[WestG] [AUS] Die Zeitung in der Kuenstlerkarikatur von Honoré Daumier, Dortmund, 12.04.2009

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Feb 16 10:26:54 CET 2009


Von: "Forum Geschichtskultur"  <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 16.02.2009, 06:36
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AUSSTELLUNG

Seitenhiebe mit Spott und spitzer Feder 
Die Zeitung in der Künstlerkarikatur von Honoré Daumier 
15. Februar bis 12. April 2009

Honoré Daumier gehört zu den ersten und bekanntesten 
Karikaturisten der Kunstgeschichte. Seinem Werk ist eine 
Ausstellung unter dem Titel "Die Zeitung in der 
Künstlerkarikatur von Honoré Daumier" gewidmet, die vom 15. 
Februar bis zum 12. April 2009 in der DASA in Dortmund zu sehen 
ist. Sie entstand in Kooperation mit dem Deutschen 
Zeitungsmuseum Wadgassen und dem Europäischen Zeitungsmuseum 
Krefeld.

Die Ausstellung
Wenn Daumier seine Beobachtungen auf den Lithostein zeichnet, 
ist er in seinem Element. Mit beißendem Spott karikiert er das 
alltägliche Zeitungsgeschäft, die Lesertypologie der damaligen 
Zeit oder den Kampf um die Pressefreiheit. 100 Lithografien, 
Holzstiche und Kupferdrucke zum Thema Zeitung werden in der DASA 
gezeigt. Dabei entdecken die Besucher Spöttisches zur damaligen 
Staatsmacht und bildliche Seitenhiebe aufs Weltgeschehen. Dazu 
gibt es biografische Informationen und ein Kabinett zum Thema 
Zensur sowie zur Geschichte der Presse. Mit den Mitteln der 
Übertreibung, Verzeichnung und Zuspitzung entwirft Daumier in 
seinen Karikaturen ein Gesamtbild des Medium Zeitung, seiner 
Konsumenten und Wirkungsweisen, das von erstaunlicher Aktualität 
geblieben ist.

Außerdem steht die Ausstellung in Verbindung zur 
DASA-Ausstellungseinheit "Im Wettlauf der neuesten Nachrichten". 
Welche technischen Grundlagen für Daumiers Arbeiten nötig waren, 
erlebt das Publikum hier mittels alter und neuer Werkzeuge der 
schreibenden und druckenden Zunft.

Honoré Daumier
Am 26. Februar 1808 in Marseille geboren, siedelt er mit seinen 
Eltern schon bald nach Paris über. Bereits als Zwölfjähriger 
muss er als Laufbursche Geld verdienen und geht später als 
Gehilfe in eine Buchhandlung. In der Werkstatt des Godefroy 
Engelmann kommt er zum ersten Mal mit dem Steindruck in Kontakt 
und erhält bei Zéphirin Belliard eine gründliche Ausbildung zum 
Lithografen.

Seine Arbeiten für die satirische Zeitschrift "La Caricature" 
und die Zeitung "Le Charivari", für die er ab 1831 tätig war, 
sind weltberühmt. Sein grafisches Werk umfasst mehr als 4.000 
Lithographien und 1.000 Holzstiche. Auch eine sechsmonatige 
Haftstrafe konnte seine scharfe Beobachtungsgabe nicht trüben. 
Erst wegen eines Augenleidens musste er 1872 seine Tätigkeit für 
die Presse aufgeben.


INFO

Veranstaltungsort:
DASA 
Friedrich-Henkel-Weg 1 25
44149 Dortmund 
Tel.: 02 31.90 71-24 79 (Information)


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