[WestG] [AKT] Kreisweite Totenzetteldatenbank ist auf 72.000 Exemplare angewachsen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Apr 30 10:50:14 CEST 2009
Von: "Kreis Borken" <info at presse-service.de>
Datum: 29.04.2009, 14:32
AKTUELL
Kreisweite Totenzetteldatenbank ist auf 72.000 Exemplare
angewachsen
Arbeitsgemeinschaft Genealogie Westmünsterland tagte im
Bocholter Stadtmuseum
Wer sich mit der Geschichte seiner Familie befasst, für den
sind Totenzettel gute Hilfsmittel. Schließlich verraten gerade
ältere Exemplare nicht nur die Lebensdaten des Verstorbenen,
sondern geben auch einen Einblick in die wichtigsten Stationen
seines Lebens. Über 72.000 Totenzettel haben Heimat- und
Familienforscher aus dem Kreis Borken mittlerweile erfasst und
digitalisiert.
Diese Zahl nannte Alfons Nubbenholt aus Ahaus, Sprecher der
Arbeitsgemeinschaft Genealogie Westmünsterland, jetzt bei der
Tagung der Gruppe in Bocholt. Über 50 Interessierte waren ins
Bocholter Stadtmuseum gekommen, um sich mit Gleichgesinnten
auszutauschen.
Kreisheimatpfleger Wolfgang Feldhege aus Bocholt hob in seinem
Grußwort hervor, dass die Genealogen mittlerweile zur größten
kreisweiten Arbeitsgruppe der Heimatvereine herangewachsen
seien. 159 Männer und Frauen sind aktuell Mitglied. "Einige
weitere haben bereits ihren Beitritt angekündigt", berichtet
Nubbenholt. Die Tür steht auch Interessierten offen, die sich
außerhalb des Kreises Borken mit dem Thema befassen.
Innerhalb der Kreisgrenzen leisteten viele Helferinnen und
Helfer in den Orten Basisarbeit, die schließlich allen Menschen
im Kreis Borken, die sich mit der Geschichte ihrer Vorfahren
auseinandersetzen wollten, zugute komme. Neben den Totenzetteln
sammeln einige Gruppen auch Totenanzeigen. 10.500 sind
mittlerweile in einer Datenbank zu finden. 43.200 Eintragungen
für den gesamten Kreis gibt es inzwischen in den Findbüchern,
die die Lebensdaten eines Menschen auflisten und gleichzeitig
die Quellen in Archiven und Registern nennen.
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Genealogie
Westmünsterland hoffen, dass sich in Zukunft noch mehr Gruppen
für die systematische Erschließung der Bestände begeistern
lassen. So sammeln zurzeit lediglich 19 der insgesamt 45
Heimatvereine im Kreis Borken Totenzettel. Über die
Aufarbeitung und Ordnung eines Hofarchives berichtete im Rahmen
der Tagung Bernhard Robers aus Vreden.
So stellte er ein Testament und ein sogenanntes Inventar aus
dem 19. Jahrhundert vor, das beim Tod von Bauer oder Bäuerin
aufgestellt werden musste. Eine Reihe von Vorträgen soll in den
kommenden Monaten über die Besonderheiten von Dokumenten aus
einem Hofarchiv informieren. Auf dem Programm der Tagung
standen auch einige Terminabsprachen.
So nehmen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft an Veranstaltungen
der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und
Familienforschung und der Gesellschaft für Historische
Landeskunde teil. Fest notiert ist zudem der Kreisheimattag am
16. Mai 2009 in Ahaus-Wüllen. Schwerpunktthema ist in diesem
Jahr die Genealogie.
INFO
Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft Genealogie
Westmünsterland gibt es im Internet unter
www.genealogie-kreis-borken.de.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte