[WestG] [AKT] LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Rita Gudermann aus Lippstadt fuer ihre Arbeiten ueber die westfaelische Agrargeschichte
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 5 11:47:13 CET 2009
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 04.02.2009, 15:34
AKTUELL
LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Rita Gudermann aus
Lippstadt für ihre Arbeiten über die westfälische Agrargeschichte
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit
5000 Euro dotierten Karl-Zuhorn-Preis für westfälische
Landesforschung an die in Lippstadt (Kreis Soest) geborene Dr.
Rita Gudermann. Der Nachwuchswissenschaftlerin, die heute in
Berlin lebt, erhält den alle drei Jahre verliehenen Preis für
ihre Arbeiten über die westfälische Agrargeschichte. Das hat der
LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (04.02.) in Herne beschlossen.
"Gudermanns Forschungen haben eine hohe landeskundliche
Bedeutung, weil sie mit neuen, anregenden und innovativen
Fragestellungen neue Forschungsperspektiven für die westfälische
Agrargeschichte erschlossen haben. Indem sie ökonomische und
ökologische Aspekte verknüpft hat, ist es ihr gelungen, die
Agrargeschichte stärker an die allgemeinen Forschungstrends der
Geschichtswissenschaft heranzuführen", heißt es in der
Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. Gudermanns
Veröffentlichungen stünden für eine moderne
Agrarumweltgeschichte, die nicht eine naturverbundene
Vergangenheit und eine aus ökologischer Sicht destruktive
Gegenwart gegenüberstelle. Sie arbeite stattdessen die
vielschichtigen Konfliktebenen zwischen Ökologie und Ökonomie
heraus, um anschließend die Kostenseite, die sozialen Folgen und
die langfristige Wirkung auf die Kulturlandschaft in den Blick
zu nehmen, so der Rat weiter.
Gudermann, die 1964 in Lippstadt geboren wurde, hat in Berlin
Geschichte, Germanistik und Biologie studiert. 1998 promovierte
sie über "Wassersachen. Landwirtschaftliche Meliorationen
(Bodenverbesserungen) zwischen ländlichen Interessen und
staatlicher Landeskulturpolitik in Westfalen und Brandburg (1830
- 1880)". Dabei macht sie die Modernisierung nicht als lineare
Erfolgsgeschichte sondern auch ihre Schattenseite sichtbar und
verdeutlicht, wie auf diese Weise die "Kulturlandschaft" als
Produkt menschlichen Handelns entstanden ist.
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