[WestG] [AKT] Lange Nacht der Industriekultur im Westfaelischen Industriemuseum

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mit Jun 1 12:42:48 CEST 2005


Von: "LWL-Pressestelle",  <presse at lwl.org>
Datum: 01.06.2005, 09:04


AKTUELL

Lange Nacht der Industriekultur im Westfälischen Industriemuseum
Erlebnisprogramm von Artistik bis Revierfußball

Auch wenn die Schlote nicht mehr rauchen und die Räder der Fördergerüste 
stillstehen, in den Kathedralen der Arbeit tobt heute wieder das Leben. 
Bereits zum fünften Mal lädt die ExtraSchicht am Samstag (4.06.) ein, eine 
ganze Nacht lang die Faszination der Industriekultur zu erleben. Auch der 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist mit den fünf Ruhrgebiet-Standorten 
seines Westfälischen Industriemuseums wieder dabei - mit Musik von Gospel 
bis Salsa, Seilartisten, einer Kaffeetüten-Modenschau, Fußballparty und 
dem Glanz von 1.000 Lichtern. 

Auf der Dortmunder Zeche Zollern II/IV lautet das Motto "Der Pott singt". Von 18 
bis 24 Uhr geben sich die Chöre dort die Klinke in die Hand: Von Gospel bis 
Brahms, Kinderchor bis Gesangsverein, Kafka bis Pop - für jeden Geschmack ist 
etwas dabei. "Chöre waren und sind für die Kultur des Ruhrgebiets eine wichtige 
Einrichtung, ähnlich wie der Fußball", erklärt Museumsleiterin Dr. Ulrike 
Gilhaus. Im LWL-Museum erfahren Besucher bei der ExtraSchicht unter anderem, wie 
sie ihre Stimme trainieren können. Um 23 Uhr steigt das große Finale mit allen 
Chören mit anschließender Jam-Session. Regelmäßige Führungen über das 
Bergwerksgelände und durch die Sonderausstellung "Kumpel auf vier Beinen. 
Grubenpferde im Ruhrbergbau" runden das Programm ab.

Ganz im Zeichen des Revierfußballs steht die Nacht der Industriekultur auf der 
Zeche Hannover in Bochum. Begleitend zur Sonderausstellung "Fußballregion 
Ruhrgebiet" dreht sich alles um das Runde Leder: Unter dem Titel "Der Ball hat 
90 Minuten. Geschichten aus der Tiefe des Raums" reflektiert Kabarettist Frank 
Goosen über der Deutschen liebstes Hobby. Eine Ton-Bild-Schau zur Geschichte des 
Fußballspiels erläutert, was sich hinter "Hundstritt", "Flachpass" und "Hohem 
Bein" verbirgt. Ab 23 Uhr bringt DJ Andreas auf der Torschlusspanik-Party das 
Lüftergebäude zum Beben. Kinder können bis 20 Uhr auf der Zeche Knirps Kies 
statt Kohle fördern. Die ganze Nacht über finden Führungen mit und ohne 
Grubenlampe statt. 

Mehr als 1.000 Lichter sorgen auf der Zeche Nachtigall in Witten (Kreis Ennepe-
Ruhr) für festliche Stimmung. Fackeln lodern, Lampions schimmern, Kohlefeuer 
glimmen, Feuerspucker speien Rauch und Flammen. Die "Big Blast Company" bringt 
die Gäste mit Jazz, Funk und Soulmusik zum Swingen. Die ganze Nacht über finden 
regelmäßig Führungen durch das Besucherbergwerk Nachtigallstollen statt. Für 
Technikfreunde gibt es Vorführungen der Dampffördermaschine und der Kleinzeche 
"Ingeborg". Zwischen dem Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia und der 
Zeche Nachtigall fahren regelmäßig Feldbahnen.    
 
Eine Kaffeetüten-Modenschau sowie Chansons von Helga Wolf und Michael 
Mikolaschek erwarten Besucher der Hattinger Henrichshütte während der Nacht der 
Industriekultur. Passend zur Sonderausstellung "Jederzeit Kaffeezeit" lädt ein 
Kulturcafé mit Balalaika-Klängen zum Verweilen ein. Zwischen 18 und 1 Uhr folgen 
die Gäste im Rahmen von Kurzführungen dem "Weg des Eisens". Wer sich traut, 
fährt mit dem gläsernen Aufzug bis zur obersten Plattform des Hochofens. Dort 
bietet sich eine großartige Aussicht über das imposante Gelände, das speziell 
für die ExtraSchicht stimmungsvoll illuminiert ist. 

Eine ereignisreiche Nacht mit Musik, Dampferfahrten, Führungen und 
mitternächtlicher Seiltanz-Artistik können ExtraSchicht-Besucher im Alten 
Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen) erleben. Den 
ganzen Abend spielt die Musik: Nach den karibischen Klängen der  Steeldrum-Band 
"BängBäng" singt der Chor "Hömma" Ruhrgebiets- und Kanallieder, bevor die 
kubanische Gruppe "Hoyo colorao" mit Salsa, Merengue und Bolero zum Mittanzen 
verführt. Neben dem Ausflugsdampfer "Henrichenburg", legen das museumseigene 
Polizei- und Feuerlöschboot "Cerberus" und die historische Barkasse "Herbert" 
für Rundfahrten ab. Den Höhepunkt bildet um Mitternacht eine Seiltanz-
Performance an den Oberhaupttürmen des Hebewerks, begleitet von Stelzenläufern 
im Feuerschein.  


INFO

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. 
Die Teilnahme ist nur mit gültigen Tickets der "ExtraSchicht" möglich. 

Informationen unter www.extraschicht.de oder auf den Internetseiten 
der teilnehmenden Museen (www.industriemuseum.de).