[WestG] [AKT] Verdienstkreuz an Josef Sudbrock verliehen

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Feb 6 11:22:14 CET 2009


Von: "Pressestelle BR Münster" <Pressestelle at bezreg-muenster.nrw.de>
Datum: 05.02.2009, 12:24


AKTUELL

Verdienstkreuz an Josef Sudbrock verliehen

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek hat heute (5. Februar) 
das Verdienstkreuz am Bande an den Münsteraner Josef Sudbrock 
verliehen.

Der in Benninghausen (jetzt Lippstadt) geborene 73-jährige Erste 
Landesrat a. D. Josef Sudbrock hat durch sein langjähriges 
Engagement im kulturellen und sozialen Bereich 
auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Josef Sudbrock begann seine berufliche Laufbahn nach dem 
Jurastudium und dem Referendariat als freier Mitarbeiter in der 
Rechtsabteilung des Verbandes ländlicher Genossenschaften 
Raiffeisen e.V. in Münster. 1965 trat er als Assessor in den 
Dienst des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ein. Seit dem 1. 
Juni 1974 nahm er das Amt des Landesrates für Kultur und seit 
dem 1. Januar 1987 des Ersten Landesrates und Kämmerers wahr.

In seiner aktiven Amtszeit setzte sich Josef Sudbrock intensiv 
für die Förderung der Kultur ein. Ein besonderes Anliegen war 
ihm die Erforschung der Landeskunde sowie die Förderung der 
Denkmalpflege und der Archäologie auf wissenschaftlich 
fundierter Basis. Gründungen wie beispielsweise das Westfälische 
Museumsamt, das westfälische Industriemuseum und die 
Klosteranlage Dalheim sind in dieser Zeit entstanden. Für sein 
besonderes Interesse an der Kulturpflege wurde er 1999 mit der 
goldenen Drake-Medaille für den Landesteil Lippe und zudem mit 
der Ehrennadel der Handwerkskammer Münster für die Förderung des 
handwerklichen Restaurierungszentrums Schloss Raesfeld 
ausgezeichnet.

Seit 1996 hat Josef Sudrock als ehrenamtliches Mitglied der 
Josefs-Gesellschaft wertvolle Arbeit für die Integration von 
Menschen mit Behinderungen geleistet. Im gesellschaftlichen 
Bereich hat er sich für die Rechte dieser Menschen eingesetzt. 
Mit seiner reichen Berufserfahrung und seiner hohen fachlichen 
Kompetenz hat er die Fortentwicklung der Josefs-Gesellschaft in 
den Aufsichtsgremien begleitet.

Als Leiter des Instituts für vergleichende Städtegeschichte war 
Josef Sudbrock seit 2001 bis zum 31. März 2007 als 
ehrenamtlicher Verwaltungsdirektor tätig. Er hat das über einen 
regional, national und international guten Ruf verfügende 
nationalwissenschaftliche Institut organisatorisch neu 
aufgestellt und im Übrigen zu seiner Existenzsicherung 
beigetragen.

Im Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen mit zwei 
Heimen in Reken und Vreden hat Josef Sudbrock seit 1988 in 
verschiedenen Funktionen, zuletzt von 2002 bis 2004 als 
Vorsitzender, mit großer Leidenschaft seine Fachkenntnisse 
eingebracht. Es war ihm wichtig, Bedürftige nicht nur mit Geld 
zu unterstützen, sondern ihnen durch Beschäftigungsmöglichkeiten 
eine sinnvolle und das Selbstbewusstsein stärkende Lebensweise 
zu ermöglichen.

Für seinen karitativen Einsatz wurde Josef Sudbrock im Juni 2006 
mit der Paulus-Plakette des Bistums Münster und Ende 2008 mit 
der goldenen Ehrennadel des Deutschen Caritas-Verbandes 
ausgezeichnet.

Im Freundeskreis des Heimhauses Münsterland, dessen Vorsitzender 
er von 1990 bis 2000 war, entwickelte er viele Initiativen, um 
die wissenschaftliche Tätigkeit des Museums zu fördern. Durch 
sein umsichtiges Wirken hat er den Verein zu finanziellem Erfolg 
geführt. Von ihm angeregt wurde eine wissenschaftliche Buchreihe 
zur Frömmigkeitsgeschichte und religiösen Volkskunde aufgelegt. 
Dazu gehören Bücher wie "Kardinal von Galen - Der Löwe von 
Münster" und das zweisprachige Buch "Bijbeltegels - 
Bibelfliesen". Das Museum Heimathaus Münsterland hat dadurch 
erheblich an wissenschaftlicher Qualität und Reputation 
gewonnen. Der Förderverein wählte ihn im Jahr 2000 zum 
Ehrenvorsitzenden.

Als Vorstandsmitglied und später als Vorsitzender des 
Kuratoriums der Bertha-Jordaan-van-Heek-Stiftung in Ochtrup hat 
er sich besonders für den Kulturaustausch zwischen Deutschland 
und den Niederlanden eingesetzt. Das Archivwesen in Haus 
Welbergen, dem Stiftungssitz, und den Natur-, Landschafts- und 
Denkmalschutz hat er nachhaltig und erfolgreich gefördert.


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