[WestG] [AKT] Duelmener Wildpferde im Westfaelischen Freilichtmuseum
Hagen
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mit Jun 1 12:35:05 CEST 2005
Von: "LWL-Pressestelle", <presse at lwl.org>
Datum: 31.05.2005, 15:55
AKTUELL
Dülmener Wildpferde im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen
Hufgeklapper dominiert am kommenden Sonntag (05.06.) das Westfälische
Freilichtmuseum Hagen: Denn an diesem Tag organisiert das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der
Interessengemeinschaft des Dülmener Wildpferdes Deutschland e. V. den Tag des
Dülmener Wildpferdes. Zwölf der kleinen westfälischen Wildpferde traben dann
durch das Museum.
Die Dülmener Wildpferde sind eine der ältesten Pferderassen Deutschlands. Die
Wildpferde lebten das ganze Jahr frei auf den so genannten Wildbahnen, großen
aber abgegrenzten Gebieten, auf denen die Bauern der Gegend Weiderecht hatten
und ihre Pferde frei laufen ließen. Besonders beliebt war diese Wildbahnhaltung
in Westfalen.
Eine Wildbahn im Merfelder Bruch bei Dülmen (Kreis Coesfeld) hat sich über
Jahrhunderte erhalten. Auf ihr leben heute die bekanntesten und noch einzigen
wilden Pferde in Deutschland. Die Herde besteht aus Falben in allen Variationen.
Sie haben eine Wildzeichnung (Zebrastreifen, Schulterkreuz, Aalstrich) und sind
etwa 1,25 bis 1,35 m groß. Einmal jährlich werden bei einer großen Veranstaltung
im Merfelder Bruch bei Dülmen die einjährigen Hengste aus der frei lebenden
Herde heraus gefangen.
Lange Zeit führten die Dülmener ein Dasein im Verborgenen. Es vergingen Jahre,
bis man auf sie aufmerksam wurde, aber nicht wegen ihrer eigenen Art, sondern
als kosten-günstige Grundlage für die im Aufbau befindliche Zucht des Deutschen
Reitponys. Erst 1988 formierten sich ein engagierter Züchterkreis sowie die
Freunde des Dülmener Wildpferdes zu einer Interessengemeinschaft. Ihr Ziel ist
es, diese einzige und alte bodenständige Kleinpferderasse vor dem Aussterben zu
bewahren und bekannter zu machen. Damit begann die Renaissance des Dülmeners.
Dieses kleine Pferd ist ein echtes Allroundtalent, geeignet als Freizeit-,
Dressur-, Spring-, Kutsch- und Distanzpferd. Dazu ist es ausgeglichen,
gutmütig, kinderlieb, lernfreudig, ausdauernd, robust, genügsam und sehr
langlebig.
Im Westfälischen Freilichtmuseum Hagen werden zwölf Dülmener vorgestellt, die
auch als Jährlinge vor einigen Jahren eingefangen wurden. Jetzt sind sie nicht
mehr wild, sondern zeigen sich von ihrer besten Seite und werden hauptsächlich
von Kindern und Jugendlichen geritten. Am Tag des "Dülmener Wildpferdes" werden
die Qualitäten dieser Pferdchen vorgestellt in einem Programm, das Springen,
Dressur, Quadrille und verschiedenes mehr zu bieten hat.
Mit dabei ist, unter anderen, Bimbo, ein zwölfjähriger Dülmener Deckhengst. Er
wird von der neunjährigen Jennifer Oedekoven geritten. Bereits im vorigen Jahr
waren Jennifer und Bimbo erfolgreich auf Turnieren vertreten, auf der
Hengstschau in Münster-Handorf wurde sie als jüngste Teilnehmerin mit Bimbo
geehrt. Alphart, der neunjährige Sohn von Bimbo ist noch in der Ausbildung. Denn
Dülmener Wildpferde sind erst mit sieben Jahren ausgewachsen und werden nicht
vor ihrem fünften Geburtstag eingeritten. Dieses Pony wird auch bei den Spring-
und Dressur-Vorführungen am Sonntag dabei sein. Price Standart, erst sechs Jahre
alt, stammt original aus der Wildbahn und wird erst seit einem Jahr geritten und
zeigt sich jetzt schon mit seiner elfjährigen Reiterin Selina Plogmann
sehr vielversprechend auf den vorderen Plätzen bei Turnieren.
INFO
Mehr Informationen zum detaillierten Programmablauf: www.freilichtmuseum-
hagen.de
Pressekontakt:
Uta Wenning-Kuschel
Tel. 02331 780-7113
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.freilichtmuseum-hagen.de