[WestG] [AKT] Vortrag: Wiederaufbau im Schatten der Shoah, 11.01.2007, Dorsten
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Jan 11 09:21:41 CET 2007
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 10.01.07, 09:17
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
AKTUELL
Wiederaufbau im Schatten der Shoah.
Jüdische Gemeinden und nordrhein-westfälische Kommunen nach 1945
Referent: Dr. Jürgen Zieher, Berlin
Donnerstag 11. Januar 19.30 Uhr
Die Wiedergründung jüdischer Gemeinden in Westdeutschland nach
1945 war angesichts der Shoah alles andere als selbstverständlich.
Damit aus vermeintlichen Provisorien dauerhafte Einrichtungen
werden konnten, bedurfte es vielfältiger Faktoren und Entwicklungen.
Eine wichtige Rolle spielten dabei von Anfang an die Kommunen.
Für sie ergaben sich mit den wiederentstandenen Gemeinden
zahlreiche Berührungspunkte, etwa bei der Wiederherstellung und
Pflege der jüdischen Friedhöfe, bei der Einrichtung von Betsälen
und Synagogen, beim Gedenken an die Shoah sowie bei der
Bekämpfung des Antisemitismus.
Im Vortrag werden am Beispiel der Städte Dortmund, Düsseldorf
und Köln die Beziehungen zwischen den Stadtverwaltungen und
den Kultusgemeinden zwischen 1945 und 1960 dargestellt. Dabei
geht es insbesondere um die folgenden Fragen: Welchen Beitrag
leisteten Kommunen zur dauerhaften Etablierung jüdischer
Gemeinden in Westdeutschland? Inwieweit stimmten Anspruch
und Wirklichkeit der Wiedergutmachung auf lokaler Ebene überein?
Wie schätzten Vertreter der jüdischen Gemeinden die
gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Westdeutschland
bzw. der Bundesrepublik nach 1945 ein?
Dr. Jürgen Zieher, Jg. 1969, studierte Geschichte und
Politikwissenschaft in Mannheim und Baltimore/USA. 1997
Magisterexamen. 2002 Promotion im Fach Geschichte an der
Technischen Universität Berlin. Seine Dissertation "Im Schatten
von Antisemitismus und Wiedergutmachung. Kommunen und
jüdische Gemeinden in Dortmund, Düsseldorf und Köln 1945 bis
1960" erschien 2005. Seit 2006 Mitarbeiter einer Stiftung im
Bereich der Kinder- und Jugendförderung.
Gebühr: Mitglieder 3,50 Euro, Nichtmitglieder 5,00 Euro
INFO
Veranstaltungsort:
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten