[WestG] [AKT] Die Deportationen vom Oktober 1938 und das Schicksal der Dorstener Familie Reifeisen, Dorsten, 09.11.2008
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Nov 6 10:45:39 CET 2008
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 05.11.2008, 08:31
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
Die Deportationen vom Oktober 1938 und das Schicksal
der Dorstener Familie Reifeisen
Referent/in:
Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxe l/
Dr. Norbert Reichling, Dorsten
Sonntag 9. November 2008, 17.00 Uhr
Der 9. November 1938 und die an diesem Tag begonnenen Pogrome in
den meisten Städten des Deutschen Reichs hatten eine grausame,
wenig bekannte Vorgeschichte: die Deportation von etwa 17.000
Juden polnischer Herkunft aus Deutschland nach Polen. In der
Befürchtung, diese Gruppe könne als Staatenlose in Deutschland
verbleiben, und auch als logistisches "Vorspiel" für spätere
Aktionen, wurden diese meist seit Jahrzehnten hier lebenden
Menschen und ihre Familien an die polnische Grenze verfrachtet
und dort - gegen den Willen der polnischen Behörden - über die
Grenze getrieben.
Zu den Betroffenen gehörte auch die Familie des Herschel
Grynszpan, der mit seinem Pariser Attentat gegen diese Schandtat
protestieren wollte und damit den Vorwand für die Nazi-Pogrome
lieferte. Auch die Dorstener Kaufmannsfamilie Reifeisen war von
dieser "Polenaktion" genannten Deportation betroffen. Anhand neu
entdeckter Quellen wird ihr Schicksal genauer ausgeleuchtet.
Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel und Norbert Reichling sind
Vorstandsmitglieder im Trägerverein des Jüdischen Museums
Westfalen.
INFO
Veranstaltungsort:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten
URL: http://www.jmw-dorsten.de/index.php?action=home