[WestG] [AKT] Fuehrung: 200 Jahre Wohnen und Arbeiten in Bochum, Bochum, 06.09.2008

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Sep 2 11:43:04 CEST 2008


Von: "Forum Geschichtskultur"  <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 02.09.2008, 09:11
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"


AKTUELL

Führung: Von Nutzgärten und Kostgängern. 
200 Jahre Wohnen und Arbeiten in Bochum

Samstag, 6. September 2008, 15.00 Uhr

Zechensiedlungen - jeder, der im Ruhrgebiet wohnt, kennt sie. 
Aber wie sind sie entstanden? Um dieser Frage nachzugehen lädt 
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am kommenden Samstag zu 
einer besonderen Führungen in sein Industriemuseum Zeche 
Hannover nach Bochum ein.

Wohnen direkt am Arbeitsplatz, das war zur Zeit des Bergbaus im 
Revier ein hohes Ideal. Bequem für den Bergmann, der nach der 
Arbeit zu Fuß nach Hause gehen konnte - und gut für das Bergwerk,
 das auch nach Feierabend die Belegschaft nicht aus den Augen 
verlor. Startpunkt des historischen Rundgangs ist die Zeche 
Hannover mit der Kleinkolonie Am Rübenkamp, in der ab 1890 
Bergleute mit ihren Familien und Kostgängern wohnten. Weiter 
führt der Rundgang durch die Eickeler Kolonie und die Siedlung 
Dahlhauser Heide, die Alfred Krupp in den Jahren 1907-1915 als 
Arbeiterdorf mit westfälischen Bauernhäusern errichten ließ. Den 
Häusern gemein sind die riesigen Nutzgärten, die die 
Bergarbeiterfamilien benötigten, um Gemüse und Obst anzubauen 
und die Familie zu ernähren. Denn der Zechenlohn reichte oftmals 
nicht aus.

Den Abschluss der Zeitreise durch die Geschichte der 
Bergarbeitersiedlungen bildet ein Abstecher zu den 
"Montagehäusern System Schneider", die ab 1948 errichtet wurden, 
um die drängende Wohnungsnot in der Nachkriegszeit zu lindern.


INFO

Treffpunkt:
Zechenvorplatz
LWL- Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
URL: www.lwl-industriemuseum.de