[WestG] [AUS] "Making of Dalheim: Idee - Prozess - Ergebnis, Lichtenau-Dalheim, 02.07.-05.09.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jun 30 11:05:01 CEST 2010
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 29.06.2010, 12:31
AUSSTELLUNG
Hereinspaziert ins Kloster Dalheim
Neue Museumssäle öffnen am 2. Juli mit Foto-Ausstellung
Die neu gebauten Ausstellungssäle des LWL-Landesmuseums für
Klosterkultur Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn) sind ab
Freitag (2.7.) für Besucher geöffnet. Bevor dort Ende Oktober
die Dauerausstellung einzieht, zeigt das Haus des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bis zum 5. September
eine Foto-Ausstellung. Unter dem Titel "Making of Dalheim: Idee
- Prozess - Ergebnis" bietet sie Einblicke in die Umgestaltung
des ehemaligen Augustiner-Chorherren Stifts zu einem modernen
Museum. Nach zwei Jahren sind damit wieder alle Räume
zugänglich.
"Ungewöhnliche Perspektiven": Wie aus dem Kloster ein Museum
wurde
Die Foto-Ausstellung zeigt im neuen Obergeschoss, wie aus dem
Kulturdenkmal Kloster Dalheim in den vergangenen fünf Jahren
ein Museum wurde, das trotz moderner Standards seine eigene
Geschichte bewahrt hat. "Den Besucher erwarten ungewöhnliche
Perspektiven der jüngeren Ge-schichte Dalheims von der
Domänenzeit bis zum zweiten Bauabschnitt", sagte LWL-Direktor
Dr. Wolfgang Kirsch bei der Vorstellung der Räume und der
Foto-Ausstellung am Dienstag (29.6.).
Neben der Foto-Dokumentation des Bauverlaufs sind auf großen
Fahnen Abbildungen zu sehen, die aus der Domänenzeit stammen,
als das Kloster Gutshof war und in Kirche, Kreuzgang und
Refektorien Vieh stand und Mist gefahren wurde. Die Vorstellung
verschiedener archäologischer Funde vervollständigt die
Ausstellung.
Hereinspaziert!
"Eine einmalige Gelegenheit: Nach zweijähriger Bauzeit sind die
neu geschaffenen Ausstellungssäle und der restaurierte
Kreuzgang ohne museale Bespielung anzuschauen", so Kirsch
weiter. Bevor am 29. Oktober die neue, große Dauerausstellung
mit dem Titel "Eingetreten. 1.7000 Klosterkultur" beginnt,
werden die neuen Räume selbst Gegenstand einer Ausstellung.
Der LWL hat während des zweiten Bauabschnitts - der erste wurde
2007 eröffnet - 2.000 Quadratmeter zusätzliche
Ausstellungsfläche geschaffen. Die im 19. Jahrhundert durch
einen Brand verlorengegangenen Obergeschosse im Ost- und
Südteil der Klausur wurden modern aber sensibel im Umgang mit
dem Denkmal wieder aufgesetzt. Vom Konventgarten aus ist das
neue Geschoss schon seit einiger Zeit zu sehen.
Kirsch: "Jetzt können sich die Besucher auch innen von einer
außergewöhnlichen Raumgestaltung faszinieren lassen." Die
lichtdurchfluteten, neuen Säle locken mit beeindruckenden
Konstruktionen und ungewöhnlichen Perspektiven. Dort, wo sich
in klösterlicher Zeit die Schlafsäle der Chorherren befanden,
werden in Zukunft Sonder- und Dauerausstellungen zu sehen sein.
"Großartiges Vorhaben"
Die Stiftung Kloster Dalheim, die das Museum trägt, freut sich
über den Abschluss der Bauarbeiten und die gelungenen,
architektonischen Veränderungen. "Damit wird der Stiftung eine
ideale Hülle zur Verfügung gestellt", sagte Stiftungsvorstand
und Sprecher des Stifterkollegs Prof. Dr. Horst Ziegler. "Ohne
finanzielle Unterstützung des Landes NRW und des LWL wäre
dieses großartige Vorhaben nicht möglich gewesen", so Ziegler
weiter. Das Land NRW trägt 60 Prozent der elf Millionen Euro
Bausumme des zweiten Bauabschnitts, der LWL 40 Prozent. Im
Namen des Stiftungsvorstandes und der Stifter versprach
Ziegler: "Wir werden die Entwicklung dieses außergewöhnlichen
Museumsprojektes auch in Zukunft mit allen Kräften
unterstützen."
Kreuzgang im neuen Gewand
Auch der mittelalterliche Kreuzgang und die Klausurräume sind
vom 2. Juli bis 5. September wieder zu besichtigen - ohne
museale Einbauten. Der Südteil des historischen Kreuzgangs
wurde im 19. Jahrhundert zerstört und als Stallung genutzt.
Jetzt wurde er mit modernen Materialien wieder aufgebaut, so
dass der unbeschränkte Kreuzrundgang wieder nachvollziehbar
ist. Die Klausurräume wie z.B. Kapitelsaal, Skriptorium und
Wärmestube erlauben im Zusammenspiel mit modernen Bauteilen ab
dem 29.Oktober einen Einblick in die Organisation und den
Tagesablauf eines mittelalterlichen Klos-ters zwischen "Ora et
labora" - "bete und arbeite".
Neuer Museumseingang
Der Museumseingang befindet sich ab dem 2. Juli oberhalb des
Haupttores in der ehemaligen Orangerie des barocken Klosters.
Dieses Gebäude ist ebenfalls komplett umgestaltet worden und
beinhaltet neben dem Kassenbereich beide, bisher voneinander
getrennten, Klosterläden mit Buchladen und Feinkostabteilung.
Die bisherigen Eintrittspreise sind noch bis zum 31.Oktober
gültig.
INFO
Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau-Dalheim
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte