues Schiffshebewerk" und der lokalen Politik dem Minister ein
Schild mit der Aufschrift "Unser Ziel - Weltkulturerbe
Schiffshebewerke - Antrag folgt!" übergeben. "Das kompakte
Ensemble von Schiffshebewerken und Schleusen ist weltweit
einmalig und hat deshalb den Rang eines Weltkulturerbes
verdient", erklärt Dirk Zache, Direktor des
LWL-Industriemuseums.
Über den gesamten Denkmaltag verteilt bietet das
LWL-Industriemuseum Rundgänge an. Sie führen auch zu den
historischen Schiffen MS "Franz-Christian" (1929) und zum
Schleppkahn "Ostara" (1926). "Diese beiden Schiffe waren für
den Güterverkehr auf den Kanälen und Flüssen typisch", so
Museumsleiter Herbert Niewerth. Bei den Führungen haben
Besucher Gelegenheit, ein Jahrhundert Schleusen- und
Hebewerksgeschichte zu erleben. Besonderes Augenmerk gilt dabei
dem weltweit letzten noch funktionierenden Schwimmerhebewerk
aus dem Jahre 1962, dessen drohende Stilllegung verhindert
werden soll. Die Führungen starten um 11, 12.30, 13.30, 15 und
16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.
Vom unteren Vorhafen des Hebewerks legt das Fahrgastschiff
Henrichenburg um 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr zu stündlichen und
um 15.30 Uhr zu einer zweistündigen Schiffstour ab. Kosten: 6
Euro Erwachsene; 4 Euro Kinder (1 Std.) bzw. 10/6 Euro (2
Std.). Von 15 bis 18 Uhr startet auch der Dampfer "Cerberus"
(1930) zu einstündigen Rundfahrten.
Porta Westfalica-Barkhausen (Kreis Minden-Lübbecke), Römisches
Marschlager Auf dem Baugebiet "Auf der Lake" graben seit 2008
Archäologen der LWL-Archäologie für Westfalen. Bisher haben sie
Funde aus der Zeit der römischen Okkupation Germaniens
(Hinweise auf ein römisches Militärlager), ein Urnengräberfeld
aus dem 1. Jahrtausend v. Chr., Scherbenfunde aus der Zeit der
ersten Ackerbauern und Viehzüchter, des Mittelalters und aus
der Zeit bis zum 30-jährigen Krieg ans Tageslicht gebracht.
Adresse: Im Römerlager, 32457 Porta Westfalica Barkhausen
Öffnungszeiten am 12.9.: 11-15 Uhr Führungen: nach Bedarf durch
Dr. Bettina Tremmel
Oelde (Kreis Warendorf): Ein verkehrsgeschichtliches Dokument
der Nazizeit Bereits in den 1920er Jahren gab es erste
planerische und ingeniertechnische Überlegungen zum Aufbau
eines Autobahnnetzes, ab 1933 wurden die Pläne reichsweit
umgesetzt. Dazu gehörten auch Rastanlagen und
Autobahnmeistereien. Da die Autobahnen ab 1937 zu
nationalistischen Kulturträgern aufgewertet wurden, gab es auch
für die Nebengebäude gestalterische Vorgaben. So wurde die
Autobahnmeisterei in Oelde (Baubeginn September 1938) in Form
eines Gehöftes angelegt. Heute stellt sie mit ihrem
historischen Gebäudebestand in Westfalen ein einmaliges
architek-turgeschichtliches Dokument aus der
nationalsozialistischen Zeit dar. Adresse: Böckenförderweg 24,
59299 Oelde Öffnungszeiten: 10.30 bis 16 Uhr 11 Uhr: Vortrag
"Die Autobahnmeisterei Oelde. Entwicklung, Aufgaben und
Funktion heute" (Manfred Zellerhoff, Leiter der
Autobahnmeisterei) 14 Uhr: "Die Geschichte des Autobahnbaues im
Deutschen Reich zwischen 1933 und 1945, ein westfälischer
Überblick" (Christian Hoebel, LWL-Amt für Denkmalpflege in
Westfalen)
Minden: Ein Inselbahnhof und ein Preußenzug Das Mindener
Empfangsgebäude, das in den Jahren 1874/1848 errichte wurde,
befindet sich zwischen den Gleisen. Deshalb bezeichnet man den
Bahnhof, der sowohl der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft
wie auch der Hannoverschen Staatsbahn als Empfangsgebäude
diente, auch als Inselbahnhof. Adresse: Viktoriastraße, 32423
Minden 11 Uhr: Vortrag im Bahnholfsgebäude mit Führung zur
geschichtlichen Entwicklung des Empfangsgebäudes und seiner
Einbindung in das städtische Umfeld Mindens (Christian Hoebel,
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen) Am Bahnhof
Minden-Oberstadt steht der Preußische Nebenbahnzug für
planmäßige Fahrten nach Hille und Kleinenbremen unter Dampf
außerdem öffnet die Museumseisenbahn Minden ihr Fahr-zeugdepot
für Besucher Adresse: Ringstraße 115, 32427 Minden,
Öffnungszeit: 10 bis 18 Uhr
Steinbauten für die Ewigkeit - Großsteingräber bei
Erwitte-Schmerlecke (Kreis Soest) In zwei jungsteinzeitlichen
Gemeinschaftsgräbern bei Erwitte-Schmerlecke bestatteten die
Menschen ihre Toten über mehrere Jahrhunderte hinweg. Im Rahmen
eines Projekts der Deutschen For-schungsgemeinschaft (DFG) sind
seit vergangenem Jahr Archäologen, Anthropologen und andere
Experten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der
LWL-Archäologie für Westfalen und der Georg-August-Universität
Göttingen dabei, die Gräber von Schmerlecke mit modernsten
Methoden auszugraben. Einen Einblick in den aktuellen Stand der
Ausgrabung, in die Grabungstechnik sowie in erste
Forschungserkenntnisse geben Führungen um 10, 12, 14 und 16
Uhr. Adresse: Alter Soestweg, 59597 Erwitte-Schmerlecke
Anfahrt: A 44, Abfahrt Erwitte-Anröchte, auf B 55 Richtung
Erwitte, an der Ampel nach links auf B 1 Richtung Soest. In
Schmerlecke an der Ampel rechts Richtung Horn, nach wenigen
hundert Metern erster Feldweg links. Dem geteerten Weg folgen
bis zu den Grabungszelten. Führungen: 10, 12, 14 und 16 Uhr
Klassische Adelsburg - Die Falkenburg bei Detmold-Berlebeck
(Kreis Lippe) Die Falkenburg bei Detmold-Berlebeck war einst
eine der mächtigsten Burganlagen Westfalens. Erbaut wurde sie
ab 1194. Eine selbst verschuldete Feuersbrunst beschädigte sie
1453 stark. Seit dem 19. Jahrhundert wurde sie als Steinbruch
genutzt, so dass 2004 die Baustruktur obertägig kaum noch
erkennbar war. Die seit 2005 laufenden archäologischen
Untersuchungen im Zusammenhang mit der Sanierung der gesamten
Burgruine brachten verschiedene unterirdisch erhaltene
Mauerzüge zum Vorschein. Am Tag des offenen Denkmals können
Besucher die gesamte Burganlage und die archäologischen
Ausgrabungen unter fachkundiger Führung besichtigen. Adresse:
Falkenburgweg, 32760 Detmold Anfahrt: von Detmold L937 Richtung
Heiligenkirchen und Paderborn nach Berlebeck, Parkmöglichkeit
am Hotel-Landhaus Hirschsprung, Paderborner Straße 212.
Aufstieg zur Burg hinter der kleinen Brücke, dann am Forsthaus
vorbei, der Beschilderung "Falkenburg" bis zum Fuß der Burg
folgen. Führungen: Am 12.9.2010 geöffnet von 10 bis 18 Uhr,
Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde, die letzte Führung
beginnt um 16 Uhr. Treffpunkt ist die Schutzhütte unterhalb der
Burg.
Detmold (Kreis Lippe): Ölgemälde zur Tilgung einer
Kneipenschuld Die 1889 als Fachwerkbau errichtete Gaststätte
"Neuer Krug" ist ein Denkmal, am Tag des offenen Denkmal stehen
einige Gemälde mit einer besonderen Entstehungsgeschichte im
Mittelpunkt: Der Maler Otto Albert Koch (1866 - 1921) stand
beim Gastwirt Dütemeyer so tief in der Kreide, das er seine
Schulden nur dadurch begleichen konnte, dass er die Gastzimmer
mit Gemälden ausschmückte. Heute ist der "Neuer Krug" eine der
wenigen noch betriebenen historischen Gasthäuser Westfalens, in
denen sich noch Teile der ursprünglichen Ausstattung erhalten
haben. Adresse: Neustadt 26, 32756 Detmold Um 16 Uhr bietet
LWL-Denkmalpfleger Dr. Dirk Strohmann eine Führung mit
Erläuterungen zu den Gemälden an, ab 17 Uhr ist die Gaststätte
geöffnet.
Detmold (Kreis Lippe): Führung zum "Planet Westfalen"
Der Titel des Themenjahres im LWL-Freilichtmuseum Detmold
"Planet Westfalen" ist inspiriert von der Ursprungsbedeutung
des Wortes "Planet", das Wort meint "der Unstete" oder auch
"der Wandernde". Daher spielen in dieser Saison im Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) westfälische
Geschichten aus aller Welt eine Rolle. Zum Tag des offenen
Denkmals am Sonntag, 12. September, bietet Bauhistoriker Dr.
Hubertus Michels eine zweistündige Führung zum "Planet
Westfalen" an. Er zeigt dabei anhand ausgewählter Beispiele,
wie Kulturphänomene von Westfalen in die Fremde gewandert sind
oder den Weg aus der Ferne in unsere Region fanden. Eine
besondere Rolle spielen dabei auch bauhistorische Aspekte - von
den aus den Niederlanden übernommenen Schiebefenstern aus dem
Westmünsterländer Hof über die Rosette aus der Zeit der
italienischen Renaissance am Valepagenhof bis hin zum
Tulpendekor, das ursprünglich aus Zentralasien kommt. Die
Führung ist kostenlos und beginnt um 17 Uhr. Treffpunkt ist am
Eingangspavillon. Weitere Informationen gibt es im Infobüro
unter Tel. 05231/706-104 oder im Internet
www.planetwestfalen.lwl.org.
Leben auf der Motte - Das LWL-Museum für Archäologie in Herne
Viele eindrucksvolle Burgenbauten haben einmal klein
angefangen: als Holzturm-Burg auf einem künstlichen Hügel.
Keine dieser Turmhügelburgen - auch "Motten" genannt - hat die
Zeiten überdau-ert.
Im Rahmen der Sonderausstellung
"AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen" wurde eine solche
Turmhügelburg in Originalgröße auf dem Außengelände des
LWL-Museums für Archäologie rekonstruiert. Am Tag des offenen
Denkmals wird die Motte wieder mit Leben erfüllt, denn die
mittel-alterlichen Bewohner kehren zurück. Mehrere Darsteller,
unter anderem von dem Verein Freie Ritterschaft von Bram aus
Dortmund geben den Besuchern den gesamten Tag über einen
Einblick in das Leben auf einer Turmhügelburg im 13.
Jahrhundert. LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches
Landesmuseum, Europaplatz 1, 44623 Herne
www.lwl-landesmuseum-herne.de, www.aufruhr1225.lwl.org
Programm: "Leben auf der Motte" 11 bis 18 Uhr. Es ist lediglich
der Eintrittspreis für die AufRuhr-Ausstellung zu zahlen
(Erwachsene 6 Euro, Kinder 4 Euro, Familien 12 Euro).
LWL-Museum für Archäologie, Westfälisches Landesmuseum,
Europaplatz 1, 44623 Herne
Dortmund: LWL-Industriemuseum Zeche Zollern Zum Thema "Kultur
in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr. Ohne Kohle lief
nichts. Märkte, Absatz und Transportwege der Kohle am Beispiel
der Zeche Zollern" bietet das LWL-Industriemuseum Zech Zollern
Führungen an um 10.30, 11.30, 12.30, 14, 15 und 16 Uhr,
Eintritt frei. Öffnungszeit 10-18 Uhr
Heiden (Kreis Borken), Alte Kirche In Heiden findet zur Zeit
eine Ausgrabung an der 1973 abgerissenen Pfarrkirche statt.
Bisher haben die LWL-Archäologen Fundamente der Kirche aus der
Zeit um 1200, der gotischen Kirche vom Anfang des 15.
Jahrhunderts und der durch Wilhelm Rincklage entworfenen
neogotischen Kirche von 1891 freigelegt. Überraschenderweise
kam auch ein Brunnen aus dem 8./9. Jahrhundert zutage. Adresse:
Alter Kirchplatz, 46359 Heiden Öffnungszeiten am 12.9.: 14-17
Uhr Führungen: 14 und 16 Uhr durch Dr. Stefan Eismann
Bochum: LWL-Industriemuseum Zeche Hannover Themenführung: Wer
waren eigentlich Malakow und Godanek? Der Rundgang durch die
Zeche Hannover und die Arbeiterhäuser am Rübenkamp zeigt Spuren
von Zuwanderung und Kultur in Bewegung in Architektur,
Geschichte und Geschichten. Treffpunkt: Lüftergebäude,
kostenfrei 11 und 14 Uhr "Bochumer Kultur in Bewegung".
Podiumsdiskussion mit Kulturdezernent Michael Townsend und
Gästen aus der Bochumer Kulturszene, Lüftergebäude, kostenfrei
16 Uhr
Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis): LWL-Industriemuseum Zeche
Nachtigall Muttentalfest am Tag des offenen Denkmals.
Vorführung der Dampf-Fördermaschine Zeche Nachtigall und der
Schachtanlage Ingeborg, Knappenprüfung für Kinder.
Wiedereröffnung der Ausstellung "Ruhrnachen Ludwig Hentz".
"Hercules auf zwei Rädern" - Oldtimertreffen von
Hercules-Motorrädern, Mopeds und Mofas. 14.30 Uhr: Eine
Herkules-Tat? Mathilde Franziska Anneke im Badisch-pfälzischen
Feldzug 1849, ein Vortrag über die charismatische Frau, die in
der Revolution für Freiheit und Gerechtigkeit eintrat und sich
nach der Niederlage 1849 in Amerika für Frauenrechte, gegen
Sklaverei und für eine gleichwertige Ausbildung der Mädchen
engagierte. Sonderführung mit Kuratorin Ingrid Telsemeyer.
Feldbahnbetrieb der AG Muttenthalbahn vom Parkplatz
Nachtigallstraße bis zur Zeche Nachtigall Öffnungszeiten: 10-18
Uhr
LWL-Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) Die Sanierungsarbeiten
in der ehemaligen Spinnerei Herding sind bereits weit
fortgeschritten, auch wenn man von außen wenig davon sieht. Am
Tag des offenen Denkmals bietet der LWL Besuchern die
Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die
sonst für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Museumsbaustelle
zu besichtigen. Von 15 bis 18 Uhr sind die Räume des Baubüros
geöffnet, in denen die aktuellen Pläne ausliegen und eine
kleine Ausstellung gezeigt wird. Elfriede Heitkamp beantwortet
aktuelle Fragen zum Baugeschehen. Um 15.30 Uhr und um 17 Uhr
bietet Museumsleiter Dr. Hermann Josef Stenkamp einen Rundgang
zum Stand der Bauarbeiten sowie zur Geschichte des
Gebäude-Ensembles an der Industriestraße in Bocholt an. Der
Fortschritt der Bauarbeiten taucht das Gebäudeinnere in ein
völlig neues Licht und gibt einen eindrucksvollen Einblick in
die zukünftige Begrüßungssituation im Museum. Der Eintritt und
die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.
Paderborn: Restaurierung in St. Heinrich und Kunigunde Seit
drei Jahren laufen in der 1666 von Fürstbischof Ferdinand II.
von Fürstenberg erbauten Kirche St. Heinrich und Kunigunde in
Paderborn-Schloss Neuhaus umfangreiche Restaurierungen. Dabei
wurde auch der ehemalige Gemeindesaal zu einem Gottesdienstraum
umgestaltet. Außerdem erhielten die erhaltenen Gewölberippen
ihre ursprüngliche blaue Farbfassung mit goldenen Sternen und
Kanten zurück. Nachdem Erzbischof Hans-Josef Becker die Kirche
in der Vorwoche eingeweiht hat, ist sie am Tag des offenen
Denkmals erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Adresse: Neuhäuser Kirchstraße 2, 33104 Paderborn-Schloss
Neuhaus Um 12, 13.15 und um 16 Uhr Führungen, in denen die
Restaurierungsnahmen erläutert werden, die Restaurierungsfirma
führt einige Techniken vor.
Münster: Höfische Barockkunst im Erbdrostenhof Der
Erbdrostenhof in Münster vermittelt einen Begriff von höfischer
barocker Kunst, Kultur und feiner Lebensart. Das Meisterwerk
von Johann Conrad Schlaun wurde zwischen 1753 und 1757 als
Adelspalais errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es
zwischen 1953 und 1970 wieder auf-gebaut. Am Tag des offenen
Denkmals finden um 14 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr Führungen
statt. Adresse: Salzstr. 38, 48143 Münster.
Fundort und LWL-Römermuseum in Haltern am See (Kreis
Recklinghausen) Vor 111 Jahren begann in Haltern am See die
erste archäologische Untersuchung der römischen Militäranlagen.
Heute gilt der Fundort Haltern als der größte und am besten
erforschte Militärstandort des gesamten Römischen Reiches aus
der Zeit um Christi Geburt. Mindestens sieben Militäranlagen
haben die Ausgräber dokumentiert. Im ehemaligen Lager befindet
sich heute das LWL-Römermuseum. Wall und Graben wurden an
originaler Stelle auf der gesamten Länge des Museums wieder
angelegt, an die Zelte der Römer erinnern die Glasdächer. Zum
Tag des offenen Denkmals werden die Römer in Haltern am See
noch einmal zum Leben erweckt: Römer und Germanen schlagen an
diesem Wochenende ihre Zelte auf dem Gelände vor dem Museum auf
und zeigen, wie man vor 2000 Jahren an der Lippe lebte und
kämpfte. Die Besucher können derweil römische Speisen und
Getränke nach Originalrezepten genießen, römische Spiele
ausprobieren und am Lagerleben teilnehmen.
LWL-Römermuseum, Weseler Str. 100, 45721 Haltern am See Tel.
02364 9376-0, E-Mail: lwl-roemermuseum at lwl.org
www.lwl-roemermuseum-haltern.de
Römertage: 11. September 11 bis 19 Uhr, 12. September 10 bis 18
Uhr Eintritt: Erwachsene 4,- Euro, Kinder (6 bis 17 Jahre) und
Ermäßigungsberechtigte 2,50 Euro, Familien 9 Euro.
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