[WestG] [AKT] Claus Leggewie neuer KWI-Direktor
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Mi Mai 16 13:15:18 CEST 2007
Von: "Uni Dortmund Medieninfo" <medieninfo at uni-dortmund.de>
Datum: 16.05.2007, 13:09
AKTUELL
Gemeinsame Erklärung der
Universitätsallianz Metropole Ruhr
Claus Leggewie neuer KWI-Direktor
Ein erheblicher Gewinn für die Universitätsallianz Metropole Ruhr ist
die Bestellung von Prof. Dr. Claus Leggewie zum neuen Direktor des
Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI), das von den Universitäten
Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund getragen wird. Der international
renommierte Politologe hat derzeit eine Professur an der Universität
Gießen inne und gilt u.a. als Experte für kulturelle Globalisierung,
europäische Erinnerungskultur oder auch die politische und
wissenschaftliche Kommunikation in digitalen Medien.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt in der Ruhrregion hat Prof.
Leggewie am Mittwoch, 6. Juni, in der Universität Duisburg-Essen. Er
wird über die "Wissenschaft in der öffentlichen Kommunikation"
referieren und den Universitätspreis 2007 entgegennehmen. Die feierliche
Amtsübernahme als Nachfolger von Professor Jörn Rüsen wird am 12. Juli
im KWI stattfinden.
Rektor Prof. Dr. Lothar Zechlin von der Universität Duisburg-Essen:
"Ich freue mich sehr für unsere Universitätsallianz, dass das KWI
künftig von Professor Leggewie geleitet wird. Ich bin davon
überzeugt, dass er die Integration des KWI in die drei
Ruhrgebietsuniversitäten erfolgreich gestalten und entscheidende Akzente
für die Wissenschaftslandschaft in der Ruhrregion setzen wird, die sich
auf ihre Rolle als Kulturhauptstadt vorbereitet." Rektor Prof. Dr. Elmar
Weiler von der Ruhr-Universität Bochum pflichtet seinem Kollegen Zechlin
bei: "Das KWI ist ein wichtiger Baustein in unserem Antrag zur
Exzellenzinitiative und mit Claus Leggewie gewinnt die Wissenschaft und
Kultur im Ruhrgebiet deutlich weiter an Profil." Prof. Dr. Eberhard
Becker, Rektor der Universität Dortmund betont: "Die gemeinsame
Trägerschaft des KWI durch die drei Universitäten ist ein wichtiger
Beitrag, um die Exzellenz des Institutes zu sichern. Wir verfolgen damit
den richtigen Weg."
Das KWI - 2002 vom Wissenschaftsrat sehr gut beurteilt - nimmt aufgrund
seiner Eigenständigkeit, seiner internationalen Sichtbarkeit und seiner
Struktur als "Advanced Study Institute" eine Sonderstellung unter den
geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen des Landes
ein. Über die eigenen Forschungen hinaus hat das KWI die Rolle eines
"Wissenschaftskollegs NRW" in den Geistes- und Kulturwissenschaften und
agiert als Impulsgeber für die angestrebte Vernetzung von
Geisteswissenschaftlern.
Als Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität
in Gießen wirkt Prof. Claus Leggewie im dortigen Sonderforschungsbereich
"Erinnerungskulturen" mit und ist Gründungsdirektor des Gießener
"Zentrums für Medien und Interaktivität". Gastprofessuren und
Forschungsaufenthalte führten ihn an das Wissenschaftskolleg zu Berlin,
das Institut für die Wissenschaft vom Menschen in Wien und die Université
Paris X. An der New York University war er erster Inhaber des Max
Weber-Lehrstuhls. Die Publikationen und Forschungsschwerpunkte von Claus
Leggewie beziehen sich u.a. auf die kulturelle Globalisierung, die
europäische Erinnerungskultur, die Demokratie in nichtwestlichen
Gesellschaften, die politische und wissenschaftliche Kommunikation in
digitalen Medien und die politische Ikonografie.
Einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist Leggewie nicht nur
durch seine zeitkritischen Analysen in den überregionalen Zeitungen,
sondern auch als engagierter Buchautor. In "Die 89er", veranschaulichte
er zum Beispiel den aktuellen Generationenkonflikt: Vom politisch
engagierten Schüler über den Skinhead bis zur jungen Erbin und dem
erfolgreichen Öko-Unternehmer werden zeittypische Erfahrungen und
Erwartungen geschildert. Verbunden wird dies mit grundsätzlichen
Überlegungen zu Fragen der Ethik, des politischen Engagements, der
Verantwortung der Elterngeneration und der demokratischen Zukunft
unseres Landes.