[WestG] [AKT] LWL-Kulturdezernent begrueßt Museumsdirektor Dirk Zache in Dortmund
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Die Okt 25 11:00:05 CEST 2005
Von: "Christiane Spänhoff", <christiane.spaenhoff at lwl.org>
Datum: 04.10.2005, 12:29
AKTUELL
LWL-Kulturdezernent begrüßt Museumsdirektor Dirk Zache in Dortmund
Geografisch wechselt er von der Ostsee zum Emscherstrand, kulinarisch
vom Fischbrötchen zur Currywurst, beruflich bleibt der Museumsmann
seinem Metier treu: Dirk Zache, langjähriger Leiter des Museums Peenemünde,
trat am 4.10. seine neue Stelle als Direktor des Westfälischen Industriemuseums
an. Prof. Dr. Karl Teppe, Kulturdezernent des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), begrüßte den neuen Chef des Landesmuseums für
Industriekultur an seinem ersten Arbeitstag in Dortmund.
Der 42-Jährige übernimmt auf der Zeche Zollern II/IV den Posten von
Gründungsdirektor Helmut Bönnighausen, den der LWL im März in den Ruhestand
verabschiedet hatte. Zache ist damit Chef von rund 170 Mitarbeitern an insgesamt
acht Museumstandorten: neben der Dortmunder Zentrale sind das die Zeche
Hannover in Bochum, die Zeche Nachtigall in Witten, die Henrichshütte Hattingen,
das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop , das Textilmuseum Bocholt,
die Ziegelei Lage und die Glashütte Gernheim in Petershagen.
Dirk Zache wurde in Ulm geboren. Seine deutsche Mutter und sein litauischer Vater,
beide Philosophiestudenten in Jena, hatten 1953 die DDR verlassen. Nach dem
Abitur und einer Maurerlehre studierte er in Bamberg Kunstgeschichte, Denkmalpflege,
Kunstpädagogik und -didaktik. Neben dem Studium arbeitete Zache in den Bamberger
Museen und als Bildhauer mit eigenem Atelier sowie einer Galerie für junge Kunst.
1996 wurde der damals 32-Jährige Direktor des Historisch-Technischen
Informationszentrums (HTI) Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom. Die unter
seiner Leitung durchgeführte sensible Sanierung des Kraftwerks auf dem Areal
der ehemaligen NS-Waffenschmiede gilt in der Industriedenkmalpflege als vorbildlich.
Das Museum mit inzwischen rund 300.000 Besucher jährlich ist von der Konzeption
her gleichzeitig Lern-, Gedenk- und Veranstaltungsort.
Dirk Zache ist verheiratet und hat eine Tochter. Die Direktorenstelle in Dortmund ist
zunächst auf sechs Jahre befristet.