[WestG] [LIT] Dokumentation zur Ausstellung "Zwangsarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt" veroeffentlicht

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jul 4 11:46:16 CEST 2007


Von: "Stadt Lippstadt" <info at presse-service.de>
Datum: 03.07.2007, 17:11


LITERATUR

Schwierige Spurensuche
Dokumentation zur Ausstellung "Zwangsarbeiterinnen der 
NS-Zeit in Lippstadt" veröffentlicht

Da Frauen und ihre Arbeits- und Lebensbedingungen in der 
offiziellen Geschichtsschreibung allzu oft vergessen werden, 
gründete sich im Mai 2003 der Arbeitskreis "Frauengeschichte in 
Lippstadt". Frauen aus Lippstadt treffen sich einmal im Monat 
und recherchieren, wie Frauen in vergangenen Zeiten in Lippstadt 
gelebt haben. Begleitet wird der Arbeitskreis vom Stadtarchiv 
und der Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt.

In einem ersten Projekt befasste sich der Arbeitskreis mit den 
vor allem aus Osteuropa stammenden Zwangsarbeiterinnen der 
NS-Zeit in Lippstadt. Zahlreiche Briefe Betroffener liegen im 
Archiv vor. Sie bildeten den Ausgangspunkt für die Beschäftigung 
mit dem Thema.

Um Schicksale von Zwangsarbeiterinnen zu dokumentieren, hat sich 
der Arbeitskreis Frauengeschichte vor Ort auf Spurensuche 
begeben und dazu Akten durchgesehen, Gespräche mit 
Zeitzeugen/innen geführt, auf dem Friedhof recherchiert und 
vieles mehr. Das Ergebnis wurde im März/April 2006 in einer 
Ausstellung im Stadtarchiv der Öffentlichkeit vorgestellt. 
Zahlreiche Einzelbesucher/innen und Gruppen ließen sich bei 
Führungen von den Mitgliedern des Arbeitskreises Einzelheiten 
und Hintergründe erläutern. Die Gespräche und Diskussionen haben 
gezeigt, dass ein großes Interesse an dem Thema besteht.

Deshalb hat der Arbeitskreis eine Dokumentation mit Texten und 
Bildern erstellt. Auch wenn sie über das in der Ausstellung 
Gezeigte hinausgeht, so kann auch sie nur eine Auswahl aus dem 
vorliegenden Material bieten. Weiteres ist im Stadtarchiv 
jederzeit einzusehen. Der Arbeitskreis Frauengeschichte möchte 
sich ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die 
zur Erstellung der Ausstellung und der Dokumentation durch 
zahlreiche Informationen, Hinweise, Dokumente beigetragen haben. 
Durch viele teilweise auch sehr persönliche Schilderungen konnte 
die Ausstellung sowie die Dokumentation diesen Umfang annehmen. 
Es sind auch weiterhin jederzeit Hinweise von Zeitzeugen/innen 
willkommen. Ebenso freut sich der Arbeitskreis über weitere 
Dokumente zur Thematik.


INFO

Die Dokumentation ist im Stadtarchiv, Soeststraße 8, sowie in 
der Buchhandlung Egner, Geiststraße 1, für 5 Euro erhältlich.