[WestG] [AUS] Ausstellung zur Kommunikation zwischen den Generationen, Bochum-Hordel, 03.05.-20.07.2008
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Mai 5 11:35:13 CEST 2008
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 02.05.2008, 10:29
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AUSSTELLUNG
Alt und Jung auf ZeitReise im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Ausstellung zur Kommunikation zwischen den Generationen
3. Mai bis 20. Juli 2008
Demographischer Wandel, Generationengerechtigkeit - diese Themen
sind in aller Munde. Viel wird über die Generationen gesprochen,
aber sprechen sie auch miteinander? Mit der Ausstellung "Alt und
Jung auf Zeitreise" bietet der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe in seinem Industriemuseum Zeche Hannover in
Bochum Gelegenheit zum aktiven Austausch der Generationen über
den Wandel von Industrie, Natur und Alltag in den vergangenen
150 Jahren. Die Schau wird am Freitag, 2. Mai, um 19 Uhr
eröffnet und läuft bis zum 20. Juli.
Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen eines Modellprojektes,
das der LWL mit Unterstützung des Landes NRW auf der
Henrichshütte Hattingen veranstaltet hat. 1.200 Senioren, Kinder
und Jugendliche erkundeten Geschichte und Natur der
Industriebrache. Die gemeinsamen Erlebnisse brachten Alt und
Jung miteinander ins Gespräch über Arbeit und Familie, Umwelt
und Freizeit damals und heute. Aus den Entdeckungen, Ideen und
Erfahrungen der Projekt-Teilnehmer entstand eine lebendige
Ausstellung. Sie zeigt, was die Generationen voneinander denken
- und dass der Austausch zwischen Alt und Jung immer ein Gewinn
ist.
Die erlebnisorientierte Ausstellung richtet sich an Menschen von
neun bis 99 Jahren. Begleitet von zwei Schattenrissfiguren,
können die Besucher auf eine gemeinsame Entdeckungsreise gehen.
Neun Erlebnisstationen regen dazu an, mit der anderen Generation
ins Gespräch zu kommen. "Wichtig ist uns, dass die Besucher über
eigene Aktivität und Erfahrungen zum Gespräch finden. Deshalb
kann man in der Ausstellung an jeder Station selbst etwas tun,
zum Beispiel Fundstücke verschiedener Zeiten aus dem Boden
befördern", erklärte Museumsleiter Dietmar Osses am Mittwoch
(30.4.) bei der Vorstellung der Ausstellung in Bochum.
Die Entdeckungsreise beginnt an einer Grabungsstation: Mittels
eines Hebels können Besucher an einer Grabungsstation selbst
Fundstücke aus verschiedenen Zeiten ans Tageslicht heben. An den
folgenden Stationen entdecken die Besucher diese Fundstücke
wieder: Ein Hufeisen aus der vorindustriellen Zeit oder einen
Henkelmann, der zum Gespräch über Pause, Arbeit und Schule im
Wandel der Zeit anregt. Der Klang von Schlägen auf einem
verrosteten Ölfass weckt bei Senioren und Junioren
unterschiedliche Erinnerungen zwischen Maschinenklängen und
Musikrhythmen. Die Pflanzen der Industriebrache schlagen den
Bogen von der vorindustriellen zur nachindustriellen Zeit.
Zum Abschluss ermöglicht ein Streifenspiegel einen amüsanten
"Generationen-Mix": Stellen sich Alt und Jung gegenüber, ergibt
das ein ganz neues Bild . Per Computer können die Besucher an
der letzten Station ihre eigenen Gedanken zum Miteinander der
Generationen und ihre Meinung zur Ausstellung auf einem
leuchtenden Schriftzug mitteilen.
Mit dem umfangreichen Begleitprogramm zur Ausstellung will das
Museum nicht nur den Dialog der Generationen fördern, sondern
auch den Wandel der Natur durch die Industrialisierung in den
Vordergrund stellen. Dazu hat das Museum zwei neue Führungen
entwickelt. *Mit den neuen Führungen zur Industrienatur zeigt
sich das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in diesem Jahr als
einer der aktivsten Ankerpunkte der Route Industrienatur“, freut
sich Museumsleiter Dietmar Osses.
Begleitprogramm
Im Mittelpunkt des Begleitprogramms steht die Erlebnistour "Alt
und Jung auf Zeitreise". Bei dieser spannenden Tour durch die
Ausstellung und rund um die Zeche Hannover begeben sich ältere
und jüngere Menschen gemeinsam auf eine Zeitreise. Im
Mittelpunkt steht dabei der Dialog über Arbeit, Wohnen, (Frei-)
Zeit und Zukunft.
Spielerische Mitmachaktionen regen zum Gespräch über die
Geschichte und Erfahrungen aus dem eigenen Leben an. Das
LWL-Museumsteam stellt für diese Erlebnistour altersgemischte
Gruppen zusammen und hilft Alt und Jung bei der Suche nach einer
passenden Gruppe. Anmeldungen und Beratung unter der Rufnummer
0234/ 61 00 874. Für Einzelbesucher bietet das Museum folgende
Termine an: So, 25.5.; So, 8.6. und So, 6.7., jeweils 15-17 Uhr.
Weitere Programmpunkte:
So, 4.5. und So 1.6., 15-17 Uhr
Industrienatur rund um die Zeche Hannover. Überlebenskünstler
der Tier- und Pflanzenwelt auf altem Industriegelände.
In Kooperation mit RVR Ruhr Grün.
Sa, 10.5. und Sa, 14.6., 15-17 Uhr
Kohle, Kröte, Königskerze. Neue Tiere und Pflanzen
entdecken rund um die Zeche Hannover.
Do, 22.5., 11-13 Uhr und Sa, 28.6., 18-20 Uhr
Haldentour. Zeitreise über Halden und Brachen der Zeche
Hannover für die ganze Familie.
So, 15.6., 11-13 Uhr
So lebten und speisten die Bergarbeiter. Alltag und
Ernährung der Bergleute.
INFO
Ort:
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum-Hordel
Öffnungszeiten: Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr