[WestG] [AKT] Vortrag_ Geschichte der Wickmann-Werke, 27.08.2007
Marcus Weidner
Marcus.Weidner at lwl.org
Fr Aug 24 12:29:07 CEST 2007
Von: "Universitätsstadt Witten" <info at presse-service.de>
Datum: 24.08.2007
AKTUELL
Archivforum: Geschichte der Wickmann-Werke wird erforscht
Eintritt zur Veranstaltung am Montag ist frei
Witten. Gut 75 Jahre lang war Wickmann in Annen ansässig, bis das Werk im Jahr 2006 geschlossen wurde. Mit der Situation des Unternehmens während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt sich am kommenden Montag (27.8.) ab 19 Uhr das 13. Wittener Archivforum.
Dr. Martina Kliner-Fruck, Historikerin und Leiterin des Stadtarchivs Witten, lädt zu diesem kostenfreien Vortrags- und Diskussionsabend alle interessierten Wittenerinnen und Wittener herzlich ins IG-Metall-Gewerkschaftshaus an der Hans-Böckler-Straße 12 ein. Referent ist Ralph Klein, der zurzeit zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Witten forscht. Darum wird es auch keine abschließende Darstellung geben, sondern den Einblick in laufende Forschungen öffnen.
Die Wickmann-Werke haben sich im Verlauf ihrer Unternehmensgeschichte vom kleinen, handwerklich organisierten Familienbetrieb, der elektrische Sicherungen für die fortschreitende Elektrifizierung der Haushalte herstellte, zu einem multinational operierenden Konzern und Marktführer der Branche entwickelt. Im Nationalsozialismus nutzten Inhaber die „Gunst der Stunde“ und disziplinierten ihre Belegschaft mit einer Mischung aus Terror und Sozialleistungen. Die Wickmann-.Werke waren außerdem äußerst erfolgreich in der Konkurrenz um die knappen Arbeitskräfte. Auch dank Hunderter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter arbeitete das Werk in diesen Jahren profitabler denn je und verschaffte sich dadurch eine so gute Ausgangsposition für noch mehr Wachstum in der Nachkriegszeit.
Dr. Martina Kliner-Fruck: „Auf die Besucherinnen und Besucher warten am 27. August außer interessanten Sachinformationen auch eine Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter aus Wittens Partnerstadt Tczew. Diese Männer und Frauen mussten während des Zweiten Weltkriegs zwar nicht für die Wickmann-Werke, aber für andere Unternehmen in Deutschland Zwangsarbeit leisten. Die anschließende Diskussion lässt daher viel Spannung erwarten.“
(jk - 24/08/07)
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