[WestG] [AKT] Historische Foerdermaschine treibt Seilscheiben auf Zollern an
Dr. Marcus Weidner
mw at jmr-weidner.de
Fre Jun 9 12:11:13 CEST 2006
Von: "Christiane Spänhoff" <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 08.06.2006, 13:40
AKTUELL
Industriemuseum hat den "Dreh" heraus
Historische Fördermaschine treibt Seilscheiben auf Zollern an
40 Jahre nach der Zechenschließung lässt der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) auf dem Fördergerüst der Zeche Zollern in Dortmund
erstmals wieder die Seilscheiben drehen. Angetrieben von der
elektrischen Fördermaschine, sorgt ein Seil während der
Fußball-Weltmeisterschaft regelmäßig für den richtigen Dreh auf dem 45
Meter hohen Turm. Der wird damit zum weithin sichtbaren Wahrzeichen für
die bewegte Montan-Geschichte der Region. *Das ist einmalig in
Deutschland", so Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Industriemuseums
Zeche Zollern II/IV, am Donnerstag (8.6.) bei der Generalprobe in
Dortmund-Bövinghausen.
Das Werkstattteam vom Museum hatte in den vergangenen Wochen ganze
Arbeit geleistet: Ein 150 Meter langes Kunststoff-Seil wurde auf die
Treibscheibe der Fördermaschine, die Seilscheiben auf dem Fördergerüst
und eine neue Umlenkrolle aufgelegt. Die beiden Enden wurden miteinander
verknüpft, so dass eine Endlosschleife entstand. Bereits im Frühjahr
letzten Jahres hatte das Industriemuseum mit Hilfe von ehrenamtlichen
Helfern die Fördermaschine der Firma Siemens & Halske von 1902/03 in
Betrieb genommen. Der technische *Dinosaurier" gilt als älteste
elektrische Fördermaschine im Bergbau.
Für die Museumsleiterin ist der neue Dreh auf dem Fördergerüst kein
reiner Akt der Nostalgie: *Damit wird der historische
Funktionszusammenhang zwischen Maschinenhalle und Förderung wieder
erfahrbar. Das konnten wir bislang nur am Modell erklären." Anders als
zur Betriebszeit der Zeche Zollern (1904-1966), als zwei Körbe mit Kohle
oder Bergleuten hinab in den 462 Meter tiefen Schacht II bzw. von unten
wieder hinauf fuhren, läuft das Seil jetzt allerdings über eine
Umlenkrolle im Inneren des Fördergerüstes.
Am Donnerstag lernten ehrenamtliche und festangestellte Mitarbeiter des
Museums das richtige und sichere Fahren mit einer Geschwindigkeit von
neun Metern pro Sekunde - *das entspricht in etwa der historischen
Fördergeschwindigkeit", so Werkstattleiter Willi Marten. Während der
Fußball-Weltmeisterschaft stehen insgesamt 18 Vorführtermine auf dem
*Fahrplan" (s.u.). Auch nach der WM will das LWL-Industriemuseum
versuchen, Maschine und Seilscheiben so oft wie möglich laufen zu
lassen. *Wir müssen allerdings erst Erfahrungen sammeln und brauchen
auch noch zusätzlich ehrenamtliche Mitarbeiter", so Ulrike Gilhaus.
Dinosaurier der Elektrotechnik Technik.
Präsentation der ältesten elektrischen Fördermaschine im Bergbau.
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