[WestG] [AUS] Schwimmende Wanderausstellung: 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mit Jun 1 12:14:52 CEST 2005


Von: "LWL-Pressestelle", <presse at lwl.org>
Datum: 01.06.2005, 11:32


AUSSTELLUNG

Schwimmende Wanderausstellung auf der "Ostara":
Wandel durch Kanal - 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal

Mit der schwimmenden Wanderausstellung "Wandel durch 
Kanal - 75 Jahre Wesel-Datteln-Kanal" geht der historische 
Schleppkahn "Ostara" zum ersten Mal auf eine mehrmonatige 
Reise über den Wesel-Datteln-Kanal (WDK). Das 80 Jahre 
alte Schiff gehört zur Sammlung des Westfälischen 
Industriemuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 
(LWL). Erste Liegestelle ist vom 2. bis 8. Juni die 
Kanaluferpromenade in Dorsten.

Im Rahmen eines historischen Schleppzuges hat der
Museumsdampfer "Cerberus" die "Ostara" am 30. und 31. Mai 
vom Museumshafen im Alten Schiffshebewerk Henrichenburg 
nach Dorsten geschleppt. Dort wird die schwimmende Ausstellung 
am Donnerstag (2.6.) um 13 Uhr eröffnet. Zuvor (11 Uhr) würdigt 
die Wasser- und Schifffahrtsdirektion West die Bedeutung des 
Wesel-Datteln-Kanals mit einer Festveranstaltung. Ab 15 Uhr ist 
die Schau dann für die Öffentlichkeit freigegeben. Veranstalter 
sind das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich (WSA) 
und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe  in Kooperation 
mit dem Lippeverband und dem Wasserverband Westdeutscher
Kanäle sowie den Kommunen und Häfen am Kanal.

Als einer der verkehrsreichsten Kanäle Deutschlands ist der
Wesel-Datteln-Kanal Teil der West-Ost-Wasserstraße vom Rhein 
zur Oder. Er bindet das östliche Ruhrgebiet an den Rhein an, hat 
für die Region große wirtschaftliche Bedeutung und bietet zugleich 
einen hohen Freizeitwert. "Die 60 Kilometer lange Wasserstraße ist 
heute ein unverzichtbares Bindeglied für den überregionalen 
Verkehr im Wasserstraßennetz und für die Industrie ein bedeutender 
Standortfaktor. Der WDK hat in den vergangenen 75 Jahren 
anliegende Städte und Gemeinden, Häfen und Industrie gewandelt 
und beeinflusst. Er gewährt auch heute und in Zukunft der 
Binnenschifffahrt sichere Fahrt und gibt den Menschen Raum zur 
Freizeitnutzung", erklärte Ernst Corinth, Leiter des WSA 
Duisburg-Meiderich, am Mittwoch (01.06.) vor der Presse in Dorsten.

In der Wanderausstellung beleuchten Exponate, Texte, Karten und 
Grafiken die facettenreiche 75-jährige Geschichte des WDK und 
seiner Schifffahrt. Auch die Vorläuferin der Kanalschifffahrt, die 
Lippeschifffahrt, wird in ihren wichtigsten Aspekten dargestellt. 
Der historische rote Faden zieht sich vom vor- und frühgeschichtlichen 
Einbaum hin bis zum römischen Schiff auf der Lippe, von der 
Dampfschlepp-Schifffahrt bis zum modernen Frachtschiff- und 
Containerverkehr.

Wie wurde der Kanal geplant, welche Hindernisse standen dem 
Kanalbau entgegen? Wie und unter welchen Umständen ist der 
Kanal von 1915 - 1930 entstanden? Welche Rolle spielten die 
Arbeitskräfte beim Bau des WDK? Wie gestaltete sich das Leben 
der Menschen am und auf dem Kanal? Unter welchen 
Lebensbedingungen arbeiten die Binnenschiffer? Welche Bedeutung 
hatte und hat der WDK für den Massengüterverkehr und für die 
Region in Vergangenheit und Gegenwart? Wie war die Situation im 
Zweiten Weltkrieg und zur Zeit des Wiederaufbaus (1945 - 1960)? 
Wie wurde der Kanal zu Zeiten des Wirtschaftsbooms der 60er und 
70er Jahre ausgebaut? Welche städtebaulichen Veränderungen 
hat der Kanal für die Region gebracht? Welche Möglichkeiten der 
Erholung, der künstlerischen Gestaltung und  touristischer
Freizeitaktivitäten bietet der Kanal heute? Auf all diese Fragen gibt 
die Ausstellung im Laderaum des historischen Schleppkahns "Ostara"
(1926), den das Westfälische Industriemuseum restaurieren ließ, 
anschaulich Auskunft. Bereichert wird die Schau mit Bildern, die der 
Künstler Karl-Friedrich Gerloff vom Wesel-Datteln-Kanal gemalt hat.

Die Organisatoren der Ausstellung, Museumsleiter Herbert Niewerth 
(Altes Schiffshebewerk Henrichenburg); Ernst Corinth, Leiter des 
WSA Duisburg-Meiderich; Museumsleiterin Rosemarie Schloßer 
(Hermann-Grochtmann-Museum Datteln); Hans Rommeswinkel, 
Abteilungsleiter Planungs- und Umweltamt Stadt Dorsten sowie 
Dr. Jürgen Ruppert (Lippeverband) und die beteiligten Kommunen 
Voerde, Hünxe, Schermbeck, Dorsten, Marl, Haltern am See und
Datteln sowie der Chemiepark Marl und die Zeche Auguste Victoria 
in Marl wünschen sich viele interessierte Besucher an den
Kanal-Liegestellen. 

Stationen der Ausstellung sind: 

2.6.05, 13 Uhr 	
Ausstellungseröffnung durch Ernst Corinth, Leiter des WSA 
Duisburg-Meiderich, und Herbert Niewerth, Museumsleiter Altes 
Schiffshebewerk Henrichenburg

2.- 8.6.05 		
Dorsten, Kanaluferpromenade

11.6.05	
Außenbezirk Dorsten des Wasser- und Schifffahrtsamtes 
Duisburg-Meiderich, Hafen Dorsten, Buererstraße  - Tag der 
offenen Tür

17.-21.6.05 		
Voerde/Friedrichsfeld - Liegestelle Friedrichsfeld,  Ulrichstraße

26.6.05 		
Marl - DSK-Hafen der Zeche Auguste-Victoria, Flurstraße

1.-4.7.05 		
Hünxe/Schermbeck - Schleuse Hünxe Unterwasser
 
8.-10.7.05  		
Haltern - Schleuse Flaesheim Unterwasser

15.7.-15.8.05  	
Oberwasser Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk
Henrichenburg 

18.-28.8.05  		
Datteln - neuer Liegehafen an der Hafenbrücke

02.-30.9.05 	
Oberwasser Westfälisches Industriemuseum Altes Schiffshebewerk 
Henrichenburg 


INFO

Pressekontakt:

Herbert Niewerth
Museumsleiter
Tel. 02363 9707-0

Markus Fischer
LWL-Pressestelle
Tel. 0251 591-235

Ernst Corinth
Leiter WSA Duisburg-Meiderich
Tel. 02034 504-300