[WestG] [AKT] Geschichte der Hinrichtungsstaette Dortmund waehrend der NS-Zeit, 31.01.2007, Gelsenkirchen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fr Jan 26 11:01:27 CET 2007
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 24.01.2007, 11:12
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
"Die Geschichte der Hinrichtungsstätte Dortmund während
der NS-Zeit"
Vortrag von Dieter Knippschild, Dortmund, mit anschließender
Diskussion
"Der Anfall an Todesurteilen ist im hiesigen Bezirk... recht
hoch und ist im Steigen." Mit diesen Argumenten beantragten im
Mai 1942 der Präsident des Oberlandesgerichts Hamm und der
zuständige Generalstaatsanwalt eine eigene Hinrichtungsstätte
für den OLG-Bezirk, die im Dortmunder Gerichtsgefängnis
eingerichtet werden sollte. Im Juli 1943 fanden die ersten
Exekutionen statt. Die Mehrzahl der während der NS-Zeit in
Dortmund Hingerichteten starb dort unter dem Fallbeil.
Kapitalverbrecher und Kleinkriminelle büßten ebenso dort ihr
Leben ein, wie eine große Anzahl von Widerstandskämpfern aus
Deutschland, Belgien und Nordfrankreich. Die Opfer waren
zwischen 18 und 70 Jahren alt. Richter des Volksgerichtshofes,
von Sondergerichten, Landgerichten aber auch Militärgerichte
sprachen die Urteile. Bis vor wenigen Jahren blieb dieser Teil
der Justizgeschichte des östlichen Ruhrgebiets so gut wie
unbekannt. Erst durch intensive Ermittlungen konnte das
Schicksal von 305 Opfern der Blutjustiz ermittelt werden.
INFO
Ort:
Institut für Stadtgeschichte
Dokumentationsstätte "Gelsenkrichen im Nationalsozialismus"
Cranger Str. 323
45891 Gelsenkirchen
http://www.institut-fuer-stadtgeschichte.de/default.asp