[WestG] [AKT] Familiensonntag im LWL-Museum fuer Archaeologie in Herne, 02.03.2008, Herne
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Feb 21 10:36:50 CET 2008
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 21.02.2008, 09:35
AKTUELL
Am 2. März ist Familiensonntag im LWL-Museum für
Archäologie in Herne
"Und - schon was gefunden?"
Am 2. März steht der Familiensonntag im LWL-Museum für
Archäologie) in Herne ganz im Zeichen der Mitmachausstellung
"Achtung Ausgrabung!". Um 15 Uhr stellt die Archäologin
Elisabeth Dickmann die aktuelle Großgrabung in Borken vor.
Kinder von zehn bis zwölf Jahren führen unter dem Motto "Und -
schon was gefunden?" eine Ausgrabung unter professioneller
Anleitung durch.
Parallel hierzu können die Erwachsenen an einem Rundgang durch
die Mitmachausstellung im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) teilnehmen. Wer sich lieber mit der
Menschheitsgeschichte Westfalens in den letzten 250 000 Jahren
auseinandersetzt, kann dies in einer Führung um 15 Uhr tun.
"Archäologie zum Anfassen" stellt die Archäologin Elisabeth
Dickmann um 15 Uhr am Beispiel der aktuellen Ausgrabung
"Borken-West" vor. Die Besucher lernen hier die neuesten Funde
dieser Ausgrabung kennen, die in der Mitmachausstellung
präsentiert werden.
"Und - schon was gefunden?" heißt es für die Zehn- bis
Zwölfjährigen, die an dem Programm um 14 und um 16 Uhr
teilnehmen, denn hier wird jeder zum Ausgräber. Mit dem nötigen
Werkzeug ausgerüstet legen sie Funde frei, sortieren und
bestimmen sie. Dafür stehen in einem gesonderten Bereich
Arbeitsplätze zur Verfügung. Hier suchen die
Nachwuchs-Archäologen nach Informationen über die Herkunft, die
einzelnen Bestandteile, das Alter und die Funktion ihrer
Entdeckungen.
Indiana Jones ist wohl einer der bekanntesten Archäologen der
Welt, doch hat die Filmfigur nicht viel mit dem zu tun, was
Archäologen wirklich leisten. Davon können sich die Teilnehmer
des Rundganges "Achtung Ausgrabung" selbst überzeugen. Jeweils
um 14 und um 16 Uhr erleben sie eine professionelle
Grabungskampagne unter nahezu authentischen Bedingungen.
Hintergrund zu "Borken-West" Die LWL-Archäologie für Westfalen
gräbt seit 2006 auf der Trasse der geplanten Bundesstraße 67n.
Schon mehr als zwei Drittel der insgesamt 90 000 Quadratmetern
haben die Archäologen bis jetzt untersucht und eine nahezu
kontinuierliche, über 5000 Jahre reichende Besiedlung
festgestellt.
Die ältesten Funde sind 5500 Jahre alte Geräte aus Feuerstein.
4000 Jahre alt sind Pfosten- und Vorratsgruben, in denen
Tongefäße, Pfeilspitzen und verkohlte Pflanzenreste lagen. Diese
stammen aus der Zeit, als die Menschen in Westfalen lernten
Metalle zu gebrauchen.
Zwischen 500 v. Chr. und um Christi Geburt datieren Spuren von
großen Wohn-Stall-Häusern, dazu Gruben und Brunnen,
Vorratsspeicher und Zäune. Die Menschen dieser ländlichen
Ansiedlung hinterließen viele Alltagsgefäße aus Keramik, aber
auch kostbare Objekte wie einen Bronzehalsring oder Teile von
importierten Armringen aus blauem Glas.
In das 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. gehört eine
Händlersiedlung. Hunderte von bereits damals beschädigten
Gewandspangen, Teilen von Pferdegeschirr und anderen
Bronzegegenständen zeigen, dass die Menschen mit Altmetall
handelten, es einschmolzen und wiederverwerteten. Auch in den
folgenden Jahrhunderten blieb der Raum um Borken ein beliebter
Siedlungsplatz.
Ab etwa 800 n. Chr. lebte dort eine bäuerlich wirtschaftende
Gemeinschaft. Dass diese Menschen über ein gutes Auskommen
verfügten, zeigen aufwendig gearbeitete Gewandspangen oder auch
ein vergoldeter Anhänger. Besonders Interessierte haben am 31.
Mai die Möglichkeit, sich selbst vor Ort im Rahmen einer
Exkursion über den aktuellen Stand der Großgrabung zu
informieren.
Termine:
Sonntag, 2. März 2008
- 15 Uhr "Archäologie zum Anfassen": Grabungsleiterin Elisabeth
Dickmann stellt die aktuelle Großgrabung in Borken vor
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Und - schon was gefunden?" - Programm
für Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren.
- 14 Uhr und 16 Uhr: "Achtung Ausgrabung!" - Führung durch
die Sonderausstellung
- 15 Uhr: "gesucht. gefunden. ausgegraben." - Führung durch
die Dauerausstellung
Eine telefonische Anmeldung unter 02323 94628-0 während der
Öffnungszeiten des Museums wird empfohlen.
Kosten:
Zu entrichten ist nur der Eintrittspreis:
Sonderausstellung "Achtung Ausgrabung!":
Erwachsene 3,50 Euro, 6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Dauerausstellung: Erwachsene 3,50 Euro,
6- bis 17-Jährige 2 Euro, Familien 8 Euro.
Kombiticket: Erwachsene 5 Euro,
6- bis 17-Jährige 3 Euro, Familien 12 Euro.
INFO
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-0
URL: www.lwl-landesmuseum-herne.de
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr,
Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag,
Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und am 1.1.