[WestG] [AKT] "Herausragender Sozialexperte": LWL-Direktor wuerdigt verstorbenen Landesrat a.D. Erhard Bruch
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Dez 2 09:39:10 CET 2009
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 01.12.2009, 13:32
AKTUELL
"Herausragender Sozialexperte"
LWL-Direktor würdigt verstorbenen Landesrat a.D. Erhard Bruch
"Als herausragender Sozialexperte hat Erhard Bruch den
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) entscheidend
mitgeprägt. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Der LWL
wird seinem ehemaligen Landesrat für die Hauptfürsorgestelle,
Sozialhilfe und Sonderschulen ein ehrendes Andenken bewahren.
Seine beharrliche Arbeit an dauerhaften und verlässlichen
Hilfeangeboten für Menschen in besonderen sozialen
Schwierigkeiten bleibt unvergessen." Mit diesen Worten haben
Maria Seifert, Vorsitzende der westfälisch-lippischen
Landschaftsversammlung, und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch
den am Sonntag (29.11.09) im Alter von 78 Jahren verstorbenen
Ex-Dezernenten gewürdigt.
32 Jahre lang war Bruch beim LWL tätig, bevor er im April 1993
in den Ruhestand ging. Der gebürtige Frechener arbeitete nach
dem Zweiten Juristischen Staatexamen zunächst in der damaligen
Straßenbauverwaltung des Verbandes unter anderem am Bau der
‚Sauerlandlinie’ mit. 1970 wurde er zum Landesrat und Leiter
der Hauptfürsorgestelle ernannt, 1971 kam die Zuständigkeit für
die Sonderschulen und die Sozialhilfe hinzu. Zuletzt war Bruch
mit 270 Mitarbeitern verantwortlich für Sozialhilfeleistungen
an rd. 90.000 Menschen in Westfalen-Lippe. Als besonders
verdienstvoll galt sein Einsatz für Arbeitsplätze von
Nichtseßhaften, für die Schul- und Berufsausbildung schwer
körperlich behinderter Menschen, für Wohnungen und
Arbeitsmöglichkeiten mehrfach behinderter blinder Menschen
sowie für den Ausbau und die Ausstattung der seinerzeit 40
Förderschulen und fünf Internate für rd. 4.800 gehandicapte
Schüler.
In seinem Hauptamt wie auch als langjähriger Vorsitzender
(1974-1986) der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der
überörtlichen Träger der Sozialhilfe habe Bruch „mit seinem
Wissen und seinem Sinn für Gerechtigkeit soziale Infrastruktur
zugunsten derjenigen verändert, die die Gesellschaft oft
vergisst“, hieß es bei seiner Verabschiedung. Bruch sei "nicht
nicht nur der beste Kenner der Sozialarbeit in Westfalen-Lippe"
gewesen, sondern habe sich "weit über das übliche Maß für
sozial Benachteiligte wie die alten und pflegebedürftigen
Menschen, Mehrfachbehinderten, Gehörlosen, Blinden und
Sehbehinderten engagiert."
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