[WestG] [AKT] Das Grubenunglueck auf Zeche Radbod 1908, Witten, 18.02.2009

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Feb 10 10:52:40 CET 2009


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 10.02.2009, 09:01


AKTUELL

Das Grubenunglück auf Zeche Radbod 1908
Film und Lesung im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

Er ist nur sechs Minuten lang, aber eine echte Rarität: Der Film 
"Die Beerdigung der Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche 
Radbod i. W. den 16. Nov. 1908". Der Landschaftsverband 
Westfalen-Lippe (LWL) zeigt das erst kürzlich wieder entdeckte 
Zeitdokument am Mittwoch, 18. Februar, um 19 Uhr in seinem 
Industriemuseum Zeche Nachtigall, wo derzeit die Ausstellung 
"Grubenunglück Radbod 1908" läuft.

"Das Dokument hat absoluten Seltenheitswert. Nur ein Film 
unseres umfangreichen Bestandes ist noch älter", sagt Paul 
Hofmann von der Kinemathek im Ruhrgebiet in Duisburg. 
Festgehalten wurden Szenen von der Massenbeerdigung jener 36 
Bergleute, die noch am Tag des Unglücks geborgen werden konnten. 
Auf welch abenteuerliche Weise die Kinemathek an diesen 
außergewöhnlichen Film gelangte, erzählt Paul Hofmann zu Beginn 
des Abends.

Im Anschluss an den Film wird Dr. Eugeniusz Nowak - Enkel des 
auf Zeche Radbod verunglückten Bergmanns Andrzej Walenciak - aus 
seinem Buch "Das Radbod-Unglück der Jadwiga Walenciak" lesen. 
Jadwiga Walenciaks Schicksal wurde bekannt, weil sie als junge 
Witwe und Mutter um ihre Versorgung kämpfen musste. Der Autor 
schildert jedoch nicht nur aus persönlicher Sicht eine 
Familiengeschichte, er liefert auch ein anschauliches Stück 
Bergbaugeschichte und nicht zuletzt eine Beschreibung 
deutsch-polnischer Beziehungen.

Ab 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, die Ausstellung 
bei freiem Eintritt zu besichtigen.


INFO

LWL-Industriemuseum
Westf. Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel.: 02302 93664-0
E-Mail: zeche-nachtigall at lwl.org


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