[WestG] [AKT] Zwei muenstersche Professoren an Spitze des
Historikerverbandes
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Fre Sep 17 12:55:38 CEST 2004
Von: "Pressestelle der Uni Münster", <pressestelle at uni-
muenster.de>
Datum: 17.09.2004, 12:18
AKTUELL
Zwei münstersche Professoren an Spitze des
Historikerverbandes
Prof. Dr. Peter Funke und Prof. Dr. Barbara Stollberg-
Rillinger gestern gewählt
Gleich zwei münstersche Hochschullehrer wurden gestern an
die Spitze der bedeutendsten deutschen
Historikervereinigung gewählt: Prof. Dr. Peter Funke,
Althistoriker an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster, wurde neuer Vorsitzender des Verbandes der
Historikerinnen und Historiker Deutschlands. Zu seiner
Stellvertreterin wurde Prof. Dr. Barbara Stollberg-
Rillinger vom Historischen Seminar der WWU gewählt.
Prof. Funke wurde 1950 im westfälischen Rheine geboren und
studierte Geschichte und Germanistik an der Universität
Münster. 1978 wurde er an der Universität Köln mit einer
Arbeit über attische Geschichte promoviert, 1985
habilitierte er sich ebenfalls in Köln und wechselte dann
auf einen Lehrstuhl für Alte Geschichte an der
Universität-Gesamthochschule Siegen. Drei Jahre später
nahm er den Ruf an das Seminar für Alte Geschichte und dem
Institut für Epigraphik der Universität Münster an.
Außerdem leitet Funke die Forschungs- und Arbeitsstelle
Historische Landeskunde des antiken Griechenland.
Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Funke gehören die
Geschichte des östlichen Mittelmeerraums sowie die Sozial-
und Verfassungsgeschichte der antiken griechischen
Staatenwelt. Prof. Funke ist Mitglied vieler bedeutender
historischer und wissenschaftspolitischer Organisationen:
ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen
Instituts, Vertrauensdozent und Fachgutachter der
Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der
Internationalen Akademie der pädagogischen Wissenschaften
und Mitglied des Vergabeausschusses des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes.
Prof. Stollberg-Rillinger, geboren 1955, hat Geschichte,
Germanistik, Kunstgeschichte und Pädagogik in Köln
studiert und wurde 1985 dort promoviert. 1994 habilitierte
sie sich mit einer Arbeit zur politischen
Theoriegeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts. 1997 wurde
sie an das Historische Seminar der Universität Münster
berufen. Seit dem Jahr 2003 ist sie Sprecherin des
Sonderforschungsbereiches "Symbolische Kommunikation und
gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur
Französischen Revolution".
Prof. Stollberg-Rillinger ist Mitglied in der Deutschen
Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts, in der
Vereinigung für Verfassungsgeschichte, im DFG-
Senatsausschuss für die Graduiertenkollegs und
Mitherausgeberin der "Zeitschrift für Historische
Forschung". Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen
politische Theorien des 17. und 18. Jahrhunderts,
Reichsverfassung und landständische Verfassungen, die
Kultur der ständischen Gesellschaft und symbolisches
Handeln in der frühen Neuzeit.