[WestG] [AKT] Der LWL verleiht seinen Konrad-von-Soest-Preis 2009 an Rune Mields

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Dez 2 09:41:30 CET 2009


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 01.12.09 10:54


AKTUELL

Der LWL verleiht seinen Konrad-von-Soest-Preis 2009 
an Rune Mields

Die Künstlerin Rune Mields hat am Dienstag (01.12.) aus den 
Händen von LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch den renommierten 
Konrad-von-Soest-Preis entgegengenommen. „An ihren Arbeiten 
beeindrucken besonders ihre Rationalität, ihre überzeugenden 
Verbindungen zur Mathematik und zu außereuropäischen Kulturen 
sowie die präzise Schärfe ihrer Bilder“, lobte Kirsch, bevor er 
Mields den mit 12.800 Euro dotierten Preis im LWL-Landesmuseum 
für Kunst und Kulturgeschichte in Münster überreichte und 
gleichzeitig eine Ausstellung mit 34 Werken von Rune Mields 
eröffnete. Den mit 12.800 Euro dotierten „Westfälischen 
Kunstpreis“ verleiht der LWL alle zwei Jahre im Wechsel mit dem 
Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis für Literatur.

"Ausgezeichnet wird das Lebenswerk einer Künstlerin, die 
intensiv an der Schnittstelle von 
mathematisch-wissenschaftlicher Systembildung und 
differenziertem malerischen Ausdruck arbeitet", heißt es in der 
Begründung der Jury. Mields sei eine Konzeptkünstlerin der 
ersten Stunde, die zugleich einen weiten kulturhistorischen 
Horizont in ihr Oevre integriere und nicht zuletzt dadurch 
einen nachhaltigen Einfluss auf die jüngere Künstlergeneration 
ausübe, so die Jury weiter.

"Rune Mields Werk ist darauf angelegt, dem System der Zeichen 
die Schönheit ihrer sinnlichen und geistigen Ausstrahlung zur 
Erschließung von Wirklichkeit und deren Erfindern ein Gesicht 
zurückzugeben", sagte die Kunstkritikerin und langjährige 
Leiterin des Bonner Kunstvereins, Dr. Annelie Pohlen, in ihrer 
Laudatio. Mields öffne mit ihren Werken ein Fenster zum Leben 
als kreative Interaktion zwischen Sehen, Empfinden, Denken vor 
und nach der Moderne, so Pohlen weiter.

Die aktuelle Ausstellung mit 34 Werken der Preisträgerin ist 
noch bis zum 14. März 2010 im Altbau des LWL-Landesmuseums für 
Kunst und Kulturgeschichte am Domplatz zu sehen. Die 
Ausstellung macht deutlich, wie Mields sich schon früh mit 
ihren Bildserien zu mathematischen Regelsätzen und zum 
Verhältnis von Zeichen und Sprache als konzeptuelle Malerin 
auseinandergesetzt hat. Sie verfolgt in ihren Gemälden, die 
ausschließlich in Schwarz, Weiß und Grauwerten gehalten sind, 
Themenfelder wie Mathematik, Musik, Logik sowie die Mythen der 
Hochkulturen. In ihnen will Rune Mields ihre aufklärerische 
Haltung, ihre Überwindung des Eurozentrismus, ihre Offenheit 
gegenüber arabischen, asiatischen und afrikanischen Denkformen 
und ihre Verbindung von klarem Denken und ästhetischer 
Schönheit deutlich machen.

Zur Person
Rune Miels wurde 1935 in Münster geboren, arbeitet und lebt 
heute in Köln. Früh etablierte sie sich als konzeptuelle 
Malerin. Ihre in schwarz, weiß und grau gehaltenen Gemälde 
stellte sie bisher auf zahlreichen Ausstellungen vor. Ihrer 
ersten größeren Einzelausstellung im Westfälischen Kunstverein 
1971 folgten unter anderem Ausstellungen in Kiel 1977, 
Mönchengladbach 1983 sowie die Beteiligung an der Biennale von 
Venedig 2001. Der „Konrad-von-Soest-Preis“ ist neben dem 
„Kulturpreis der Stadt Köln“ und dem „Gabriele Münter Preis“ 
bereits die dritte Auszeichnung für die vierfache Mutter.


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