[WestG] [AUS] "Alles wird Kunst sein ...": 100 Jahre LWL-Landesmuseum, Muenster, bis zum 15.06.2008
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Apr 25 10:29:31 CEST 2008
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 24.04.2008, 12:17
AUSSTELLUNG
Das Plakat als Bildbotschafter
"Alles wird Kunst sein ...": 100 Jahre LWL-Landesmuseum
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster
präsentiert bis zum 15. Juni in einer umfassenden
Jubiläumsausstellung mit über 200 Exponaten ein Jahrhundert
ereignisreicher Sammlungsgeschichte des Hauses. Die Ausstellung
"Alles wird Kunst sein ..." im Museum des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) spiegelt anhand von bedeutenden Gemälden
wider, wie sich die Sammlung von 1908 bis heute entwickelt hat:
von Werken des Mittelalters über Renaissance und Barock bis hin
zur Kunst der Moderne und Gegenwart. In einer Serie stellt der
LWL ausgewählte Exponate der Ausstellung vor.
1948 veranstaltete das Landesmuseum die Ausstellung "Der
Westfälische Friede", die mit einem heute sehr seltenen Plakat
beworben wurde. Mit 12.500 Besuchern, davon über 7.500 Schüler,
war es die bis 1952 erfolgreichste Ausstellung der
Nachkriegszeit, und war mit Leihgaben vor allem deutscher Museen
und Archive bestückt.
Mit seiner Gedächtnisausstellung zur 300. Wiederkehr des
Friedensschlusses von Münster und Osnabrück und mit zahlreichen
begleitenden Aktivitäten meldete sich das Landesmuseum drei
Jahre nach Kriegsende auch überregional im Kunstbetrieb zurück.
Die Schau bot endlich auch wieder Gelegenheit, abgerissene
Kontakte ins Ausland - zunächst in die Niederlande, aber auch
nach Schweden und Frankreich - neu anzuknüpfen.
Plakate sind Bildbotschafter. Demzufolge verlangte das
ambitionierte Projekt der Friedensausstellung eine entsprechend
niveauvolle Plakatsprache. In dem Kölner Maler und
Graphik-Designer Joseph Faßbender (1903-1974) fand das Museum
den Künstler, der in dem zentralen Motiv des Friedensengels eine
zurückhaltenden Gegenständlichkeit mit abstrakten Bildelementen
"modern" zu verbinden wusste. Köln entwickelte sich Ende der
1940er Jahre erstaunlich schnell wieder zu einem Zentrum der
Moderne für den Deutschen Westen mit zahlreichen Initiativen der
Museen und Privatgalerien.
Das sehr seltene Plakat - auch das LWL-Landesmuseum selbst besaß
kein Exemplar mehr - ist durch die kollegiale Vermittlung des
Münsteraner Stadtmuseums 2006 wieder ins Haus gelangt, nachdem
es gleich mehrfach im Internet angeboten worden war. Die
ursprüngliche Auflage aus dem Jahr 1948 betrug nur 600
Exemplare.
INFO
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
48143 Münster
Tel.: 0251 5907-01
Fax: 0251 5907-210
E-Mail: landesmuseum at lwl.org