[WestG] [AKT] Der LWL verleiht Foerderpreis an Hans Ludwig Knau aus Kierspe

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 5 11:48:51 CET 2009


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 04.02.2009, 15:36


AKTUELL

Der LWL verleiht Förderpreis an Hans Ludwig Knau aus Kierspe
Ehemaliger Ortsheimatpfleger engagiert sich in Denkmalpflege und 
Wegeforschung

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 
3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in 
diesem Jahr an Hans Ludwig Knau aus Kierspe (Märki-scher Kreis). 
Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (04.02.) in Herne 
beschlossen.

"Hans Ludwig Knau hat in unzähligen Vorträgen zur 
Regionalgeschichte, in Führungen und thematischen Wanderungen zu 
Bau- und Bodendenkmälern sein Wissen öffentlich zugänglich 
gemacht. Dieses Engagement und sein Einsatz in der Heimatpflege 
und für den Denkmalschutz ist schon herausragend. Darüber hinaus 
hat er sich in besonderer Weise um die Erforschung der 
Eisenherstellung und -verarbeitung im Märkischen Sauerland und 
die Wegeforschung in der Region verdient gemacht", heißt es in 
der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde.

Knau wurde 1943 in Altena geboren. Er studierte Geschichte und 
Latein an der Universität Marburg. Seit 1973 wohnt er in Kierspe 
und unterrichtete dort bis 2005 Latein und Geschichte an der 
Gesamtschule. Zwischen 1976 und 2001 engagierte er sich als 
Ortsheimatpfleger der Stadt Kierspe, von 1990 bis 2007 übte er 
dieses Ehrenamt auch in der Stadt Meinerzhagen aus. Knau setzte 
sich für die Unterschutzstellung von Baudenkmälern ein und 
erforschte Bodendenkmäler. Auf seine Initiative hin gründete 
sich 1981 der Kiersper Heimatverein. Gemeinsam mit dem 
Archäologen Dr. Manfred Sönnecken hat er bei Geländebegehungen 
zahlreiche Eisenschürf- und Schmelzstellen entdeckt.

Hintergrund:
Der Förderpreis, den der LWL jährlich vergibt, ist für Personen 
gedacht, die nicht an einer Universität tätig sind und in ihrer 
Freizeit Landesforschung betreiben oder die ehrenamtliche 
Forschung besonders fördern. Es soll diejenigen unterstützen, 
die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer 
großen Universität wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte