[WestG] [KONF] Das Ruhrgebiet - neue Heimat im Westen? Sankelmark,
27.-29.02.04
Rita Börste
rita.boerste at lwl.org
Don Jan 29 14:27:31 CET 2004
Übernahme aus der "geschichtskultur-ruhr - Mailingliste"
Von: "gk-mail (Abeck)" <mailing at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 29.01.2004, 13:42
KONFERENZ
Das Ruhrgebiet - neue Heimat im Westen?
Deutsch-polnisches Seminar in Zusammenarbeit mit der Akademie Sankelmark
vom 27. bis 29. Februar 2004 in Sankelmark (bei Flensburg)
Baltic Academy - Akademie im Ostseeraum, Lübeck
Ende des 19. Jahrhunderts kamen tausende Menschen aus den preußischen
Ostprovinzen auf der Suche nach Arbeit in das Ruhrgebiet. Viele von ihnen
waren polnische Zuwanderer, so dass vor dem Ersten Weltkrieg in einigen
Städten des Ruhrgebiets ein Viertel der Einwohner polnischer Herkunft war.
Nicht wenige assimilierten sich, andere verließen nach dem Ersten Weltkrieg
das rheinisch-westfälische Industriegebiet wieder. Nach 1939 und nach 1945
kamen erneut Menschen aus dem Osten in das Ruhrgebiet - jedoch nicht
freiwillig: Zwangsarbeiter aus Polen und der Sowjetunion wurden im Bergbau
eingesetzt. Flüchtlinge und Vertriebene mussten nach 1945 an Rhein und
Ruhr eine neue Heimat finden. Ihre Integration im weitgehend zerstörten
"Revier" warf zahllose Probleme auf. Ihnen folgten Aussiedler nach, die die
Integrationskraft des "Schmelztiegels" Ruhrgebiet bis heute auf eine neue
Probe stellen.
Wir wollen an das deutsch-polnische Zusammenleben im Westen Deutschlands
erinnern und nach Erfolg und Misserfolg der Integration fragen.
Dr. Christian Pletzing
Akademieleiter
Dr. Dietmar Albrecht
Academia Baltica e.V.
Programm
Freitag, 27. Februar 2004
ab 15 Uhr Anreise
15.30 Uhr Kaffee
16.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. Christian Pletzing, Lübeck
16.30 Uhr Die Zuwanderung in das Ruhrgebiet 1870-1980
Dr. Valentina Maria Stefanski, Bochum
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrgebiet.
Forschungsergebnisse und -fragen
Dr. Alexander v. Plato, Lüdenscheid
Samstag, 28. Februar 2004
9.00 Uhr Zuwanderung aus dem Osten - das Beispiel Herne 1870-1945
Dr. Susanne Peters-Schildgen, Ratingen
10.30 Uhr Kaffee
11.00 Uhr Vom Pütt zum Fußballklub? Zur Integration der Ruhrpolen
PD Dr. Diethelm Blecking, Freiburg
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr Die Rückwanderung von Polen aus dem Ruhrgebiet nach 1918 und nach
1945
Prof. Dr. Miroslaw Piotrowski, Lublin
16.15 Uhr Kaffee
16.45 Uhr Vertriebenenpolitik im Ruhrgebiet - zur Integration 1946-2004
Dr. Wolfgang Kessler, Herne
18 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrbergbau.
Erfahrungsgeschichten aus einer Schlüsselindustrie der Nachkriegszeit
Dr. Dagmar Kift, Dortmund
Sonntag, 29. Februar 2004
9.00 Uhr Polnische und russische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg
Thomas Urban M.A., Bochum
10.30 Uhr Kaffee
11.00 Uhr Aussiedler im Ruhrgebiet
Dr. Veronika Grabe, Essen
12.30 Uhr Mittagessen, anschließend Abreise
Das Seminar wird deutsch-polnisch und polnisch-deutsch simultan übersetzt.
Die Academia Baltica
Concordia domi foris pax. Im Brennpunkt hansischer Begegnung arbeitet die
Academia Baltica für Verständigung und Partnerschaft der Deutschen im
Netzwerk der Völker und Staaten Ostmitteleuropas und des Ostseeraumes. Seit
ihrer Gründung am 24. September 2001 setzt sie die Arbeit der
Ostsee-Akademie in Travemünde fort, wie sie im In- und Ausland Anerkennung
fand. Inmitten der Lübecker Altstadt hat die Academia Baltica ihren Sitz
und tut ihr Teil, damit "die Reiser, die wir pflan-zen den Kindern, würden
zum Garten. Im Licht".
Der Förderverein der Academia Baltica
Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein fördern die Arbeit der
Academia Baltica. Private Initiative muss die Hilfe von Bund und Land
ergänzen. Wer die Arbeit der Akademie unterstützen will, kann Mitglied
werden im Verein zur Förderung der Academia Baltica. Der Mindestbeitrag
beträgt 60,-- Euro im Jahr. Beiträge und Spenden sind abzugsfähig.
INFO
Anreise
Die Akademie Sankelmark liegt nahe der deutsch-dänischen Grenze 9 km
südlich von Flensburg am Nordufer des Sankelmarker Sees. Autofahrer
verlassen die Autobahn Hamburg-Flensburg an der Abfahrt Tarp in Richtung
Sörup und halten sich gleich darauf am Kreisel auf der Bundesstraße 76 in
Richtung Flensburg. Nach 6 km weist ein Schild linksab zur Akademie. -
Bahnreisende fahren bis zum Bahnhof Flensburg, nehmen von dort ein Taxi
(etwa 13 Euro) oder gehen ein Stück zu Fuß linkerhand den Hang aufwärts zur
Haltestelle für den Bus nach Schleswig/Kiel oder Tarp/Eggebek. Die Akademie
hat eine eigene Haltestelle.
Teilnahmekosten
Die Gebühr für die Teilnahme beträgt 80,-- Euro, für Schüler, Studenten
(bis 30 Jahre) und Arbeitslose 40,-- Euro. Der Zuschlag für ein
Einzelzimmer beträgt 6,-- Euro pro Übernachtung. Für Teilnehmer aus Polen
beträgt die Gebühr 35,-- Euro (Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose
aus Polen zahlen 17,50 Euro). Im Preis enthalten sind die Kosten für
Unterkunft und Verpflegung und das Programm. Gäste ohne Übernachtung zahlen
die Hälfte der Tagungsgebühr.
Anmeldeschluss ist der 16.2.2004.
Mit der Bestätigung erhalten Sie weitere Informationen zur Anreise und
Unterbringung. Bitte zahlen Sie Ihren Teilnehmerbeitrag bar bei der
Anreise. Erfolgt eine Abmeldung später als vier Tage vor Beginn der Tagung
oder erscheint der Teilnehmer nicht, müssen wir dem Teilnehmer den
Tagungsbeitrag berechnen. Gästen aus Polen können wir die Reisekosten mit
dem Bus oder der Bahn 2. Klasse erstatten. Wir bitten die Gäste, die
Reisekosten so niedrig wie möglich zu halten und sich rasch zu melden.
Eine Förderung durch das Bundesministerium des Innern ist beantragt.
Tagungsnummer 29-04
Academia Baltica
Hoghehus, Koberg 2, 23552 Lübeck,
Telefon +49(0)451-39694-0
Telefax +49(0)451-39694-25
office at academiabaltica.de
www.academiabaltica.de