[WestG] [AKT] Gesucht: Skulpturen von Elisabet Ney aus dem "Drei-Frauen-Museum"

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Jul 4 11:25:36 CEST 2007


Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 04.07.2007, 10:02


AKTUELL

Gesucht: Skulpturen von Elisabet Ney aus dem 
"Drei-Frauen-Museum"
Stadtmuseum bittet Bürgerschaft um Mithilfe / 
Wer hat Informationen über ehemaliges Museum?

Wer weiß etwas über den Verbleib von Arbeiten der aus Münster 
stammenden Bildhauerin Elisabet Ney (1833-1907)? Vor allem die 
Werke Neys aus dem ehemaligen "Drei-Frauen-Museum" in Münster 
interessieren das Stadtmuseum, das für 2008 eine 
Ney-Retrospektive plant.

Die herausragende Künstlerin ist in Deutschland - anders als in 
den USA - nur noch wenig bekannt. Das Stadtmuseum Münster hat 
sich die Wiederentdeckung dieser ungewöhnlichen Frau, die 
weltweit als eine der ersten Bildhauerinnen von ihrem Schaffen 
leben konnte, zur Aufgabe gemacht. Es bemüht sich, in Münster 
belegte, aber heute verschollene Skulpturen Neys aufzuspüren.

Im Zentrum der Suche stehen Werke aus dem "Drei-Frauen-Museum". 
Dieses städtische Museum im Obergeschoss der ehemaligen 
Johanniterkommende an der Bergstraße wurde am 6. Januar 1932 zu 
Ehren von drei bedeutender Frauen aus Münster eröffnet: der 
Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, der Fürstin Amalie von 
Gallitzin und der Bildhauerin Elisabet Ney.

Ney wurde ein Raum gewidmet, dessen besonderer Blickfang die 
Knabengruppe Sursum war, das Hauptwerk der Künstlerin. Die 
ausgestellten Objekte stammten zumeist von Privatsammlern. In 
der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre verschwinden die Kunstwerke 
aus der Öffentlichkeit und zum 31. August 1938 kündigte die 
Stadt das Mietverhältnis mit der fürstlichen Verwaltung 
Bentheim-Steinfurt, Eigentümer der Johanniterkommende.

Wann und wie das Elisabet-Ney-Zimmer geräumt wurde, ist nicht 
mehr bekannt. Auch über die Rückführung von Objekten zu ihren 
Besitzern lässt sich keine gesicherte Aussage treffen. Von 
vielen Skulpturen verliert sich die Spur. Das Stadtmuseum bittet 
alle um Hinweise, die etwas über den Verbleib der Arbeiten - 
etwa der Knabengruppe Sursum oder der Garibaldi-Büste - wissen 
oder Informationen über das "Drei-Frauen-Museum" haben. 
Ansprechpartnerin: Dr. Edda Baußmann, Tel. 4 92-45 15.