[WestG] [AUS] Wendezeiten der Herforder Geschichte, Herford, 24.04.-18.07.2010
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Feb 23 10:37:37 CET 2010
Von: "Alexander Kröger" <lwl at akpr.de>
Datum: 19.02.2010, 10:36
AUSSTELLUNG
Wendezeiten der Herforder Geschichte
Ausstellung vom 24. April bis 18. Juli 2010 im
Daniel-Pöppelmann-Haus / Begleitprogramm bietet Stadtführungen
und Museumspädagogik
Herford. Es ist die erste historische Ausstellung im
Daniel-Pöppelmann-Haus seit fünf Jahren und sie soll etwas ganz
Besonderes werden. Unter dem Titel "Wendezeiten in der
Herforder Geschichte" präsentiert das Städtische Museum vom 24.
April bis 18. Juli die Themen Herford wird lutherisch, Herford
von der Reichsstadt zur preußischen Landstadt sowie Herfords
Weg in die Moderne.
"Die Ausstellung beleuchtet die Zeiten, in denen Herfords
Entwicklung jeweils eine neue Richtung einschlägt. Zeiten in
denen sich die Stadt und das Leben ihrer Bewohner grundlegend
verändern", sagt Museumsleiterin Sonja Langkafel. Durch die
Reformation zieht in Herford ein neuer Glaube ein. Nur dreizehn
Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen gegen die Katholische
Kirche veröffentlichte, folgt die Mehrheit der Herforder dem
neuen evangelischen Bekenntnis. Dennoch: Nicht alle in der
Stadt wenden sich der neuen Konfession zu. Die Äbtissin mit
ihrem Stiftskapitel und wenige Stadtbewohner halten am
Katholizismus fest. Das führt zu Kontroversen zum Beispiel mit
dem Stadtrat.
Alles andere als konfliktfrei ist auch die preußische Annexion
der ehemaligen Hansestadt. Zwar müssen 1647 Rat und
Bürgerschaft Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen huldigen,
doch die Beamten des Kurfürsten werden nicht mit offenen Armen
empfangen. Der Widerstand gegen die preußische Oberhoheit
bleibt jedoch vergeblich. Noch radikaler als in all den
Jahrhunderten zuvor wandelt sich Herford im 19. und 20.
Jahrhundert. Die Industrialisierung verändert nachhaltig die
städtische Sozialstruktur. Neue gesellschaftliche Gruppen wie
die Unternehmerschicht und die lohnabhängige Arbeiterschaft
prägen zunehmend das Bild der Stadt. Eine langsam, aber stetig
wachsende Bevölkerung zwingt die Stadt, ihre alten räumlichen
Grenzen zu sprengen.
Die Ausstellung wird beide Gebäudeteile des
Daniel-Pöppelmann-Hauses nutzen, die Villa Schönfeld und den
sogenannten Oesterlen-Anbau. Die Villa Schönfeld, Herfords
erste Unternehmervilla, wurde im Sommer 2009 von einem
Bauhistoriker und einem Restaurator gründlich unter die Lupe
genommen. Die Endergebnisse werden der Öffentlichkeit erstmals
während der Ausstellung im Lichthof der Villa vorgestellt.
Museumsleiterin Sonja Langkafel will die "Wendezeiten in der
Herforder Geschichte" spannend und besucherfreundlich
präsentieren. Zusätzlich erarbeitet sie ein Rahmenprogramm.
"Wir organisieren Führungen, wie zum Beispiel kombinierte
Ausstellungs- und Stadtführungen. Außerdem bieten wir eine
altersgemäße, spannende Museumspädagogik für Kleinkinder,
Grundschüler sowie Schüler der Mittel- und Oberstufe", erzählt
Sonja Langkafel.
INFO
Kontakt:
Sonja Langkafel
Städtisches Museum (Daniel-Pöppelmann-Haus)
Deichtorwall 2
32052 Herford
Tel.: (05221) 189-4434
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